In Berlin wurde heute die internationale Studie „Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien“ vorgestellt. Basis dafür war die Befragung von 550 IKT-Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die zu wesentlichen Entwicklungen ihrer Branchen in den kommenden zwanzig Jahren Auskunft gaben.
Fünf Kernbotschaften wurden dabei deutlich:
- Alle Lebensbereiche werden zunehmend mit Informations- und Kommunikationstechnologien durchdrungen und die Digitalisierung verändert unsere Informationsgesellschaft umfassend und nachhaltig.
- Akzeptanz und Vertrauen der Menschen im Umgang mit IKT sind die Grundlage der Entwicklung einer modernen und offenen Informationsgesellschaft.
- Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Informationsgesellschaft.
- Die mobile Nutzung des Internets verändert die Informationsgesellschaft und schafft neue, eigenständige Anwendungsfelder.
- Die dynamische Entwicklung der IKT-Basistechnologien hat umfassende Auswirkungen auf viele Schlüsselindustrien der deutschen Wirtschaft und auf die Mediennutzung.
Die Herausgeber der Studie – Münchner Kreis, EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest – wollen mit den Ergebnissen eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Bedeutung und zukünftige Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien anregen.
Aus Sicht der Initiative D21 ist dabei neben dem sehr ausführlichen Blick auf alle Aspekte, die die Informationsgesellschaft betreffen, besonders das Kapitel mit der Analyse der Entwicklung von IKT in der Schule (ab S. 48) interessant. Dabei wird die Vermittlung des „Digitalen Einmaleins“ als notwendige Grundlage für den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen und den eigenen Daten im Internet betont. Dass die deutschen Schulen im internationalen Vergleich sowohl bei der Ausstattung als auch bei der Vermittlung von Medienkompetenz noch eine Menge aufzuholen haben, kommt auch im Meinungsbild der Experten heraus. Nur 15 Prozent glauben, dass bereits in den nächsten fünf Jahren IT elementarer Bestandteil des Unterrichts in Deutschland sein wird. Dagegen sind 47 Prozent der Meinung, dass diese Entwicklung noch sechs bis zehn Jahre braucht und 34 Prozent sehen erst ab 2020 IT als Selbstverständlichkeit im Klassenzimmer. US-Experten sind im Vergleich dazu weitaus optimistischer: Über 80 Prozent sind davon überzeugt, dass sich IT bis spätestens 2019 in allen Klassenzimmern in den USA als Lernwerkzeug durchgesetzt hat. Ein Vorsprung, der sich nicht nur durch die Meinung der befragten Experten manifestiert, sondern auch durch konkrete Förderungsmaßnahmen in den USA, die in Deutschland erst noch entstehen müssen.
Die sehr detaillierte und informative Studie rund um die Zukunft der Informationsgesellschaft steht unter www.tns-infratest.com/zukunftsstudie als kostenloser Download zur Verfügung.
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[...] Die informative Studie rund um die Zukunft der Informationsgesellschaft steht unter http://www.tns-infratest.com/zukunftsstudie als kostenloser Download zur Verfügung. Weitere Einzelheiten ferner auf den Seiten der Initiative D21. [...]