eGovernment MONITOR 2013

Hintergrund

eGovernment MONITOR 2013

Der eGovernment MONITOR 2013 ist eine Studie der Initiative D21 und ipima, durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch zahlreiche Partner aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Im vierten Jahr ihres Erscheinens hat sie sich zu einem stabilen Instrument entwickelt, um die Nutzung und Akzeptanz von E-Government, Mobile Government und Open Government im internationalen Vergleich zu beobachten. So liefert jährlich ein umfassendes Bild über die aktuelle Situation in Deutschland, Österreich, Schweiz, USA, Großbritannien und Schweden. Auf Basis der Ergebnisse des eGovernment MONITORs können gezielt Maßnahmen für die Weiterentwicklung von elektronischen Bürgerdiensten abgeleitet und in ihrer Wirksamkeit überprüft werden. Die Methodik und der Themenkatalog der Umfrage wurden im Vergleich zum Vorjahr nur in wenigen Details angepasst bzw. ausdifferenziert.

eGovernment MONITOR 2013 (PDF, 1.5 MB)

Presseinformation

  • Negativer 3-Jahres Trend bei der Zufriedenheit mit dem E-Government-Angeboten
  • Nutzung von E-Government-Angeboten geht zurück
  • Angst vor Datendiebstahl steigt in allen Befragungsländern
  • Erwartungen und Ansprüche der Bürger an Online-Services der Verwaltung steigen

vollständige Presseinformation (28.11.2013, PDF)

Pressekontakt

Catarina Specht, Initiative D21
catarina.specht(at)initiatived21.de
+49 30 5268722-55

Weitere Downloads

Ergebnispräsentation der Pressekonferenz (PDF, 1.1 MB)

Management Summary (PDF, 1 MB)

Ein gedrucktes Exemplar des eGovernment MONITORS 2013 kann gegen Zusendung eines frankierten Rückumschlages (DIN A4, 1,45 Euro) an die Initiative D21 kostenfrei bestellt werden.

weitere Ansprechpartner

Projektsteckbrief

Projektwebsite

Projektstart

2010

Herausgeber

Initiative D21 e.V., ipima

Ansprechpartner

Lena-Sophie Müller, Initiative D21
lena-sophie.mueller(at)initiatived21.de

Dr. Petra Wolf, ipima
petra.wolf(at)ipima.de

Projektpartner

Die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, die Ernst & Young GmbH Wirtschafts-prüfungsgesellschaft, die IDG Business Media GmbH, die Rechenzentrum Region Stuttgart GmbH (RZRS), BearingPoint Deutschland, das Bundeskanzleramt Österreich, die Innovationsstiftung Bayerische Kommune, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, fortiss – An-Institut Technische Universität München, die Technische Universität München – Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, die Initiative D21 und die TNS Infratest GmbH.

In Deutschland nutzen 2013 lediglich 36 Prozent der Onliner ab 18 Jahren E-Government-Dienste. Das sind gegenüber dem Vorjahr 2012 neun Prozentpunkte weniger. Nur 17 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer sind aktuell „äußerst zufrieden“ mit dem Online-Angebot ihrer Stadt – ein deutlicher Rückgang um 15 Prozentpunkte. Eine Ausnahme bildet die elektronische Steuererklärung (ELSTER): Sie erfährt im Gegensatz zum allgemeinen Trend ein leichtes Plus von zwei Prozentpunkten auf 35 Prozent. Der eGovernment MONITOR 2013 zeigt für Deutschland verglichen mit den Vorjahren einen weiteren Trendbruch: Mit einem Plus von 38 Prozentpunkten in der Schweiz und 59 Prozentpunkten in Großbritannien ist die Angst vor Datendiebstahl als Hemmnis in allen befragten Ländern deutlich gestiegen.
In Deutschland befürchten aktuell 61 Prozent der Befragten den Diebstahl ihrer Daten – ein Plus von 57 Prozentpunkten. Mangelnde Sicherheit bei der Datenübertragung ängstigt mehr als die Hälfte aller in den sechs Ländern befragten Onliner, in Deutschland sind es sogar 67 Prozent. Nutzerinnen und Nutzer von E-Government-Services legen länderübergreifend großen Wert auf zuverlässige Systeme, Schutz und Sicherheit ihrer Daten, einfach zu bedienende Online-Plattformen sowie ein vollständiges Informationsangebot. Mobile Government konnte sich in keinem der befragten Länder bislang durchsetzen. Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer ist mit je 21 Prozent in der Schweiz und in Schweden am höchsten, Schlusslichter sind Deutschland und die USA mit jeweils fünf Prozent.

