Unsere Partner

 

 

 

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Zentrales Anliegen der Politik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist es, das Fundament für wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland mit breiter Teilhabe aller Bürger sowie für ein modernes System der Wirtschaftsbeziehungen zu legen.

 

 

Der IT-Beaufragte der Bayerischen Staatsregierung

Finanzsstaatssekretär Franz Josef Pschierer verfügt in seiner Funktion als IT-Beauftragter der Staatsregierung (CIO Bayern) über umfassende Befugnisse zur ressortübergreifenden strategischen Steuerung und Koordinierung des IT-Einsatzes in der Staatsverwaltung. Als wesentliche Ziele sollen bestehende Abläufe optimiert, Synergieeffekte genutzt und die Online-Angebote für Bürger und Unternehmen in Bayern ausgebaut werden.

 

 

Initiative “Onlinerland Saar”

„Onlinerland Saar“ ist die größte saarländische Internetqualifizierungsinitiative. Seit der Gründung 2005 verfolgt sie das Ziel, Saarländerinnen und Saarländern den Einstieg ins Internet zu erleichtern und bestehende Kenntnisse zu vertiefen. Dies erreicht sie v.a. durch saarlandweit angebotene Kurse, wie „Kaffee-Kuchen-Internet“ und „Einkaufen im Internet“, sowie durch regelmäßige Veröffentlichung eines umfangreichen Terminkalenders, der die eigenen Kurse ebenso listet wie die Angebote anderer saarländischer Weiterbildungsinstitutionen. Die Kampagne wird durch das MedienNetzwerk SaarLorLux e.V. und die Landesmedienanstalt Saarland getragen und finanziell von der saarländischen Landesregierung und der Europäischen Union unterstützt. „Onlinerland Saar“ ist vielfach ausgezeichnet: 2007 1. Platz beim Wettbewerb „Erster Saarländischer Weiterbildungspreis“, 2009 1. Platz in der Kategorie Seniorinnen und Senioren bei „Wege ins Netz“, Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

 

TNS Infratest GmbH

TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting” und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.

 

Wolters Kluwer Deutschland GmbH

Die Wolters Kluwer Deutschland GmbH ist ein Wissens- und Informationsdienstleister mit Kernkompetenzen in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern. Für den professionellen Anwender bietet Wolters Kluwer Deutschland fundierte Fachinformationen in Form von Literatur, Software und Services. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln beschäftigt an über 20 Standorten rund 1.200 Mitarbeiter und agiert seit über 25 Jahren auf dem deutschen Markt. Wolters Kluwer Deutschland ist Teil des führenden internationalen Informationsdienstleisters Wolters Kluwer n.v. mit Sitz in Alphen aan den Rijn (NL). Die Kernmärkte des Unternehmens sind Recht, Wirtschaft, Steuern, Rechnungswesen, Unternehmens- und Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen; Zielgruppe sind professionelle Anwender. Die Aktien sind an der Euronext Amsterdam (WKL) gelistet, außerdem in der AEX und im Euronext 100 Index. Wolters Kluwer hat einen Jahresumsatz (2012) von 3,6 Milliarden Euro, beschäftigt weltweit rund 19.000 Mitarbeiter und ist in über 40 Ländern in Europa, Nordamerika, im Raum Asien/Pazifik und Lateinamerika vertreten.

 

 

Die Initiative D21 und TNS Infratest sind Herausgeber der Studie D21-Digital-Index 2013.

