Presseinformation der Initiative D21 vom 14.03.2011.
Initiative D21 startet Begleitprojekte für Open Government
- Initiative D21 begrüßt Einführung von Adhocracy für Enquete Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages
- Unterstützung des Beteiligungsprozesses mit eigener Open Government-Projektgruppe
Berlin, 11. März 2011 – Die großen Prinzipien von Open Government – Partizipation, Kollaboration, Transparenz – haben bisher noch wenig Widerhall in entsprechenden Beteiligungsplattformen gefunden. Mit „Adhocracy“ hat die Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” nun ein hoffnungsvolles Experiment zur Online-Partizipation gestartet, das ganz konkret die Mitsprache der Bürger und den Austausch mit der Politik in einer frühen Phase der Meinungsbildung ermöglicht. Die Enquete-Kommission betritt dadurch neuen Boden, der für zukünftige Beteiligungsprojekte von unschätzbarem Erfahrungswert sein wird.
Die Initiative D21 begrüßt die Entscheidung zum Experiment des „18. Sachverständigen“ und wird die Onlinebeteiligung der Bürger konstruktiv und aufmerksam begleiten. Dazu definierte die Projektgruppe „Open Government“ der Initiative D21 wichtige Ziele und Aufgaben für eigene Vorhaben, die in naher Zukunft unterstützt und erreicht werden sollen.
Dazu gehört insbesondere die Entwicklung von Ideen und Impulsen, um offene Fragen rund um das Thema Open Government zu adressieren: Wie kann eine breite, nachhaltige Beteiligung erreicht werden? Welche Unterstützung und Regeln benötigt die Verwaltung zur Nutzung von Social Media? Wie kann die erforderliche Veränderungsbereitschaft in den etablierten Strukturen von Politik und Verwaltungen überhaupt geweckt werden? Und wie kann eine chancenorientierte Experimentierfreude geweckt werden, um risikofixierte Vermeidungsstrategien zu überwinden?
Mit „Adhocracy“ wird an zentraler Stelle und mit hoher Sichtbarkeit ein wichtiges, konkretes Projekt gestartet, das als Vorbild für viele zukünftige Open Government-Projekte dienen kann. Dr. Alfred Zapp, Präsidiumsmitglied der Initiative D21, zeigt sich daher begeistert: „Wir unterstützen die Enquete-Kommission und die Betreiber der Beteiligungsplattform bei ihrem mutigen Schritt sehr gerne und werden uns inhaltlich sowie praktisch für das Gelingen des Experiments einsetzen. Ich bin mir sicher, dass wir im Nachhinein von einem historischen Moment sprechen werden, bei dem erstmals ganz konkret das Potenzial des Internets für eine thematisch breite, offene Diskussion zwischen Politik und Gesellschaft genutzt wurde.“
Die Initiative D21 ruft daher die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv an diesem Diskussionsprozess unter www.enquetebeteiligung.de zu beteiligen und so ihre Meinung zum Entwicklungsprozess der digitalen Gesellschaft in die Arbeit der Enquete-Kommission einzubringen.
Kontakt:
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