Datum
07.09.2009, 09:00 - 18:00 UhrVeranstaltungsort
Sparkassenverband Niedersachsen, Schiffgraben 6-8, 30159 HannoverVeranstalter
Initiativen D21, n-21, Niedersächsischer Sparkassenverband, Bundesarbeitskreis Lernen mit Notebooks
Art der Veranstaltung
Kongress
Ansprechpartner
Daniel Ott, Presse & Öffentlichkeitsarbeit
030 5268722-55
daniel.ott@initiatived21.de
Individualisiertes Lernen im schulischen Alltag wird ein immer größerer Faktor für erfolgreiches Lernen. Ein Unterricht mit digitalen Lernwerkzeugen unterstützt den Lernprozess und lässt die Schüler kontextbezogen und lebenswirklichkeitsnah Wissen strukturieren, Wissen erwerben und Wissen präsentieren. Um Schulen für das Lernen und Lehren mit digitalen Lernwerkzeugen fit zu machen, bedarf es jedoch der Berücksichtigung didaktischer, technischer und ausstattungsbezogener Aspekte. Viele Schulen haben sich bereits auf den Weg zur Individualisierung des Unterrichts mit digitalen Lernwerkzeugen gemacht. Erfahrungen und praxisnahe Beispiele des Unterrichts der Zukunft werden im Rahmen dieses Kongresses vorgestellt und erörtert. In diesem Kontext laden die Initiativen D21 und n-21, der Niedersächsische Sparkassenverband sowie der Bundesarbeitskreis Lernen mit Notebooks herzlich ein zum Kongress.
Programmpunkte:
| 9:00 | Anmeldung und Ausstellungsrundgang |
| 10:00-12:00 | Grußworte und Vorträge
Grußwort Grußwort Grußwort und Keynote „Schulen der Zukunft“ Statement I: Pädagogische Konzepte Statement II: Strukturelle Fragen Statement III: Finanzierungsalternativen |
| 12:00-13:30 | Mittagspause / Ausstellungsrundgang |
| 13:30-16:30 | Workshops: Theorie und Praxis des Unterrichts mit digitalen Lernwerkzeugen |
| ab 16.30 | Austellungsrundgang / Get-Together |
Die Einladung inklusive Programm im pdf-Format
Workshop Beschreibungen:
Workshop 1: Digitale Lernwerkzeuge: Der optimale Einstieg (Michael Töpel, Bundesarbeitskreis Lernen mit Notebooks)
Am Beispiel eines Hamburger Unterrichtsprojekts in der Primarschule, wird gezeigt, dass mit der neuen Software “Lassi Wissenswerkzeuge” ab Klasse 4 wichtige Beiträge dazu geleistet werden können, dass Schülerinnen und Schüler systematisch kognitive Strukturen aufbauen, träges Wissen vermeiden und so “Wissenskompetenz” (Pisa 2009) entwickeln. Das Motto des Projekts: “Starten, wenn die Wissensarbeit beginnt!”
Workshop 2: Mobiles Lernen Niedersachsen (alle Schulformen) (Herbert Jancke, n-21)
In diesem Workshop wird die Entwicklung des n-21 Notebookprojekts von den neun „Leuchtturmschulen“ der Anfangsphase (2002-2005) in die Fläche (inzwischen über 200 Anmeldungen zum Projekt) skizziert. Im Zentrum stehen dabei Gelingensbedingungen sowie der geplante weitere Ausbau des mobilen Lernens an niedersächsischen Schulen aller Schulformen.
Workshop 3: Netbooks im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht (Richard Heinen, Uni Duisburg-Essen)
Netbooks bieten die Möglichkeit mobiles, vernetztes und selbstständiges Lernen in der Schule zu unterstützen und zu fördern. Im Workshop werden Unterrichtsbeispiele aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht vorgestellt und Fragen der Erweiterung von Klassenräumen durch mobile Endgeräte und die Nutzung von Web 2.0-Werkzeugen diskutiert.
Workshop 4: Modellcampus und @Klassen in Unna (Hans Ruthman, Schulleiter der Gesamtschule Königsborn in Unna)
In der Kreisstadt Unna sind Notebooks bereits als Schulheft, Buch und Tafel im täglichen Einsatz. Die ganze Stadt wurde 2003 für ihre Schülerinnen und Schüler zum drahtlos vernetzten Campus. Von Klasse eins bis dreizehn, von Grundschulen über Sonderschulen, Real- und Gesamtschulen bis zum Gymnasium und Weiterbildungskolleg: Die IT-Infrastruktur eröffnet 10.000 Schülern und rund 620 Lehrern neue Lernwelten und -kulturen. Der Workshop informiert über das stadtweite Projekt Unit21 und die konkrete Arbeit mit den persönlichen Notebooks in den @Klassen der Gesamtschule Königsborn.
Workshop 5: Selbstorganisiertes Lernen im Mathematikunterricht mit elektronischer Kreide (Olaf Kleinschmidt, Bundesarbeitskreis Lernen mit Notebooks)
Lernen sollte gleichermaßen selbstgesteuert wie teamorientiert sein. Moderne Unterrichtsgestaltung bedeutet daher, solche Methoden und Werkzeuge im Unterricht einzusetzen, die ein Höchstmaß an Gruppeninteraktion ermöglichen und gleichzeitig die Individualität fördern. Zeitgemäße Computertechnik und das Internet bieten vielfältige Möglichkeiten zur raschen Kommunikation, den nahezu unmittelbaren Zugriff auf weltweite Informations- und Wissensspeicher und erlauben einfache wie komplexe Informationsrecherchen.
