D21-Digital-Index 2015

Die Gesellschaft in der digitalen Transformation

Hintergrund

Mit der Studie D21-Digital-Index misst die Initiative D21 seit 2013 die Entwicklung des Digitalisierungsgrads der deutschen Bevölkerung – ihren Zugang, ihre Kompetenz, ihre Offenheit sowie ihre Nutzungsvielfalt bezogen auf digitale Medien und das Internet. Der D21-Digital-Index ist eine Weiterentwicklung des (N)ONLINER Atlas (2001-2015) und mit rund 33 000 Befragten die umfangreichste und aussagekräftigste Studie zur Entwicklung der Digitalen Gesellschaft. Der Index ermöglicht es, die Auswirkungen von Innovationen und Ereignissen für Wirtschaft und Gesellschaft detailliert, nachhaltig und im Zeitverlauf aufzuzeigen. In diesem Jahr legt die Studie Schwerpunkte auf gesellschaftlich besonders relevante Fragestellungen wie Arbeiten und Bildung in der digitalisierten Welt, Datenbewusstsein in der Bevölkerung und Innovationen, die unser gesellschaftliches Zusammenleben verändern.

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D21-Digital-Index 2015 (PDF, 5 MB)

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Zentrale Ergebnisse

Kapitel 1 Selbstbestimmtheit 2015
Wie hat sich die digitale Gesellschaft in Deutschland entwickelt?

  • Digitalisierungsgrad der Deutschen liegt bei 51,6 von 100 Punkten und ist damit im Vergleich zum Vorjahr nur leicht gestiegen  (2014: 51,3)
  • Indexwert entspricht einem mittleren Niveau souveränen Umgangs, wobei die Nutzungsvielfalt um 3,4 Indexpunkte zurückging (2014: 41,5)
  • Digitale Offenheit nimmt um 1,7 Indexpunkte ab
  • Positive Tendenzen (+1,8) sind vor allem in der Dimension Zugang zu verzeichnen (2014: 56,9)
  • Steigende Nutzung digitaler Innovationen wie Streaming/On-Demand-Dienste (+1%), E-Health (+4%), Smart-Home-Angebote (+5%) und Quantified Self-Angebote (+10%)
  • Nutzung mobiler Geräte, insbesondere von Tablets (2015: 35%; 2014: 28%) und Smartphones (2015: 60%; 2014: 53%), steigt an. Jedoch besitzen nur 18% der über 60-Jährigen ein Smartphone

Kapitel 2 Nutzertypen

Wer ist wie digital in der Gesellschaft?

  • Digitale Gesellschaft ist weiterhin heterogen – es können 6 Nutzertypen unterschieden werden
  • Zahl der digital weniger erreichten Nutzergruppen (Typ 1-3) steigt in 2015 um 1 Prozentpunkt auf 64 Prozent
  • 36 Prozent der Deutschen (Typ 4-6) bewegen sich selbstbestimmt und kompetent in der digitalen Welt  (37 Prozent in 2014)

Digital weniger Erreichte (64%) – Nutzertyp 1 bis 3

digitalindex18-19

27%

16,4 Indexpunkte
(2014: 26%)

  • niedrigster Digitalisierungsgrad
  • mit durchschnittlich 65 Jahren ältester Nutzertyp
  • eher weiblich mit niedriger formalen Bildung
  • rund 75% nicht (mehr) berufstätig, dementsprechend geringes monatliches Einkommen
  • nur zwei von zehn der Außenstehenden Skeptiker nutzen das Internet, durchschnittlich sieben Minuten täglich
  • eher schlecht mit digitalen Geräten ausgestattet, jedoch: die meisten besitzen einfache Handys
digitalindex20-21

32%

56,2 Indexpunkte
(2014: 30%)

  • mittlerer Digitalisierungsgrad
  • durchschnittlich 47 Jahre alt
  • eher weiblich mit niedriger bis mittlerer formalen Bildung
  • rund jeder Zweite berufstätig
  • 98% Internetnutzung (hauptsächlich Internetrecherche und Online-Shopping)
digitalindex22-23

6%

57,8 Indexpunkte
(2014: 7%)