 

 

Der neue D21-Digital-Index zeigt den Digitalisierungsrad Deutschlands auf einen Blick

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Bundesministerien, Landesministerien und D21 – Mitgliedsunternehmen erarbeiteten gemeinsam das Konzept unserer neuen Publikation. Damit liegt nun das umfassendste Werk zum Digitalisierungsgrad Deutschlands vor: der D21 – Digital – Index. Das Ziel ist es, einen 360 – Grad – Blick auf den aktuellen Stand der Digitalisierung in Deutschland und der  Bundesländer zu geben. Zusätzlich haben wir die neuen digitalen Trends – insbesondere die zunehmende Relevanz von mobilen Applikationen – mit aufgenommen. Das Ergebnis ist eine aktualisierte Segmentierung der » Digitalen Gesellschaft « mit sechs neuen Nutzertypen, die auf Seite 47 dargestellt sind: Außenstehender Skeptiker, Häuslicher Gelegenheitsnutzer, Vorsichtiger Pragmatiker, Reflektierter Profi, Passionierter Onliner und Smarter Mobilist.

Jeder Bürger sollte die Möglichkeit haben, sich mit Chancen und Vorteilen der digitalen Gesellschaft auseinander zu setzen. Ein erster Schritt ist der Zugang zum Internet. Um Ansatzpunkte für zielgruppenspezifische Fördermaßnahmen zu identifizieren, analysieren wir seit 2001 mit Hilfe des (N)ONLINER Atlas Onliner, Offliner und Nutzungsplaner. Hier zeigt sich eine erfreuliche Entwicklung von 37,0 Prozent Onlinern innerhalb der deutschen Wohnbevölkerung in 2001 auf 76,5 Prozent in 2013. Seit zwei Jahren stagniert der Onliner – Anteil: Die Zahl ist in diesem Zeitraum nur noch geringfügig um jeweils 0,9 Prozentpunkte pro Jahr gewachsen. Doch durch den bloßen Zugang ist der einzelne Nutzer noch lange nicht souverän, kompetent und selbstbestimmt im Umgang mit den digitalen Medien. Die diesjährige Untersuchung zeigt, dass aktuell 28,9 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer zur Gruppe der Außenstehenden Skeptiker gehören. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass lediglich 20,6 Prozent dieser Gruppe aktuell das Internet nutzen.

Im D21 – Digital – Index führen wir nun die oben genannten Ergebnisse zur Nutzung des Internets und der digitalen Medien zusammen. Eine einzige Zahl spiegelt den Stand der Digitalisierung in Deutschland wider – eine Maßzahl, die für alle relevanten Entscheider aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eine neue Zielgröße definiert. Der aktuelle D21 – Digital – Index für Deutschland beträgt 51,2 Punkte. Somit hat Deutschland einen mittleren Digitalisierungsgrad erreicht. Betrachten wir die Werte der Subindizes, so sehen wir, dass Deutschland beim » Digitalen Zugang « mit 54,2 Punkten sowie bei der » Digitalen Offenheit « mit 53,9 Punkten die höchsten Werte erreicht. Im Bereich » Digitale Nutzung « zeigt sich mit 40,3 Punkten ein unterdurchschnittlicher Wert.

Die Voraussetzungen sind in den einzelnen Bundesländern und Regionen nicht einheitlich. Wir hoffen, dass der D21 – Digital – Index einzelnen Bundesländern genauso wie Gesamtdeutschland hilft, konkrete Maßnahmen zur Förderung der digitalen Gesellschaft zu entwickeln. Als Initiative D21 stehen wir als Plattform für einen Gedankenaustausch von Best – Practice – Beispielen und kreativen Lösungsvorschlägen gerne zur Verfügung. Wir hoffen auf eine rege Diskussion rund um den D21 – Digital – Index und freuen uns schon auf die nächste Runde – mit Ihrer Unterstützung und Ihren Ideen!

 

Hannes Schwaderer

Präsident der Initiative D21
Geschäftsführer Intel GmbH

 

Robert A. Wieland

Vizepräsident der Initiative D21
Geschäftsführer TNS Infratest GmbH

Robert A. Wieland

Robert A. Wieland ist Vizepräsident der Initiative D21 und Geschäftsführer und Mitglied des Executive Committees der TNS Infratest GmbH. Als Vizepräsident und Vorstandsmitglied der Initiative D21 ist er zuständig für Projekte zur Förderung der Digitalen Gesellschaft und zur Messung der Internetnutzung und -verbreitung mittels des D21-Digital-Index.

