Fast alle Verbände und Forschungseinrichtungen weisen auf einen eklatanten Mangel an Fachkräften im Ingenieurwesen und IT-Bereich hin, der sich künftig sogar noch verstärken soll. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind die Studierendenanfängerzahlen etwa in der Informatik im vergangenen Jahr an den deutschen Universitäten und Fachhochschulen um fünf Prozent gesunken. Der Fachkräftemangel stellt damit schon heute ein erhebliches Wachstumshemmnis sowohl für die IKT-Wirtschaft als auch für viele Anwenderbranchen dar. Gleichzeitig gibt es jedoch gerade in diesen Berufsfeldern eine im Hinblick auf diese Aussage erstaunlich hohe Zahl von Erwerbslosen. Diese Diskrepanz weist auf ein stark verändertes Anforderungsprofil in der heutigen IT-Berufswelt hin.
Im Rahmen einer bundesweiten Studie soll daher gemeinsam mit Partnern untersucht werden, wie viel Nachwuchs der IKT-Standort Deutschland benötigt und welche Qualifikation dieser aufweisen muss. Darüber hinaus führte die Initiative D21 erstmals in einer größeren Aktion gemeinsam mit ihren Mitgliedern, politischen Partnern und dem VDE einen Kongress mit dem Titel “Unsere Zukunft in IKT” auf der CeBIT 2008 durch.
Über 700 Studierende aus den Bereichen der Informatik sowie Elektrotechnik, aber auch Quereinsteiger im IKT-Umfeld konnten auf diese Weise erreicht und darin bestätigt werden, ihr Studium zu beenden, um hervorragende und für den Standort Deutschland wichtige Berufe ergreifen zu können. In lebhaften Diskussionen haben sich die Studierenden direkt mit Unternehmenschefs und Gewerkschaftsvertretern über die IKT-Zukunftschancen austauschen und in praxisnahen parallelen Foren noch einmal gezielte Nachfragen stellen können.
Vom Erfolg bestätigt, ist daher für die CeBIT 2009 eine Neuauflage dieser Veranstaltung geplant, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Arbeiten in IKT-Zukunftsfeldern auseinandersetzen wird. Den Studierenden werden Bereiche wie IKT-Konvergenz bzw. deren Anwendungen vorgestellt.