  • mittlerer Digitalisierungsgrad
  • durchschnittlich 41 Jahre alt und eher weiblich
  • über die Hälfte sind berufstätig
  • Einkommen eher im mittleren bis niedrigen Bereich
  • Nutzertyp fühlt sich von neuen Technologien oft überfordert
  • sehr bedachte Internetnutzung, gerade im Hinblick auf Soziale Netzwerke

Digital Erreichte (36%) – Nutzertyp 4 bis 6

digitalindex24-25

18%

72,4 Indexpunkte
(2014: 18%)

  • hoher Digitalisierungsgrad
  • durchschnittlich 40 Jahre alt und eher männlich
  • gut ausgebildet mit hohem monatlichen Einkommen
  • nutzt vor allem den PC und das Notebook
  • hohe Social-Media-Nutzung und erledigt viele Dinge des täglichen Lebens online (Büroanwendungen, Shopping)
digitalindex26-27

13%

73,5 Indexpunkte
(2014: 13%)

  • höchster Digitalisierungsgrad
  • durchschnittlich 35 Jahre alt und eher männlich
  • hohe formale Bildung und überwiegend berufstätig
  • höchster Anteil an Schülern (14%) in dieser Gruppe
  • großes Interesse an Internet- und Technologiethemen, neue mobile Medienprodukte stoßen auf hohe Resonanz
  • 100% Internetnutzung
digitalindex28-29

6%

73,3 Indexpunkte
(2014: 6%)

  • hoher Digitalisierungsgrad
  • durchschnittlich 37 Jahre alt und überwiegend männlich
  • 73% berufstätig mit überwiegend mittlerem oder höherem Einkommen
  • tägliche Internetnutzung (beruflich und privat) mit durchschnittlich 10 Stunden am Tag am höchsten
  • Internetnutzung über mobile Endgeräte (Tablet und Smartphone)
  • Nutzung von On-Demand-Diensten, Online-Videos, Musik-Streaming, Online-Telefonie und Sozialen Netzwerken ist in dieser Gruppe am stärksten

Initiative D21: Digitalisierung fordert lebenslanges Lernen
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. So flapsig er heute klingt, gilt dieser alte Spruch auch für den Umgang mit dem Internet. Die Möglichkeiten des Internets für sich zu erkennen und selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit digitalen Medien umgehen zu können bedeutet in einer zunehmend digitalisierten Welt vor allem eins: Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben. Von digitalen Gesundheitsanwendungen für Senioren, wirtschaftlichen Chancen für Unternehmer bis hin zu Dating Plattformen für einsame Herzen – wer die Chancen der Digitalisierung für sich erkennt und sich die entsprechenden Kompetenzen aneignet, kann im digitalen Wandel nur gewinnen. Es ist alarmierend, dass im Jahr 2015 die digital wenig erreichten Nutzertypen noch immer durch weibliches Geschlecht, höheres Alter und ein niedriges Bildungsniveau geprägt sind. Kapitel 2 zeigt deutlich auf, dass zielgruppenspezifische Angebote zur Förderung des selbstbestimmten und souveränen Handelns in der digital geprägten Welt dringend zu verstärken sind. 

Kapitel 3 Digitale Lebenswelten
Wie begleiten wir die Bürger in die digitale Welt?

  • Vor allem in den Bereichen Nutzungsvielfalt, Kompetenz und Offenheit zeigt sich eine deutliche Verschlechterung zwischen den Altersgruppen der unter und über 60-Jährigen. Der Indexwert sinkt ab dem sechzigsten Lebensjahr rapide. 50-59 Jahre Indexwert von 51,8, 60-69 Jahre Indexwert 35,4
  • Digitalisierungsgrad steigt proportional zur Ortsgröße an; es bestehen weiterhin Unterschiede zwischen städtischen Regionen und ländlichen Regionen
  • Frauen haben im Vergleich zu Männern weiterhin einen niedrigeren Digitalisierungsgrad, diese Differenz besteht in der Altersgruppe 14-29 jedoch kaum noch
  • leichte Verbesserung der strukturellen Benachteiligung (durch Alter, Wohnort, Bildung und Geschlecht) in 2015