Hannes Schwaderer 

Hannes Schwaderer ist Präsident und Vorstandsmitglied der Initiative D21 sowie Geschäftsführer der Intel GmbH.

 

 

 

 

TNS Infratest GmbH

TNS Infratest ist das deutsche Mitglied der TNS-Gruppe (Taylor Nelson Sofres, London) und gehört damit zu einem der führenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen der Welt. TNS, das mit Research International im Februar 2009 fusionierte, ist seit Oktober 2008 Teil der Kantar-Group, dem weltweit größten Netzwerk in den Bereichen Research, Insight und Consultancy. Für Auftraggeber aus Automobil und Verkehr, Pharmamarkt, IT-/(Tele-) Kommunikation und Neue Medien, Finanzforschung, Konsumgüter, sowie der Medien-, Politik- und Sozialforschung liefert TNS Infratest „fact based consulting” und damit den innovativen Management Support für Wissensvorsprung und Entscheidungssicherheit.

Initiative D21

Die Initiative D21 – ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin – ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Digitale Gesellschaft. Annähernd 200 Mitgliedsunternehmen und -organisationen aller Branchen sowie politische Partner von Bund und Ländern bringen gemeinsam in diesem Netzwerk praxisnahe Non-Profit-Projekte voran. Alle Maßnahmen der Initiative D21 haben einen engen Bezug zu Informations- und Kommunikationstechnologien, einer entscheidenden Basis für die Zukunft Deutschlands. Die Initiative D21 wurde 1999 mit der Aufgabe gegründet, die Digitale Spaltung in Deutschland zu verhindern. Sie finanziert sich vor allem durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

 

 

 

 

 

Vorwort von Dr. Philipp Rösler
Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

Internetbasierte Anwendungen und vernetzte Produkte werden immer stärker zum Innovationsmotor für Wirtschaft und Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen mit den neuen Technologien umgehen können und die digitale Gesellschaft aktiv mitgestalten.

Der neue D21 – Digital – Index und die vorliegende Studie machen deutlich, wie weit wir auf diesem Weg inzwischen schon vorangekommen sind. Sie setzen die bewährten Zeitreihen des (N)ONLINER Atlas und der Studie » Digitale Gesellschaft « mit ihren wichtigsten Daten fort und sorgen so für die nötige Kontinuität. Mit neuen Inhalten und einer erheblich erweiterten Befragung geht die hier vorgestellte Studie zugleich deutlich über den bisherigen Rahmen hinaus und erlaubt damit ein noch umfassenderes Bild. Dazu gehört neben der erstmaligen direkten Beteiligung der Bundesländer auch ein genauerer Blick auf die Unternehmenspraxis.

Insgesamt nutzen heute bereits 76,5 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre das Internet. Das ist ein gutes Ergebnis. Deutliche Zuwächse gab es insbesondere auch bei Bevölkerungsgruppen mit bislang weit unterdurchschnittlicher Internet- und Breitbandnutzung. Auch ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger holen sichtbar auf: Die 60 – bis 69 – Jährigen verzeichnen in diesem Jahr den größten Zuwachs bei den Onlinern.

Deutschland ist also auf einem guten Weg in die digitale Gesellschaft. Auch in Zukunft kommt es darauf an, dass wir alle Potenziale erschließen. Mit dem Innovationskonzept » Lust auf Technik « und dem Aktionsprogramm » Digitale Wirtschaft « haben wir im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie deshalb erst kürzlich zwei neue Initiativen gestartet, um die Chancen des digitalen Zeitalters noch besser zu nutzen.

Die vorliegende Studie leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Sie schärft den Blick dafür, wie wir die Chancen von Internet und Breitband in Deutschland voll ausschöpfen können.

