Presseinformation der Initiative D21 vom 10. Juni 2010
Jahreskongress der Initiative D21 stellte die Selbstbestimmung der Internetnutzer in den Mittelpunkt
Hannover, 10. Juni 2010 – Die Form der aktuellen Diskussion um den digitalen Wirtschaftskreislauf und dem damit verbunden Sammeln von Daten führt zu einem verzerrten Bild der digitalen Welt und ihrem Potenzial für die Gesellschaft. Die Initiative D21 ist sich bewusst, dass Vertrauen in die neuen Medien der Schlüssel ist, damit auch in Deutschland in naher Zukunft überhaupt von einer digitalen Gesellschaft gesprochen werden kann. Unter dem Titel „Daten – Die neue Leitwährung im digitalen Zeitalter?“ diskutierte die Initiative D21 deshalb heute auf ihrem Jahreskongress die Entwicklungen im digitalen Wirtschaftsraum und die Vor- und Nachteile des damit verbundenen Tauschs von personenbezogenen Daten gegen die Nutzung von Diensten.
Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière sieht weiteren Diskussionsbedarf: „Wir brauchen eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, wie wir die Zukunft des Internets gestalten wollen. Sie soll sich in erster Linie an den Grundwerten der Menschen orientieren und gleichzeitig die Innovationskraft des Internets für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Verwaltung erhalten“.
Denn auch wenn in Deutschland 46,3 Mio. online sind, weiß nur eine Minderheit genau, wem sie welche Daten zu welchen Zwecken überlässt. Nicht nur die Medienkompetenz der Nutzer, sondern auch die Aufklärung und Informationspolitik der Internetunternehmen spielen bei der Vertrauensbildung eine große Rolle. Beides sind Faktoren, die dazu führen, dass nur eine Minderheit von 26 Prozent der Bevölkerung die Möglichkeiten der digitalen Welt tatsächlich für sich auszuschöpfen weiß (Quelle: www.digitale-gesellschaft.info).
Der D21-Jahreskongress bot für diese Diskussion eine neutrale Plattform für Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, um den nächsten Schritt hin zu einer Gesellschaft zu gehen, in der jedes Individuum sich aufgeklärt und bewusst für oder auch gegen die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters entscheiden kann. D21-Präsident Hannes Schwaderer dazu: „Trotz vieler Ansätze haben wir es in Deutschland noch nicht geschafft, die Gesellschaft allumfassend auf die Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Welt vorzubereiten. Eine offene Diskussion und eine begleitende Vermittlung von Medienkompetenz innerhalb des Bildungssystems sind die notwendige Basis, damit das Potenzial der digitalen Welt für Gesellschaft und Wirtschaft voll genutzt werden kann.“
In den Fachforen am Nachmittag wurde dabei kontrovers den Fragen nachgegangen, wie durch die Möglichkeiten des Web 2.0 Bürger, Staat und Verwaltung näher zueinander finden können und wie bereits in der Schule Medienkompetenz gleichberechtigt vermittelt werden kann, damit die heranwachsende Generation bereits frühestmöglich sicher und selbstbestimmt im digitalen Raum agiert.
Video zum Kongress unter: http://bit.ly/Kongress-Stream
Die Initiative D21 auf Twitter: www.twitter.com/initiatived21
Pressekontakt:
Daniel Ott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Telefax: 030 – 526 87 22 60
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Über die Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.