Initiative D21: Die Zeichen der Zeit erkennen
Die Generation 65+ spricht sich mit 57 Prozent Zustimmung so vehement wie keine andere Altersgruppe für digitale Medien als ein grundlegender Bestandteil aller Schulfächer aus. Digitale Bildung ist Trumpf in Zeiten des Wandels betont eine Generation, die mehr als alle anderen Befragten über persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Veränderungen verfügt. Es wäre fatal, Teile der Bevölkerung im digitalen Wandel zu verlieren. Im Bereich der digitalen Kompetenz bestehen aktuell 57 Indexpunkte Unterschied zwischen den Nutzertypen „Außenstehender Skeptiker“ und „Smarter Mobilist“ (siehe Seite 25). Auch im Hinblick auf Offenheit ist die Lage ähnlich. Damit sich die Schere im Digitalisierungsgrad bei Bildung, Geschlecht und Alter weder verfestigt noch weiter auseinander geht, bedarf es verstärkt nutzertypenspezifische Fördermaßnahmen.

Kapitel 4 Digital Commerce

Zwischen Online-Shop und Ladengeschäft

  • 38% der befragten Internetnutzer haben bereits neue oder gebrauchte Waren im Internet verkauft, davon Männer (45%), Frauen (31%)
  • 8 von 10 Internetnutzern haben sich schon einmal bewusst dazu entschieden, ein Offline-Angebot jenem im Internet vorzuziehen.
  • Reisen online buchen ist gerade in der Altersgruppe 50-64 Jahre sehr beliebt (65%)
  • Share-Economy-Angebote werden insebesondere von Jüngeren in Anspruch genommen. 21% der 14-29 Jährigen nutzen Carsharing

Initiative D21: Daten – die neue Währung des digitalen Zeitalters
Digital Commerce – das klassische Online-Shopping – macht den digitalen Wandel und dessen Vorteile bereits heute für viele Menschen unterschiedlichster Altersklassen positiv erlebbar. Mit der Share Economy erleben wir einen neuen Trend. Viele der neuen Angebote basieren auf intelligenten Algorithmen, die ermöglichen, dass datenbasierte Dienste unseren Alltag durch das Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage erleichtern. Gleichzeitig stellt uns diese Entwicklung vor die Herausforderung, wie wir vernünftig mit Daten – der neuen Währung des digitalen Zeitalters – umgehen sollten. Wie viele private Informationen müssen wir einem Unternehmen preisgeben um innovative Dienste wie Carsharing nutzen zu können? Wo sind die Grenzen der Datenspeicherung und was bedeutet ein verantwortungsvoller Umgang damit? Rahmenbedingungen wie diese zu definieren, ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.

Kapitel 5 Datenbewusstsein, Vertrauen und digitale Sicherheit
Wie entwickelt ist das Datenbewusstsein heute?

  • 87% finden es nicht in Ordnung, wenn Anwendungen automatisch auf persönliche Daten zugreifen.
  • 69% sind sich bewusst, dass viele Geräte und Anwendungen im Hintergrund Daten sammeln.
  • Nur 7% informieren sich regelmäßig über Datensammlung durch private Unternehmen oder staatliche Stellen.
  • Trotzdem werden datenintensive Dienste wie soziale Netzwerke (+12%) und Cloud-Dienste (+7) in 2015 vermehrt genutzt.
  • Erfahrungen mit Internetkriminalität haben insgesamt 23% der Befragten. Davon haben 9% finanziellen Schaden erlitten.
  • Cybermobbing ist vor allem für die jüngere Generation 14-29 Jahre ein Thema. 11% haben Erfahrungen hiermit.
  • Als vertrauensbildende Maßnahmen werden verständliche Sprache (85%) und transparente Prozesse (76%) mit Abstand am häufigsten genannt.