 

Dr. Philipp Rösler

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

Zentrales Anliegen der Politik des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) ist es, das Fundament für wirtschaftlichen Wohlstand in Deutschland mit breiter Teilhabe aller Bürger sowie für ein modernes System der Wirtschaftsbeziehungen zu legen.

 

 

Bayern macht mobil!

Unsere digitale Gesellschaft, die Wirtschaft und auch die Verwaltung sind von Informations- und Kommunikationstechnologien durchzogen und zunehmend von diesen abhängig. Moderne IT – Systeme, die fortschreitende Digitalisierung und das mobile Internet sind entscheidende Faktoren der gesellschaftlichen Entwicklung und bringen Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen infast allen Branchen. Die Geschwindigkeit mit der diese Entwicklungen voranschreiten, ist dabei beeindruckend.

Im Freistaat Bayern werden E – Government – Angebote für unsere Bürger mit dem Ziel konzipiert, ihnen das Leben zu erleichtern. Zudem werden unsere Verwaltungsprozesse durch die IT – Unterstützung effizienter. Auch im Social – Media – Bereich sind wir in der Landesregierung aktiv. Wir fühlen uns den Anforderungen der digitalen Verwaltung gewachsen und fördern diese auch weiterhin.

Aber wie sieht es bei den Bürgerinnen und Bürgern aus? Finden sich diese im digitalen Leben gut zurecht? Wen erreichen wir mit unseren Aktivitäten? Wie können wir unsere Bürger ansprechen? Diese Fragen zeigen, dass der Bedarf an fundierten Fakten so hoch wie nie zuvor ist – empirisch belegte Kennzahlen helfen uns, an den richtigen Stellschrauben zu drehen.

Der D21 – Digital – Index gewährt uns erstmals Einblick in den Digitalisierungsgrad Deutschlands und Bayerns. Zusätzlich können wir durch die Analyse der Subindizes Ansatzpunkte für konkrete Schwerpunktsetzungen finden, z.B. im Hinblick auf spezifische Fördermaßnahmen. Mit 51,2 Punkten liegt Bayern genau auf dem Bundesniveau. Besonders erfreulich ist dabei, dass unsere Bürgerinnen und Bürger im Vergleich zum Bundesdurchschnitt häufiger mobil im Internet unterwegs sind. Allerdings, und so zeigen es auch die Daten, haben wir noch ein gutes Stück der Wegstrecke ins „Digitale Bayern“ vor uns.

Mit einem Index von 50,2 Punkten bei der » Digitalen Kompetenz « liegt Bayern gleichauf mit Deutschland (50,3 Punkte). Das Wissen der Bürgerinnen und Bürger in Bayern in Bezug auf digitale Themen und ihre Medienkompetenz bewegen sich also auf einem mittleren Niveau. Ebenfalls im Bundesdurchschnitt liegen wir mit der » Digitalen Nutzung « (40,0 Punkte). Was mich sehr freut ist, dass wir in Bayern der digitalen Welt auch sehr offen gegenüberstehen (53,2 Punkte).

D.h. aber nicht, dass wir uns mit diesem Ergebnis zufrieden geben. Die Typen der Digitalen Gesellschaft zeigen, dass wir uns insbesondere um die Förderung der » Außenstehenden Skeptiker « und » Häuslichen Gelegenheitsnutzer « kümmern müssen und werden, damit auch diese an den Chancen und Möglichkeiten der digitalen Welt teilhaben können. Unsere Aktivitäten bzw. zielgruppenspezifischen Maßnahmen wie z.B. das Projekt » Digitales Bildungsnetz Bayern « oder das Breitbandförderprogramm sollen in den nächsten Jahren wesentliche Entwicklungsschübe geben, um die digitale Souveränität und die Zugangsvoraussetzungen unserer Bürger weiter zu optimieren. Dies halte ich für eines der vordringlichsten politischen Zielsetzungen, um unsere Gesellschaft fit im Umgang mit digitalen Medien zu machen und so weiter eine innovative Triebfeder für den Wirtschaftsstandort Bayern zu gewährleisten. Ich wünsche Ihnen nun eine angenehme Lektüre mit vielen interessanten Erkenntnissen.

