Girls’Day Auftaktveranstaltung

Der Auftakt zum Mädchen-Zukunftstag im Bundeskanzleramt
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Der Girls’Day ist das größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit dem Start der Aktion im Jahr 2001 haben bereits über 1,5 Millionen Mädchen am Zukunftstag teilgenommen. Und das Angebot an Veranstaltungen und Aktionen wächst mit jedem Jahr. Seit über zehn Jahren eröffnet Bundeskanzlerin Angela Merkel – selbst Diplom-Physikerin und promovierte Naturwissenschaftlerin – einen Tag vor dem eigentlichen Girls’Day gemeinsam mit der Initiative D21 den Aktionstag, begrüßt die Mädchen und erkundet gemeinsam mit ihnen den D21-Technik-Parcours. Auch in diesem Jahr lädt Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Initiative D21 wieder einen Tag vor dem offiziellen Girls’Day – also am 27. April 2016 – zur Auftaktveranstaltung ins Bundeskanzleramt ein. Die D21, langjährige Girls’Day-Aktionspartnerin, und ihre Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie die Bundespolizei ermöglichen 24 Berliner Schülerinnen bei diesem vielseitigen Technik-Parcours an den verschiedenen Stationen MINT-Berufe von ihrer praktischen Seite kennenzulernen.

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StS Steffen Seibert 2014
Steffen Seibert ist Sprecher der Bundesregierung und Chef des Bundespresseamtes (BPA).
Zum Girls’Day Auftakt im Bundeskanzleramt sagt er:

Der Bundeskanzlerin ist es ein persönliches Anliegen, gerade jungen Frauen die Perspektiven im naturwissenschaftlich-technischen Bereich näher zu bringen.”

Christin Eisenschmid ist Vice President und General Manager bei Intel Deutschland GmbH. Sich für Frauen in MINT-Berufen stark zu machen, findet sie relevant, denn:

Eine Unternehmenskultur ist dann modern und zukunftsfähig, wenn sie gesellschaftliche Vielfalt wert zu schätzen weiß. Intel engagiert sich im Rahmen der Diversity and Inclusion-Initiative, die darauf abzielt, Perspektiven aufzuzeigen, Chancen zu bieten und Freiräume zu schaffen, in denen sich alle bestmöglich entfalten können. Daher öffnen wir am Girls‘Day an verschiedenen Standorten unsere Türen. Damit leisten wir einen Beitrag zur verstärkten Berufsorientierung von jungen Frauen hin zu technischen Ausbildungen und Studiengängen.”

Rosina Geiger ist am Hasso-Plattner-Institut zuständig für die Förderung von Studentinnen im IT-Bereich.
Gerade in der Informatik sieht sie für Frauen ausgezeichnete berufliche Möglichkeiten:

Mehr Frauen in MINT-Fächern hat für mich vor allem etwas mit Teilhabe zu tun. Die IT-Branche gewinnt immer mehr an wirtschaftlicher, aber auch politischer Bedeutung. Mit einer Ausbildung als Informatikerin haben Frauen die Möglichkeit, Digitalisierung aktiv und kreativ mitzugestalten. Ihre Perspektive bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen ist außerdem dringend notwendig und sehr gefragt.“

Sabine Schattke leitet die Berliner Repräsentanz des VDE.
Über den Girls’Day sagt sie:

Der VDE setzt sich mit verschiedenen Aktionen für den Ingenieurnachwuchs ein. Der Girls’Day ist uns besonders wichtig, weil wir noch mehr Mädchen für technische Berufe begeistern wollen.”

Brigitte Kamm ist Abteilungsleiterin für Kunden- und Beschaffungsmanagement im DVZ.
Sie betont die Zukunftsperspektiven junger Frauen:

Die IT-Welt bringt viele spannende Einsatz- und Karrieremöglichkeiten mit sich. Allein die Geschwindigkeit, in der sich die Branche weiterentwickelt, sorgt für eine dynamische persönliche Entwicklung. Auf der Stelle treten und Langeweile haben praktisch keine Chance. Seit vielen Jahren macht sich das DVZ dafür stark, junge Frauen für IT-Berufe zu begeistern und bringt es immerhin schon auf eine Quote von fast 40 Prozent Frauenanteil im Unternehmen.