Initiative D21: Der Umgang mit personenbezogenen Daten

Die Sammlung und Verwendung persönlicher Daten für kommerzielle Zwecke muss gesetzlich den Erfordernissen einer Digitalen Gesellschaft angepasst werden. Der Wert personenbezogener Daten als Gegenleistung für datenbasierte Dienste wird heute ganz unterschiedlich bewertet. Es gilt zu definieren, welche Daten welchen Wert haben, um sie entsprechend den Bedürfnissen der Nutzer zu schützen. Die Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung hat den Boom datenbasierter Geschäftsmodelle ermöglicht, nun ist auch ein zeitgemäßes Regelwerk für den Schutz persönlicher Daten im Internet dringend erforderlich. Anonymisierungsmethoden für datenbasierte Dienste und technischer Datenschutz müssen politisch diskutiert und die Souveränität der Bürger im Umgang mit Daten gefördert werden. Es ist alarmierend, dass weniger als ein Viertel der Deutschen in 2015 darauf vertraut, dass Staat und Unternehmen »ordnungsgemäß« mit den Daten von Bürgern und Kunden umgehen. Dies ist eine starke Botschaft an Politik und Wirtschaft, das Vertrauen der Bürger im digitalen Wandel zurückzugewinnen.

Kapitel 6 Arbeiten digital

Welche Kompetenzen sind vorhanden?

  • Insgesamt trägt Beschäftigung zu digitaler Selbstbestimmtheit bei: Arbeitende besitzen überdurchschnittliche digitale Kompetenzen (61,2 Indexpunkte).
  • Je höher das Alter des Beschäftigten desto weniger stark ausgeprägt sind digitalen Kompetenzen.
  • 22% der Berufstätigen nutzen Telearbeit, Home Office oder mobiles Arbeiten.
  • Keine Möglichkeit der Mitgestaltung bei modernen Arbeitsmitteln und Arbeitsformen nennen 28% als Hauptbarriere einer modernen Arbeitswelt.
  • Wissensaneignung: 58% der berufstätigen Männer nutzen kostenlose Internetangebote z.B. auf youtube zur Weiterbildung. 70% der Frauen fragen in der Familie um Rat. Nur 43% nutzen Weiterbildungsangebote durch den Arbeitgeber.

Initiative D21: Digitalisierung hält Einzug in die Arbeitswelt 
Die Digitalisierung hält in Form von Vernetzung, Robotik und Automatisierung Einzug in alle Bereiche der Arbeitswelt: in die Produktion unter dem Schlagwort Industrie 4.0, in das Dienstleistungsgewerbe und die Wissensarbeit. Es ist ein gesellschaftlicher Findungsprozess zu definieren: Was ist gute Arbeit? Was ein guter Arbeitsplatz? Welche Rahmenbedingungen sind nötig, um Arbeit und Leben erfolgreich zu vereinbaren? Welche Fähigkeiten und Fachkräfte benötigt der digitalisierte Arbeitsmarkt? Klassische Führungs- und Unternehmenskultur und das Verständnis von Normarbeit stehen auf dem Prüfstand und erfordern eine neue flexible Denkweise. Die Herausforderungen, denen wir als Gesellschaft und als Individuen gegenüberstehen sind groß, doch eine positive und lösungsorientierte Haltung in diesem Veränderungsprozess wird sich lohnen. Dabei ist die Einbindung der Mitarbeiter wichtig, denn noch ist die am häufigsten genannte Barriere beim digitalen Arbeiten die fehlende Möglichkeit der Mitgestaltung bei modernen Arbeitsmitteln und Arbeitsformen. Neben dem Aufzeigen der individuellen Chancen für jeden Mitarbeiter und jede Führungskraft und der Schaffung geeigneter Arbeitsbedingungen gilt es, die in Kapitel 5 gezeigten Unsicherheiten und Ängste sowie Hindernisse der Berufstätigen erst zu nehmen und diesen nachhaltig zu begegnen.

Fazit der Initiative D21
  • Nutzertypen bedarfsorientiert fördern
  • Strukturelle Benachteiligung überwinden
  • Breitbandausbau als Grundlage für digitales Leben fördern
  • Datenbewusstsein und digitale Selbstbestimmtheit steigern
  • Gestaltung des Arbeitsumfelds im digitalen Wandel
  • Digitalisierung gesamtgesellschaftlich gestalten