Ich möchte der Initiative D21 und ihren Partnern zu diesem äußerst gelungenem Standardwerk danken und gratulieren. Ich freue mich, diese einmalige Kooperation auch in Zukunft weiter zu unterstützen, um immer wieder neue Impulse für die Zukunft zu generieren.

Franz Josef Pschierer

Beaufragter für Informations- und Kommunikationstechnik der Bayerischen Staatsregierung

Der IT-Beaufragte der Bayerischen Staatsregierung

Finanzsstaatssekretär Franz Josef Pschierer verfügt in seiner Funktion als IT-Beauftragter der Staatsregierung (CIO Bayern) über umfassende Befugnisse zur ressortübergreifenden strategischen Steuerung und Koordinierung des IT-Einsatzes in der Staatsverwaltung. Als wesentliche Ziele sollen bestehende Abläufe optimiert, Synergieeffekte genutzt und die Online-Angebote für Bürger und Unternehmen in Bayern ausgebaut werden.

 

 

 

 

 

 

Unsere Initiative zur Internetnutzung zeigt Erfolg

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung gilt das Saarland als Sorgenkind bei der Internetnutzung: Die ländliche Prägung, die Abwanderung junger Akademiker und die älter werdende Bevölkerung sind keine guten Voraussetzungen, um mit den Internet-Nutzerzahlen anderer Bundesländer mithalten zu können.

Daher freue ich mich besonders, dass im Saarland – im Gegensatz zum bundesweiten Trend – mit einem deutlichen Plus von 2,9 Prozent ein überdurchschnittliches Wachstum an Internetnutzern zu verzeichnen ist. Während die Zuwachsraten in Deutschland stagnieren, münden unter anderem die Bemühungen der saarländischen Internet-Kampagne „Onlinerland Saar“* in einen deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen. Auch der technische Ausbau schreitet überproportional deutlich voran, mit einem Plus von 3,5 Prozent bei der Breitbandnutzung. Zum Vergleich:  Bundesweit liegt der Zuwachs an Breitbandnutzern nur bei 1,2 Prozent.

Unter den Nutzertypen ist mit 35 Prozent besonders häufig der „Außenstehende Skeptiker“ im Saarland vertreten – vor dem Hintergrund der demografischen Situation kein unerwartetes Ergebnis. Diese Nutzergruppe zeichnet sich dadurch aus, dass lediglich 20,6 Prozent von ihnen Erfahrung mit dem Internet haben und sie der digitalen Welt grundsätzlich skeptisch und vorsichtig gegenüber stehen. Allerdings liegt das Saarland auch bei den „Reflektierten Profis“ mit über 20 Prozent signifikant über dem Bundesdurchschnitt. Dieser Nutzertyp setzt sich proaktiv und kritisch mit dem Internet auseinander und kauft gern online ein, wobei er bevorzugt sein Notebook benutzt.

Saarlandweit wie bundesweit nach wie vor bedeutsam ist die Ansprache der Personen, die das Internet (noch) nicht nutzen. Um insbesondere Frauen, Ältere und Menschen in kleineren Orten gezielt ansprechen zu können, begrüße ich die Erweiterung der Studie D21-Digital-Index um die Gründe der Nichtnutzung sehr. Zuversichtlich stimmt mich das Ergebnis, dass die Menschen im Saarland der digitalen Welt sehr aufgeschlossen gegenüberstehen.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass noch mehr Saarländerinnen und Saarländer das Internet für sich entdecken. Zahlreiche Initiativen, unter ihnen „Onlinerland Saar“, arbeiten engagiert darauf hin, die eher zurückhaltenden Internetnutzer gezielt anzusprechen, ihnen die entsprechende Medienkompetenz zu vermitteln und ihr Internetwissen kompetent zu erweitern.