Methodensteckbrief des eGovernment MONITOR 2013

Grundgesamtheit: Personen in Privathaushalten in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Großbritannien und Nordirland, Schweden und den USA im Alter ab 18 Jahren, die das Internet privat nutzen.

Auswahl: Onlinepanel; Daten gewichtet nach zentralen Merkmalen (Geschlecht, Alter und formale Bildung).

Erhebung: Durchführung als Online-befragung, computergestütztes Webinterview (CAWI), KW 32 bis KW 34 2013.

Auswahl Interviews: Durchführung von jeweils 1.000 Interviews in Deutschland und der Schweiz, 1.001 Interviews in Österreich, 1.007 Interviews in den USA, 1.010 Interviews in Großbritannien und Nordirland sowie 1.023 Interviews in Schweden.

Repräsentative Erhebung: Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragbar.

Nutzertypen

 

E-Government Nutzertypen

Für die Unterscheidung von E-Government Nutzertypen wurden die befragten Internetnutzer nach ihrem Interesse an E-Government sowie nach ihrer Einstellung zum Medium Internet kategorisiert. Dabei konnten fünf Nutzertypen mittels statistischer Verfahren unterschieden werden: Mobile Government-Pragmatiker (18 Prozent), E-Government-Pragmatiker (17 Prozent), E-Government-Skeptiker (15 Prozent), E-Government-Unkundige (30 Prozent) und E-Government-Desinteressierte (20 Prozent). Entlang dieser Reihung nimmt das Interesse an bzw. die Erfahrung mit Online-Medien im Allgemeinen und Online-Angeboten der Verwaltung im Besonderen ab. Es zeigt sich, dass Risikobewusstsein und kritische Beurteilung gemeinsam mit Erfahrung im Umgang mit E-Government zunehmen.
Ausgangspunkt für die Gliederung der Nutzertypen ist das Interesse und die Erfahrung mit dem Medium Internet sowie das Interesse und die Erfahrung mit elektronischen Bürgerdiensten.

  • Für die “Pragmatiker” sind Risiken und Schwächen bei Online-Angeboten der Verwaltung durchaus ein großes Thema. Der wahrgenommene Nutzen überwiegt diese Bedenken allerdings häufig. Auch wenn das Interesse augenblicklich höher ist als die tatsächliche Nutzung. Mobile Pragmatiker zeichnen sich durch die höchste Online- und Mobile-Affinität aus.
  • Unkundige interessierten sich für E-Government, haben aber entsprechende Angebote bislang nicht bewusst genutzt. Sie können als Potenzial für zukünftige Nutzung gesehen werden.
  • Skeptiker hingegen haben bereits aus ihrer Sicht nachteilige Erfahrungen gesammelt und stehen E-Government sehr kritisch gegenüber. Aus ihrer Sicht überwiegen die Risiken den Nutzen.
  • Desinteressierte haben weder am Internet noch an E-Government großes Interesse. Sie werden schwierig für elektronische Angebote zu überzeugen sein.

E-Partizipation Nutzertypen

Um die digitale Kommunikation zwischen Bürgern und Staat effizient und effektiv gestalten zu können, muss man die zukünftigen Nutzer und ihre Interessen identifizieren und verstehen. Unterschiedliche Nutzertypen haben verschiedene Ansprüche und es bedarf einer differenzierten Ansprache, um diese Nutzertypen mithilfe digitaler Angebote erreichen zu können. Auf der Basis von persönlichen Interessen und Internet-Gewohnheiten konnte eine Typologie mit vier zentralen Nutzergruppen von E-Partizipationsangeboten entwickelt werden. Die Charakterisierung der Nutzer sowie die typenspezifischen Interessen geben Aufschlüsse für die Gestaltung von digitalen Angeboten sowie für die Abschätzung der Zielgruppen, die damit erreicht werden können.
Die Gliederung der Nutzertypen orientiert sich am Interesse und Engagement für das Medium Internet sowie für politische Themen und Entscheidungen. Ausgehend von Unbeteiligten über Interessierte und Beobachter bis hin zu Engagiertem nehmen diese Merkmale im Wesentlichen in ihrer Bedeutung für die Charakterisierung der Nutzertypen zu. Eine Ausnahme bildet das Merkmal Internetnutzung und Interesse an dem Medium. Während Interessierte hier noch sehr zurückhaltend im Umgang mit dem Internet sind, können Unbeteiligte als erfahrene Internetnutzer beschrieben werden.

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