Die Initiative D21 steht als starkes branchen- und parteiübergreifendes Netzwerk als neutrale Aktionsplattform bereit
Jedes Jahr setzen wir uns im Expertenkreis intensiv mit Trends, Innovationen und gesellschaftlich-politischen Entwicklungen auseinander, um den Fragebogen, der dem D21-Digital-Index zugrunde liegt, optimal an den jeweiligen Stand der dynamischen digitalen Transformation anzupassen. Unser Ziel ist es, jedem Menschen zu ermöglichen, sich selbstbestimmt in der zunehmend digitalisierten Welt zu bewegen – denn die digitale Entwicklung führt dazu, dass der analoge Handlungsradius zunehmend kleiner wird. In den vergangenen Jahren hat sich die digitale Gesellschaft in Deutschland stets im Mittelfeld bewegt. Anders gesagt, die Gesellschaft tut was nötig ist, um sich der gesamtgesellschaftlichen Modernisierungswelle der Digitalisierung nicht zu verschließen – ist aber keinesfalls motiviert, eine Spitzenposition zu erreichen. Diesen Ehrgeiz zeigen nur diejenigen, die in dem Veränderungsprozess einen persönlichen Vorteil und Nutzen erkennen. Es müssen daher Anreize für die Entwicklung der Digitalen Gesellschaft geschaffen werden.

Hier sehen wir unsere Aufgaben als Initiative D21:

  • Wir müssen erläutern, vermitteln und Lösungswege aufzeigen.
  • Wir müssen Kenntnisse und Sicherheit im Umgang schaffen, aber auch Ängste nehmen und Begeisterung wecken.

Nur so kann es uns gelingen, von einer Angstdebatte zu einer Gestaltungsdebatte zu kommen, negative Entwicklungen umzukehren und so eine neue Form von Bewusstsein für den eigenen und gesamtgesellschaftlichen Umgang mit den digitalen Medien entstehen zu lassen.

 

digitalindex2015_51

Projektsteckbrief

Projektzeitraum

2013-heute

Ansprechpartner

Lena-Sophie Müller, Initiative D21
lena-sophie.mueller(at)initiatived21.de
+49 30 5268722-55

Michael Knippelmeyer, TNS Infratest
michael.knippelmeyer(at)tns-infratest.com
+49 521 92 57 687

Förderer

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Premiumpartner

FUJITSU

Partner

Capgemini Deutschland GmbH, Deutsche Telekom AG, Intel Deutschland GmbH

Unterstützer

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen für Landesentwicklung und Heimat, Bertelsmann Stiftung, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., Fiducia & GAD IT AG, Händlerbund e.V., Kompetenzzentrum Technik-Diversity Chancengleichheit e.V. und das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen

Statements der Partner

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Presseinformationen

Pressemitteilung (PDF)

Die Grafiken der Studie bei Flickr

Studienergebnisse 2014

Studienergebnisse 2013

Weitere Ansprechpartner

Lena-Sophie Müller, Initiative D21

lena-sophie.mueller(at)initiatived21.de

Malthe Wolf, TNS Infratest

malthe.wolf(at)tns-infratest.com

Michael Boberach, TNS Infratest

michael.boberach(at)tns-infratest.com

 

Der “(N)ONLINER Atlas 2015″, als Teil der Studie D21-Digital-Index 2015 der Initiative D21, beleuchtet auch in diesem Jahr die Welt der Onliner, Offliner und Nutzungsplaner und verdeutlicht Unterschiede der Internetnutzung in Deutschland. Die von TNS Infratest durchgeführten Interviews mit über 30.000 Befragten bilden Deutschlands größte und aussagekräftigste empirische Studie zum Stand der Internet- und Breitbandnutzung. Im Mittelpunkt stehen die Zahlen der Internetnutzung nach Bundesland, Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand und Beschäftigung.