 

Dr. Gerd Bauer

Vorsitzender des MedienNetzwerk SaarLorLux e.V.
Direktor der Landesmedienanstalt Saarland

 

Dr. Gerd Bauer

Der studierte Politikwissenschaftler wurde 2001 zum Direktor der Landesmedienanstalt Saarland gewählt. Er ist nebenamtlich Vorsitzender des MedienNetzwerk SaarLorLux sowie Geschäftsführer der Saarland Medien GmbH und der Saarland Film GmbH. Vor der Wahl zum Direktor der LMS war er u.a. viele Jahre in der Staatskanzlei des Saarlandes sowie für die CDU als Mitglied des Saarländischen Landtages tätig.

 

 

Initiative “Onlinerland Saar”

„Onlinerland Saar“ ist die größte saarländische Internetqualifizierungsinitiative. Seit der Gründung 2005 verfolgt sie das Ziel, Saarländerinnen und Saarländern den Einstieg ins Internet zu erleichtern und bestehende Kenntnisse zu vertiefen. Dies erreicht sie v.a. durch saarlandweit angebotene Kurse, wie „Kaffee-Kuchen-Internet“ und „Einkaufen im Internet“, sowie durch regelmäßige Veröffentlichung eines umfangreichen Terminkalenders, der die eigenen Kurse ebenso listet wie die Angebote anderer saarländischer Weiterbildungsinstitutionen. Die Kampagne wird durch das MedienNetzwerk SaarLorLux e.V. und die Landesmedienanstalt Saarland getragen und finanziell von der saarländischen Landesregierung und der Europäischen Union unterstützt. „Onlinerland Saar“ ist vielfach ausgezeichnet: 2007 1. Platz beim Wettbewerb „Erster Saarländischer Weiterbildungspreis“, 2009 1. Platz in der Kategorie Seniorinnen und Senioren bei „Wege ins Netz“, Wettbewerb des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie.

 

*„Onlinerland Saar“, ein Projekt vom MedienNetzwerk SaarLorLux e.V. und der Landesmedienanstalt Saarland, gefördert durch die saarländische Landesregierung und die Europäische Union, führt bei der Internetnutzung benachteiligte Personengruppen in zielgruppengerechten kostenlosen Kursen an das Internet heran.

 

Die letzte Hürde nehmen

16,5 Mio. Bundesbürger nutzen das Internet nicht. Es scheint, dass diese Gruppe nach einem Nutzerwachstum von weniger als einem Prozent pro Jahr nicht mehr wesentlich kleiner wird. Diese Bundesbürger sind unerreichbar für die politische Meinungsbildung, behördliche Prozesse, Produktangebote – sofern diese im Internet stattfinden. Solange es weiterhin möglich ist, den Anwohnerparkausweis persönlich am Schalter zu bestellen oder solange die Bank das ausgefüllte Überweisungsformular in der Papierform entgegennimmt, wird ein Großteil der Offliner ohne weitere Maßnahmen auch offline bleiben. 44,1 Prozent dieser Gruppe sieht noch heute grundsätzlich keinen Nutzen oder Vorteil im Internet. Die verbleibende Gruppe der Offliner sieht zwar einen Nutzen – aber nutzt das Internet nicht selbst. 64,2 Prozent der Offliner und Nutzungsplaner geben an, dass Kinder, Freunde oder Bekannte Dinge für sie im Internet erledigen. Die Gründe offline zu bleiben sind damit vielfältig. Etwa 51,2 Prozent sehen das Internet als ein Angebot, mit der sie sich altersbedingt nicht mehr auseinandersetzen wollen. 67,5 Prozent der Nutzungsplaner hindern vor allem Datenschutzbedenken und 59,1 Prozent Sicherheitsbedenken daran, online zu gehen. Diese Gruppe der Nutzungsplaner holt sich mit 90,3 Prozent fast vollständig Unterstützung bei der Internetnutzung und erkennt daher das Angebot im Netz als vorteilhaft an. Es gibt aber auch 28,6 Prozent der Nichtnutzer, die bewusst wieder Offline gegangen sind.