Kathrin Buvac ist Chief Strategy Officer bei Nokia.
Sie findet es wichtig, dass sich auch Unternehmen verstärkt um die Gewinnung weiblichen Nachwuchses bemühen:

Wir brauchen mehr Frauen in MINT-Berufen. Das Interesse dafür muss möglichst frühzeitig geweckt werden. Deshalb unterstützt Nokia eine Reihe von Initiativen, darunter bereits seit 9 Jahren den Girls‘Day, und bringt Schülerinnen an mehreren Standorten das Arbeiten in der männlich dominierten IKT-Branche näher.”

2016

Jedes Jahr können sich alle Mitgliedsunternehmen der Initiative D21 mit Projektideen für den D21-Technik-Parcours bewerben. Dieses Jahr haben sich DVZ, HPI, Intel, King, Nokia, Techniker Krankenkasse sowie VDE qualifiziert und richteten gemeinsam mit der Bundespolizei am 27. April den Technik-Parcours aus. Die 24 Schülerinnen besuchten im Rotationsprinzip jede Station für 20 Minuten.

alle Fotos der Auftaktveranstaltung 2016

Folgende Stationen gab es in diesem Jahr beim D21-Technik-Parcours:

Datenverarbeitungszentrum

Beim Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern springen die Schülerinnen in die Rolle einer Prozessmanagerin und tauchen in die Welt des 3D-Drucks ein. Immer mit dem Blick auf Effektivität und Effizienz und vor allem unter Nutzung modernster Technik kreieren die Mädchen zunächst den Prozess zur Erstellung eines 3D-Objektes. Erst, wenn der Prozess stimmt, soll die IT-Lösung ansetzen. Sind die Mädchen hierbei erfolgreich, startet der 3D-Drucker, dank der Automatisierungsanwendung, die Produktion und die Schülerinnen nehmen am Ende des Tages ihr selbst gestaltetes Objekt direkt aus dem Drucker mit nach Hause.

Hasso-Plattner-Institut

Beim HPI soll den Schülerinnen der Beruf des IT-Sicherheitsingenieurs als möglicher Karriereweg gezeigt werden. Sie erleben dabei, dass in einer zunehmend digitalen Welt Experten, die sich um digitale Sicherheit kümmern, enorm wichtig sind. Dazu versetzen sie sich in die Rolle von „Cops“. Auf einem infiltrierten Rechner sehen die Schülerinnen wie durch Schadsoftware ein Computer ferngesteuert wird und Bilder von der Webcam abgegriffen werden. Die Cops nehmen nach der Demonstration des Angriffs, unter Anleitung Gegenmaßnahmen vor, die auch jedes der Mädchen bei sich zu Hause proaktiv umsetzen kann.

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Intel

Eine intelligente Jacke soll die Mädchen auf kreative Weise an das Thema „Wearables“ heran führen. Durch die zahlreichen Funktionen der Jacke werden verschiedene Arten von Sensoren spielerisch präsentiert. Die Jacke kann mit einem Smartphone verbunden werden und über eine App können die Mädchen mit ihr kommunizieren. Zudem wird den Schülerinnen anhand eines 3-D Säulenmodells ein komplettes mechatronisches System vorgestellt. Durch seine transparente Gestalt kann das gesamte Innenleben, d.h. technische Details wie die Mikrocontroller, die sich bewegenden Kleinmotoren, die Gelenke und Kinematiken sowie die RGB-Beleuchtung vollständig von den Schülerinnen erfahren werden.
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King

Zusammen mit Game Designer/innen lernen die Schülerinnen bei King ein Level zu programmieren und zu analysieren. Das Level wird individuell in einem „Editor“ entwickelt und gestaltet. In 15 Minuten sollen die Mädchen entdecken, wie viel Spaß Wissenschaft machen kann. Zudem bekommen die Mädchen anhand von Profilen diverser King Mitarbeiter und dessen Karrieren Einblick in MINT Berufe bei King. Zusätzlich zu den Klassikern wie Game Designer, Programmierer und Game Artist, werden auch Spiel Balancer, Data Scientist und Scrum Master vorgestellt.