Zentrale Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2015

Internetzugang in Deutschland
  • 77,6 Prozent der Deutschen – knapp 54 Millionen Personen über 14 Jahren – sind online
  • Stagnation der Gesamtzuwachsrate setzt sich fort
  • Weiterhin Bedarf an zielgruppenspezifischen Fördermaßnahmen
Jahr Onliner Nutzungsplaner Offliner
2014 76,8 % 2,9 % 20,2 %
2015 77,6 % 2,3 % 20,0 %
Internetnutzung nach Geschlecht
  • Stärkeres Wachstum bei Frauen als bei Männern
  • Noch immer große Unterschiede bei den Geschlechtern, Männer verlieren etwas an Vorsprung
Jahr
Männer
Frauen
Differenz
2014 81,8% 71,9% 9,9%-Punkte
2015 82,2% 73,1% 9,1%-Punkte
Internetnutzung nach Altersgruppen
  • Die Altersgruppen unter 30 erreichen nahezu eine vollständige Nutzungsrate
  • In den höchsten Altersgruppen stagniert das Wachstum, der Onliner-Anteil der über 70-Jährigen liegt bei unter einem Drittel (29,7%)
Jahr
14
-
19 Jahre
20
-
29 Jahre
30
-
39 Jahre
40
-
49 Jahre
50
-
59 Jahre
60
-
69 Jahre
70+
Jahre
2014 97,8% 98,1% 94,8% 90,5% 79,1% 64,5% 29,4%
2015 98,4% 98,2% 96,9% 90,5% 81,8% 64,6% 29,7%
Internetnutzung nach Bildung
  • Vor allem unter Schülern ist weniger als 1 Prozent offline
  • Stagnierender Anteil der Internetnutzer in der Gruppe mit geringer formaler Bildung
Jahr
Schüler
Volks-/
Hauptschule
weiterbildende
Schule
Abitur/
Fachhochschulreife
Studium
2014 97,7% 60,7% 81,2% 92,8% 92,2%
2015 99,1% 58,8% 83,8% 94,5% 92,4%
Internetzugang nach Berufstätigkeit
  • Weiterhin sind 90 Prozent der Berufstätigen online
  • Der Unterschied zwischen Berufstätigen und Nicht-Berufstätigen wird marginal kleiner und liegt bei rund 30 Prozentpunkten
Jahr
beruftätig
nicht berufstätig
2014 90,1% 60,3%
2015 90,6% 61,2%
Internetnutzung nach Haushaltsnettoeinkommen
  • Je höher die Einkommensgruppe, desto höher der Anteil der Onliner
  • Wachstum gibt es lediglich in den oberen Einkommensklassen ab 2.000 EUR
Jahr
<1.000 EUR
1.000 bis < 2.000 EUR
2.000 bis < 3.000 EUR
≥ 3.000 EUR
2014 54,1% 65,8% 85,1% 93,7%
2015 51,7% 64,2% 84,7% 94,3%
Internetzugang
  • Die Zahl der Breitbandnutzer wächst weiter leicht an
  • Klassisches DSL ist mit 1 Prozent leicht rückläufig gegenüber Kabel- und Mobilfunk-Zugängen
Anschluss
2014
2015
DSL 38,1% 37,1%
Kabelanschluss 11,6% 13,5%
Mobilfunkzugang 8,1% 8,5%
Anderer Breitbandzugang 1,4% 1,6%
Breitbandnutzung nach Bundesländern
  • Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen zeigen die stärksten Wachstumsraten
  • Die Länder auf den letzten Rängen (Niedersachsen, Hessen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt) zeigen kaum Wachstum in in der Breitbandnutzung auf
Platzierung
Bundesland
Onliner-Anteil
(Vorjahr)
Veränderung
Platzierung
2014
1. Berlin 66,9% (66,2%) 0,7%-Punkte 1.
2. Hamburg 62,6% (61,2%) 1,4%-Punkte 3.
3. Bremen 62,6% (61,1%) 1,5%-Punkte 4.
4. Baden-Würtemberg 62,1% (61,7%) 0,4%-Punkte 2.
5. Rheinland-Pfalz 61,7% (60,5%) 1,2%-Punkte 6.
6. Bayern 61,1% (60,5%) 1,0%-Punkte 7.
7. Schleswig-Holstein 60,9% (60,7%) 0,2%-Punkte 5.
8. Sachsen 60,9% (57,5%) 3,4%-Punkte 12.
9. Saarland 57,5% (59,7%) 2,2%-Punkte 11.
10. Nordrhein-Westfalen 59,4% (58,3%) 1,1%-Punkte 9.
11. Mecklenburg-Vorpommern 58,7% (56,9%) 1,8%-Punkte 13.
12. Thüringen 58,7% (56,1%) 2,6%-Punkte 14.
13. Niedersachsen 58,4% (58,4%) 0,2%-Punkte 8.
14. Hessen 58,6% (58,3%) 0,3%-Punkte 10.
15. Brandenburg 54,8% (54,5%) 0,3%-Punkte 15.
16. Sachsen-Anhalt 52,3% (52,2%) 0,1%-Punkte 16.
Mobile Internetnutzung
  • 53,9 Prozent nutzen mobiles Internet, vor allem im privaten Bereich
  • Je mehr Personen in einem Haushalt leben, desto höher die Nutzungsquote für mobiles Internet. Ein-Personen-Haushalte (37,5 %), Haushalte mit vier oder mehr Personen (70,4%)
  • Die Nutzung von mobilem Internet steigt proportional zur Ortsgröße

