Arbeitsgruppe Geoinformationswirtschaft

Die Arbeitsgruppe stellt sich vor
Geoinformationen sind längst – teilweise unmerklich – integraler Bestandteil unseres Alltags geworden. Ob zur Navigation, zur standortbezogenen Suche nach Dienstleistung jeglicher Art oder als Kommunikationsmittel in Form von internetbasierten Karten: kaum eine moderne Anwendung kommt heute noch ohne den Raumbezug der Informationen aus. Besonders spannend: Durch die Verschneidung unterschiedlichster Informationen über eben diesen gemeinsamen Raumbezug werden wieder erheblich Mehrwerte gewonnen. 

Die Arbeitsgruppe Geoinformationswirtschaft führt Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, um die Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Inwertsetzung von Geodaten zu verbessern. Dabei werden Geoinformationen längst losgelöst von reinen Spezialanwendungen aus den Bereichen Kataster und Vermessung oder Geo-Informationssystemen betrachtet: sie sind der digitale Rohstoff des 21sten Jahrhunderts.

 

 

Unser Fokus liegt dabei auf der Diskussion und Bewertung von gesellschaftlichen Auswirkungen, die mit einem stetigen, teils disruptiven technologischem Fortschritt verbunden sind. Wir bringen Akteure aus Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um über Datenschutzaspekte zu diskutieren, die einerseits das Recht auf informatorische Selbstbestimmung wahren jedoch andererseits neuartigen Geschäftsmodellen entgegenstehen. Wir diskutieren die Auswirkungen der Digitalisierung auf etablierte Verwaltungsstrukturen und beleuchten die Rolle des Staates vor dem Hintergrund globaler, technologischer und gesellschaftlicher Umwälzungen. Wir evaluieren neue, innovative Geschäftsmodelle, die unter Verwendung von Open Data, Geodaten und modernen Technologien den Standort Deutschland auf lokaler, regionaler oder nationaler Ebene stärken.

Unsere Arbeitsgruppe versteht sich als offener, interdisziplinärer deutschlandweiter Verbund aus Akteuren der Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Wir integrieren Interessensverbände regionaler und nationaler Herkunft ebenso wie Wirtschaftsakteure, die einen Mehrwert aus Geoinformationen, offenen Daten und innovativen Geschäftsmodellen erzielen. Unserer Arbeitsgruppe verfolgt dabei im Wesentlichen drei Ziele:

Vernetzen

Wir bieten eine Netzwerkplattform für die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zum Thema Geoinformation und Open Data. Unsere Mitglieder repräsentieren Verwaltungen von der Kommune bis zur Bundesverwaltung, Softwarehersteller und Unternehmensberater sowie Interessensverbände aus Wirtschaft und Wissenschaft. Damit ist unser Netzwerk in der Geoinformationswirtschaft einzigartig.

Vordenken

Wir greifen technologische und gesellschaftliche Trends und Themen auf und diskutieren diese kritisch und interdisziplinär. Dies umfasst neue Geschäftsmodelle, moderne Verwaltungsstrukturen und gesellschaftliche Auswirkungen disruptiver Technologien ebenso, wie die Herausarbeitung von Chancen der Digitalisierung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Transformieren

Wir identifizieren Best Practices der Geoinformationswirtschaft und zeigen deren Nutzung für eine breite Nutzergruppe auf. Damit unterstreichen wir den Beitrag, den Geoinformationen und Geoinformationstechnologie zu einer digitalen Transformation leisten kann.

Projektsteckbrief

Vorsitz Arbeitsgruppe

Dr. Christian Kiehle, msg systems ag
christian.kiehle(at)msg-systems.com

Stellvertretender Vorsitz

Wolfgang Naujokat, European Society for eGovernment
wolfgang.naujokat(at)egov-europe.de

Dr. Frank Knospe, Stadt Essen
frank.knospe(at)amt62.essen.de

Dr. Peter A. Hecker, Kompetenznetzwerk Geoinformationswirtschaft
peter.a.hecker(at)geokomm.net