Nokia

In den Rollen einer Mitarbeiterin im technischen Service, einer Security Managerin und einer Netzwerk Managerin werden die Schülerinnen den Einsatz von Augmented Reality und Virtual Reality im beruflichen Umfeld erleben. Von der Servicemitarbeiterin werden Störmeldungen direkt an der Hardware bearbeitet. Die intelligente AR-Brille hilft bei der Fehlersuche, erkennt Funktionsstörungen, spiegelt hilfreiche Dokumente direkt vor das Auge der Mitarbeiterin und ist mit der Netzwerk-Managerin via Datenverbindung und Videoanruf verbunden. Die Security-Managerin muss Angriffe auf das Netzwerk abwehren und die Sicherheit für Nutzer und Maschinen gewährleisten. Sie ist über eine intelligente VR-Brille ebenfalls mit der Netzwerk-Managerin verbunden.

Techniker Krankenkasse

Am Stand der TK erhalten die Schülerinnen Einblick in die Linderung von Tinnitus mithilfe einer Smartphone-App. Durch das Hören der um die Frequenz des individuellen Störtons im Ohr gefilterten Lieblingsmusik therapieren sich Patienten bequem zu Hause. Die Schülerinnen lernen die technischen Komponenten kennen und erfahren, wie Telematik und Medizintechnik den Menschen in Zeiten des „Internet der Dinge“ unterstützen. Sie werden mit digitalen Messgeräten die Höhe von Störtönen bestimmen, die Störfrequenz aus einem Lied filtern und werden einen ersten Eindruck gewinnen, wie chronisch an Tinnitus erkranke Patienten von Medizintechnik profitieren.
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Verband der Elektrotechnik

Der Stand des VDE steht unter dem Motto: „Selbermachen und ausprobieren“. Im Rahmen von E-LAB Live werden die Schülerinnen elektrische Teelichte löten und basteln, die sie mit ihrem flackernden Kerzenschein gefahrlos mit nach Hause nehmen können. Zudem wird die Erfolgsstory einer Schülerin im Chipdesign den Mädchen aufzeigen, was alles bereits in der Schule möglich ist. Eine Siegerin des SchülerInnen-Wettbewerb INVENT a CHIP wird den Schülerinnen ihr Projekt „The School Auxiliary System“, vorstellen. Dabei handelt es sich um einen schlauen Schulranzen, der die eingepackten Bücher mit dem Stundenplan abgleicht und auch vor zu hohem Gewicht warnt. Die Mädchen können hier selbst ausprobieren, was die Schülerin entwickelt hat.

Zum Girls’Day-Auftakt werden 24 Schülerinnen aus drei Berliner Schulen ins Bundeskanzleramt eingeladen. Entscheidend sind dabei die bisherigen Aktivitäten der Schulen im Rahmen des Girls’Day sowie die Beschäftigung mit der MINT-Thematik im Allgemeinen. Dieses Jahr wurden folgende Schulen ausgewählt:

  • Clay-Schule
  • Georg-von-Giesche-Schule
  • Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Mädchen haben im Schnitt die besseren Schulabschlüsse und Noten. Trotzdem wählt mehr als die Hälfte der Mädchen aus nur zehn verschiedenen Ausbildungsberufen im dualen System – kein einziger naturwissenschaftlich-technischer ist darunter. In Studiengängen, wie z.B. in Ingenieurswissenschaften oder Informatik, sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. Damit schöpfen sie ihre Berufsmöglichkeiten nicht voll aus; den Betrieben aber fehlt gerade in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifizierter Nachwuchs.

2001 fand der erste Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag in Deutschland statt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Initiative D21 starteten gemeinsam diese bundesweite Aktion. Von Beginn an wurde sie vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit koordiniert. Seither können Schülerinnen Einblick in Berufsfelder erhalten, die Mädchen im Prozess der Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. In erster Linie bieten technische Unternehmen und Abteilungen, sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen am Girls’Day Veranstaltungen für Mädchen an. Anhand von praktischen Beispielen erleben die Teilnehmerinnen so in Laboren, Büros und Werkstätten, wie interessant und spannend diese Arbeit sein kann.

Der Mädchen-Zukunftstag ist bei den Schülerinnen sehr beliebt. Die Evaluationsergebnisse belegen, dass der Girls’Day die Schülerinnen tatsächlich dazu motiviert, technische, informationstechnische, handwerkliche oder naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Die nachhaltige Wirkung des Girls’Day macht sich auch in den Unternehmen und Organisationen bemerkbar: Über 30 Prozent gaben an, dass sich nach dem Aktionstag ehemalige Girls’Day-Teilnehmerinnen um ein Praktikum oder eine Ausbildung bei ihnen beworben haben. 65 Prozent dieser Unternehmen haben ehemalige Teilnehmerinnen als Auszubildende und Praktikantinnen eingestellt.