Workshop 6: Multimediales und mobiles Unterrichten – Umsetzungskonzepte und Unterstützungsmöglichkeiten (Ulrich Breitsprecher, Fachbereichsleiter Mathematik/Informatik an der KGS Stuhr/Brinkum)
Ein wichtiger Baustein modernen Unterrichts ist die multimediale Unterstützung der Lehr-/ Lernprozesse bei gleichzeitig flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten. Inhalt dieses Workshops sind Umsetzungskonzepte und Unterstützungsmöglichkeiten sowie der Praxisbericht eines Lehrers zum Lehren und Lernen an der KGS Stuhr/ Brinkum.
Workshop 7: Qualifizierungsmodelle für Lehrkräfte (Herbert Jancke, n-21)
In diesem Workshop werden Beratungs- und Unterstützungsnetze vorgestellt, die sowohl der Lehrerqualifizierung wie auch der Schulentwicklung im Bereich IT insgesamt dienen; Träger sind hierbei neben der n-21 die Landesschulbehörde sowie die lokalen Medienzentren. Deutlich soll werden, dass gerade die Verzahnung dieser Institutionen eine wesentliche Gelingensbedingung des Notebookprojekts darstellt.
Workshop 8: Ausstattungsvariante n-stick (Karl-Wilhelm Ahlborn, Gymnasiallehrer, Berater der Landesschulbehörde und Mitarbeiter am Medienzentrum der Stadt Osnabrück)
Der n-stick wird der im Rahmen des Workshops mit seinen Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Er ist eine portable Arbeitsumgebung, die den Nutzer in die Lage versetzt, sowohl Programme als auch Daten auf jedem beliebigen PC/Notebook/Netbook verfügbar zu haben – unabhängig von der darauf installierten Software. Mittels eines intelligenten Update-Mechanismus ist der n-stick kinderleicht aktuell zu halten. Die verwendete Software ist lizenzkostenfrei, überwiegend sogar quelloffen (“Open Source”). Der n-stick kann sich nahtlos in bestehende Computer-Netzwerke einfügen. Er ist schon für den Einsatz als Schlüssel zu einem niedersachsenweiten Bildungsnetz vorbereitet.
Workshop 9: Englischlernen und -lehren in Notebook-Klassen (Dr. Sabine Huber, Bundesarbeitskreis Lernen mit Notebooks / René Scheppler, D21-Projektteilnehmer)
Ein Erfahrungsbericht aus 8 Jahren Unterricht in Notebook-Klassen und Ergebnissen eigener Forschungstätigkeit. Praxisbeispiele sowie Erkenntnisse aus der Evaluation werden in diesem Workshop präsentiert. Der Workshop zeigt exemplarisch an einer Fächergruppe wie Notebooks und Online-Plattformen systematisch als Lernwerkzeuge in den täglichen Unterricht integriert werden können.
Workshop 10: Das Netbook als Möglichkeit der individuellen Förderung im schulischen und häuslichen Bereich (Günter Howind, Förderschulprojekt Hessen / Wolfgang Böhl, Schulleiter der Traisaer Schule)
Durch den Einsatz eines persönlichen Netbooks wird förderbedürftigen Schülern im gemeinsamen Unterricht oder in der Förderschule die Möglichkeiten gegeben, ihre Texte auf dem Netbook zu schreiben (digitale Schultasche), durch geeignete Software (GUT und LWS 7) ihre Rechtschreibfehler deutlich zu mindern, um so auch durch Lesen geeigneter Ganzschriften auf dem Netbook die Leseleistung zu verbessern. Seit 2008 werden an der Traisaer Schule (Grundschule) und der Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Förderschule, Lernhilfe) jeweils 11 Netbooks erfolgreich eingesetzt.
Workshop 11: Bild-Kontakt: Das Visuelle als Verbindung zwischen Schule und Welt (Ulrich Breitsprecher, Fachbereichsleiter Mathematik/Informatik an der KGS Stuhr/Brinkum)
An Unterrichtsbeispielen aus der 6. und 12. Klasse wird der Einsatz berufspropädeutischer Software gezeigt. Dabei steht der Kontakt zu außerschulischen Partnern und die Arbeit der Schüler unter berufsorientierten Bedingungen im Vordergrund. Gestaltung und Kommunikation mit modernen visualisierenden Programmen als praxisnaher Umgang mit elektronischen Medien im Alltagsunterricht zeigen „Best-Practice-Beispiele“. Informationen zur Ausstattung und Umsetzung der Unterrichtsideen runden die Veranstaltung ab.
Workshop 12: Finanzierungsvarianten (Andreas Zurbel, Sparkassenverband Niedersachsen)
Am Beispiel der “Mobiles Lernen gGmbH” wird gezeigt, wie eine Finanzierung von “Notebook-Klassen” in allen Schulformen über die Eltern funktionieren kann. Dargestellt werden verschiedene Leasingmodelle und Bildungsfonds, die auch sozial schwächeren Familien die Möglichkeit eröffnen, Notebooks für ihr(e) Kind(er) zu erwerben.
Hinweise zur Anreise:
Bitte nutzen Sie, wenn möglich, öffentliche Verkehrsmittel! Der Veranstaltungsort ist bequem zu Fuß (ca. 10 Min.), per Stadtbahn Linie 10 und 17 Richtung Aegidentorplatz (6 Min. + 3 Min. Fußweg) oder per Taxi (ca. 5 Min.) vom Hauptbahnhof aus zu erreichen.
Kostenfreie Parkmöglichkeiten stehen leider nicht zur Verfügung. Bei der Anreise mit dem Pkw bestehen nur kostenpflichtige Parkmöglichkeiten im Parkhaus Osterstraße sowie dem Parkhaus am Opernhaus.
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