Mobile Internetnutzung nach Geschlecht

  • Männer (58,2%) nutzen das Internet häufiger über einen mobilen Zugang als Frauen (49,6%)

 Jahr
 Männer
 Frauen
 Differenz
 2015  58,2%  49,6%  8,6%
Mobile Internetnutzung nach Altersgruppen
  • Mit steigendem Alter nimmt die Nutzung mobiler Online-Dienste ab
 Jahr
 14-29 Jahre
 20-29 Jahre
 30-39 Jahre
 40-49 Jahre
 50-59 Jahre
 60-69 Jahre
 70+ Jahre
 2015  84,3%  85,4%  74,1%  62,3%  47,3%  32,9%  13,9%
Mobile Internetnutzung nach Bildung
  • Schüler verzeichnen die höchste Nutzungsrate des mobilen Internets
 Jahr
 Schüler
 Volks-/Hauptschule
 weiterbildende Schule
 Abitur / Fachhochschulreife
 Studie
 2015  84,1%  38,2%  56,4%  72,0%  64,6%
Mobiler Internetzugang nach Berufstätigkeit
  • Die Nutzung des mobilen Internets ist bei Berufstätigen um 23 Prozentpunkte höher
 Jahr
 berufstätig
 nicht berufstätig
 2015  64,1%  41,1%
Mobile Internetnutzung nach Haushaltsnettoeinkommen
  • Je höher die Einkommensgruppe, desto höher die Nutzungsquote für mobiles Internet
 Jahr
<1.000 EUR
 1.000 bis < 2.000 EUR
 2.000 bis < 3.000 EUR
≥ 3.000 EUR
 2015  30,2%  42,1%  59,0%  69,1%

Sonderauswertungen 2002-2011

Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2011

Mobile Internetnutzung (PDF, 1.68 MB)
Studie “Digitale Gesellschaft 2011″ (PDF, 2.2 MB)
Bildungsstudie Digitale Medien in der Schule (PDF, 3.4 MB)
Sonderstudie Online-Banking (PDF, 2.3 MB)
Sonderstudie eGovernment – Monitor 2011 (PDF, 2.1 MB)

Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2010

Studie “Digitale Gesellschaft 2010″ (PDF, 2.2 MB)
Sonderstudie Online-Banking (PDF, 2.5 MB)
Sonderstudie eGovernment – Monitor 2010 (PDF, 5.3 MB)

Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2009

Sonderstudie Online-Banking – Mit Sicherheit! (PDF, 0.0 MB)

Sonderauswertung (N)ONLINER Atlas 2008

Sonderstudie “Bildung via Internet: Wie vernetzt sind Deutschlands Kinder?” (PDF, 0.9 MB)
Sonderstudie “Sicher surfen 2008: Wie schützen sich Onliner im Internet?” (PDF, 0.9 MB)
Sonderstudie “Online-Banking“ Mit Sicherheit! Vertrauen und Sicherheitsbewusstsein bei Bankgeschäften im Internet” (PDF, 0.9 MB)
Sonderstudie “Internetnutzung und Migrationshintergrund in Deutschland” (PDF, 1.0 MB)

Sonderauswertungen Gender & Diversity 2002-2008

Schrifftenreihe H5: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2007 (PDF, 0.3 MB)
Schrifftenreihe H3: Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2006 (PDF, 0.3 MB)
Internetnutzung von Frauen und Männern ab 50 Jahren in Deutschland 2005 (PDF, 0.2 MB)
Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2004 (PDF, 3.2 MB)
Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2003 (PDF, 0.5 MB)
Internetnutzung von Frauen und Männern in Deutschland 2002 (PDF, 1.0 MB)