Mit der Auftaktveranstaltung im Bundeskanzleramt jedes Jahr am Vortag des eigentlichen Girls’Days will die D21 dem Anliegen, Mädchen und Frauen stärker für MINT-Berufe zu begeistern, eine größere politische Aufmerksamkeit verschaffen und gleichzeitig das Engagement der vielen Teilnehmer anerkennen.

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2015

Auch im Jahr 2015 luden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Initiative D21 wieder einen Tag vor dem offiziellen Girls’Day zur Auftaktveranstaltung ins Bundeskanzleramt. Am 22. April waren die Aussteller des D21 Technik-Parcours: Deutsche Telekom, Ericsson, Fraunhofer, Intel, Microsoft, OTTO und Techniker Krankenkasse.

 Übersicht D21-Technik-Parcour 2015


Girls’Day 2015 – Auftakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, InnoVisionsTV


Girls’Day 2015: Angela Merkel testet TK-App, TKpresse

alle Fotos der Auftaktveranstaltung 2015


2014

Bereits zum zwölften Mal in Folge lud Bundeskanzlerin Angela Merkel gemeinsam mit der D21 am 26. März 2014 zur Auftaktveranstaltung des Girls’Day ins Kanzleramt. Aussteller auf dem D21 Technik-Parcours waren in diesem Jahr: capgemini, Datenverarbeitungszentrum MecklenburgVorpommern (DV-Z), Deutsche Telekom, Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie, Intel, Nokia Siemens Networks (NSN) und Techniker Krankenkasse.


Girls’Day 2014 – Auftakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin, InnoVisionsTV


Techniker Krankenkasse beim Girls’Day Auftakt im Bundeskanzleramt, TKpresse

alle Fotos der Auftaktveranstaltung 2014


2013

Am 24. April 2013 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Auftaktveranstaltung des Girls’Day ins Kanzleramt eingeladen. Aussteller auf dem D21 Technik-Parcours waren in diesem Jahr: CSC Solutions GmbH, Deutsche Telekom, digitalSTROM, Fraunhofer-Verbund IuK-Technologie, Intel, Nokia Siemens Networks (NSN) und Techniker Krankenkasse.


Girls’Day 2013 – Auftakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, InnoVisionsTV

alle Fotos der Auftaktveranstaltung 2013


Für einen weiterführenden Rückblick auf der Projektseite des Girls’Day hier klicken!

Es gelten die vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung ausgegebenen Akkreditierungsausweise beim Einlass zu Presseterminen im Bundeskanzleramt, Haupteingang (Wache) Willy-Brandt-Straße 1. Journalistinnen und Journalisten, die keine dieser Akkreditierungen besitzen, müssen sich mit Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort und Medium unter folgender Faxnummer oder E-Mail-Adresse anmelden:
Fax: 030-18-400-1947 oder 030-4000-1947
E-Mail: pressestelle@bk.bund.de
Personalausweis oder Reisepass ist in allen Fällen unbedingt erforderlich!
Sie haben eine tolle Projektidee, mit der Sie 2017 am D21-Technik-Parcours im Bundeskanzleramt teilnehmen möchten? Sie können uns gern jederzeit Ihre Ideen zukommen lassen, der offizielle Aufruf an unsere Mitglieder erfolgt vermutlich im November 2016. Sie haben Interesse an der Teilnahme am Girls’Day Auftakt, sind aber kein Mitglied? Kein Problem. Gerne können Sie sich auf http://www.initiatived21.de/ueber/mitgliedschaft/ oder direkt bei Jana Kausch, der Ansprechpartnerin für die Girls’Day Auftaktveranstaltung, über die Möglichkeiten erkundigen.

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Initiative D21 e.V.

Jana Kausch Referentin für Bildung und Medienkompetenz
Reinhardtstraße 38, 10117 Berlin
+49 30 5268722-57
jana.kausch[at]initiatived21.de

Bundesweite Koordinierungsstelle Projekt Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag

Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10, 33602 Bielefeld
+49 521 106-7378 (Fax -7377)
info[at]girls-day.de

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