Schwaderer: “PC ist Lernmittel wie Stift und Buch”
Feldkirchen, 28. Juli 2009 – Eine Umfrage von Redshift Research im Auftrag von Intel zeigt, das der Umgang mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik bei deutschen Eltern heute als Schlüsselqualifikation gilt. 88 Prozent halten eine kompetente PC-Nutzung ihrer Kinder für „essenziell“ (55 Prozent) oder „sehr wichtig“ (33 Prozent) und gewähren ihnen zuhause Zugang zum Computer. 30 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen nutzen dabei den Heim-PC hauptsächlich für Hausaufgaben und damit häufiger als zur Kommunikation (26 Prozent), zur Recherche von Freizeitaktivitäten (5 Prozent) oder zum Einkaufen (4 Prozent). Nur die Unterhaltung steht mit 36 Prozent als häufigster Nutzungsgrund vor dem Einsatz des PCs als Lernmittel. An den Schulen hingegen sehen die deutschen Eltern Handlungsbedarf: Nur 8 Prozent der deutschen Eltern sind der Meinung, dass die Regierung genug unternimmt, um den Zugriff auf PCs als Lernhilfe zu unterstützen (EMEA-Durchschnitt: 11 Prozent). Die befragten Eltern sehen daher Regierung (54 Prozent) oder Schulen (38 Prozent) in der Pflicht, den Zugang zum PC als Lernmittel zu fördern.
Fast jedes fünfte deutsche Kind hat an der Schule keinerlei Kontakt zum Computer
47 Prozent der deutschen Eltern geben an, PCs würden an der Schule ihres Kindes regelmäßig genutzt, um das Lernen zu unterstützen. 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen wird zusätzlich oder alternativ ein Informatikunterricht angeboten. Für 31 Prozent der Kinder und Jugendlichen steht an der Schule zusätzlich oder alternativ zur regelmäßigen Anwendung ein Computer zur privaten Nutzung bereit.
19 Prozent der Eltern sagten hingegen, dass ihr Kind an der Schule keinerlei Zugang zu einem Rechner habe.
„Nach unserem Verständnis ist der PC in der heutigen Zeit ein Lernmittel wie Stift und Buch, das Kinder und Jugendliche wie selbstverständlich einsetzen sollten, um den Anforderungen des Erwachsenen- bzw. Berufslebens im 21. Jahrhundert gerecht werden zu können,“ sagt Hannes Schwaderer, Geschäftsführer der Intel GmbH. „Mit Intel® Lehren haben wir ein Fortbildungsprogramm geschaffen, das Lehrern Wege aufzeigt, wie neue Medien in den Unterricht integriert werden können. Zudem beraten wir Schulen bei der Schaffung von Notebookklassen, um zeitgemäßen Unterricht zu ermöglichen.“
Eltern erachten PC-Kenntnisse als relevant für späteren Erfolg im Beruf Die PC-Fertigkeiten ihrer Kinder bewerten deutsche Eltern als relevant für spätere Berufsperspektiven: 97 Prozent der Befragten glauben, dass sich die PC-Kenntnisse ihres Kindes zu einem „großen Anteil“ (57 Prozent) oder zu einem „bestimmten Anteil“ (40 Prozent) auf die späteren Berufschancen ihres Kindes auswirken. 87 Prozent aller deutschen Kinder haben zuhause Zugang zu einem PC, 52 Prozent aller deutschen Kinder besitzen einen eigenen Desktop-PC (32 Prozent) oder ein Notebook (20 Prozent). Hier liegt Deutschland weit über dem EMEA-Durchschnitt von 33 Prozent. Andererseits haben 13 Prozent der deutschen Kinder zuhause keinen Zugang zu einem PC.
„Die Befragung zeigt, dass die Potenziale und die Relevanz von PCs für Bildungsprozesse hierzulande von den Vätern und Müttern erkannt wurden. Was zuhause bereits weitgehend aktiv unterstützt wird, sollte auch an jeder Schule durch den regelmäßigen PC-Einsatz gefördert werden, um Kindern und Jugendlichen beste Bildungschancen zu ermöglichen“, bewertet Martin Hüppe, Geschäftsführer Cornelsen und Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21, die deutschen Ergebnisse.
Deutsche Eltern sind allerdings zögerlicher als Väter und Mütter in anderen EMEA-Ländern, wenn es um das Alter geht, mit dem ihr Kind Zugriff auf den PC erhalten sollte. 46 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Kinder bereits vor dem 8. Lebensjahr Zugang zu einem PC haben sollten, im EMEA-Durchschnitt sind es 65 Prozent.
An der Umfrage beteiligten sich mehr als 5200 Eltern in elf EMEA-Nationen (Europe, Middle East, Africa), darunter 510 Eltern aus Deutschland.

Abgesehen davon, dass die Studie maßgeblich von Intel initiiert wurde und damit das Ergebnis nicht überraschen sollte, decken sich die Ergebnisse durchaus mit der erlebten Schulwirklichkeit. Das Interesse an den “neuen” Technologien ist inzwischen nicht mehr nur bei den Schüler/innen stark ausgeprägt, sondern wird in zunehmenden Maße auch in den Elternhäusern als relevant angesehen.
Diskussionen darüber, ob das ein oder andere Portal (knuddels u.ä.) für die Schüler/innen schädlich sein könnte und man daher intervenieren sollte, hat es im letzten Schuljahr nicht mehr gegeben. Zu unausweichlich erscheint die neue Medienwelt und ich habe zur Zeit den Eindruck, dass viele Lehrenden abwarten, beobachten und hoffen, dass es ohne Schaden an ihnen vorbei geht. Einzelne Aktive nehmen die Herausforderung an und versuchen neue Wege, aber der Umbruch ist noch nicht da.
Er wird aber in den kommenden Jahren in den Strukturen der Schule selber seine Spuren hinterlassen. Darum kommt die Institution nicht herum, wenn sie sich nicht selber überflüssig machen möchte (http://tinyurl.com/nav9lv).