Insgesamt legen die Ergebnisse zunächst nahe, es könnte immer einen Sockel von Nichtnutzern geben. Man könnte damit zum Schluss kommen, es dabei auch zu belassen, würde diese offline Minderheit nicht zunehmend zum Kostenfaktor mit Produktivitätsnachteilen für unsere Volkswirtschaft. Wenn zum Beispiel der Beamte beim Ordnungsamt den Antrag für den Parkausweis vom eingereichten Formular für eine Minderheit der Antragsteller abtippen muss, wird das Problem erst deutlich. Das mit gleichzeitiger Schuldenrückführung dynamisch wachsende Estland zum Beispiel – dem deutschen Online-Bürger als Gründungsheimat von Skype bekannt – korreliert mit einer Onlinerquote seiner Bevölkerung bei nahezu 100 Prozent und macht das Produktivitäts- und Innovationspotential einer digitalen Gesellschaft sehr deutlich. Mit Blick auf die Neuverschuldungsproblematik unserer öffentlichen Hand aber, gilt es alle Produktivitätspotentiale auch voll auszuschöpfen.

Politische Mehrheiten lassen sich mit Angstthemen, wie etwa im Datenschutz, leicht schaffen. Nutzen für Deutschland stiftet aber vor allem der besonnene Umgang mit den kritischen Fragen zur Internetnutzung. Dies begleitet durch Kampagnen für eine qualifizierte Aufklärung, wie es sich eben die Initiative D21 zum Ziel gesetzt hat. Die genannten Gründe für eine Nichtnutzung des Internet jedenfalls zeigen auf, dass die verbleibende Minderheit der Offliner in Deutschland schnell und deutlich abgebaut werden kann.

 

Dr. Ulrich Hermann
Vorsitzender der Geschäftsführung Wolters Kluwer Deutschland GmbH

 

Dr. Ulrich Hermann

Dr. Ulrich Hermann ist seit 2005 Vorsitzender der Geschäftsführung Wolters Kluwer Germany Holding GmbH und Wolters Kluwer Deutschland GmbH. Seit 2009 ist er zudem Mitglied des Management Boards der an der Börse in Amsterdam notierten Wolters Kluwer n.v.. Seit 2010 ist Hermann als Leiter der europäischen Region „Legal & Regulatory Central“ auch für das Osteuropageschäft bei Wolters Kluwer n.v. verantwortlich.

 

Wolters Kluwer Deutschland GmbH

Die Wolters Kluwer Deutschland GmbH ist ein Wissens- und Informationsdienstleister mit Kernkompetenzen in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern. Für den professionellen Anwender bietet Wolters Kluwer Deutschland fundierte Fachinformationen in Form von Literatur, Software und Services. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Köln beschäftigt an über 20 Standorten rund 1.200 Mitarbeiter und agiert seit über 25 Jahren auf dem deutschen Markt. Wolters Kluwer Deutschland ist Teil des führenden internationalen Informationsdienstleisters Wolters Kluwer n.v. mit Sitz in Alphen aan den Rijn (NL). Die Kernmärkte des Unternehmens sind Recht, Wirtschaft, Steuern, Rechnungswesen, Unternehmens- und Finanzdienstleistungen und Gesundheitswesen; Zielgruppe sind professionelle Anwender. Die Aktien sind an der Euronext Amsterdam (WKL) gelistet, außerdem in der AEX und im Euronext 100 Index. Wolters Kluwer hat einen Jahresumsatz (2012) von 3,6 Milliarden Euro, beschäftigt weltweit rund 19.000 Mitarbeiter und ist in über 40 Ländern in Europa, Nordamerika, im Raum Asien/Pazifik und Lateinamerika vertreten.

Mit freundlicher Unterstützung von: