Jimmy Schulz (FDP): “Ich bin sehr glücklich. Viele unserer Kollegen konnten in der Spielpraxis neue Erfahrungen sammeln und wurden von medienpädagogischer Seite aufgeklärt. Wir haben die Faszination erlebbar gemacht und Probleme offen diskutiert. Jetzt können diejenigen, die dabei waren fundierter Entscheidungen über das Thema Computerspiele treffen. Ich würde mir wünschen, dass Politiker öfter selbst erleben, worüber Sie entscheiden.”
Dorothee Bär (CSU): “Ich bin mehr als zufrieden. Es ist uns gelungen, die ganze Bandbreite zu zeigen, die die Computerspielbranche zu bieten hat. Wir haben den Kollegen gezeigt, welch künstlerische, kreative und wertvolle Arbeit die Branche leistet. Somit haben wir dafür geworben, die Debatte um Computerspiele differenzierter zu führen und nicht aus Unwissenheit den Fehler zu begehen, durch pauschale Urteile einen ganzen Wirtschaftszweig zu verunglimpfen.”
Manuel Höferlin (FDP): “Ich bin sehr zufrieden, dass so viele Kollegen unserer Einladung gefolgt sind. Gemeinsam konnten wir viele Spiele ausprobieren und darüber reden. Dies war genau mein Wunsch: dass wir uns untereinander austauschen und jeder vor Ort selbst erleben konnte, dass Computerspiele eine starke kommunikative Komponente haben. Das Bild des einsamen, bewegungslosen Spielers vor dem PC stimmt einfach nicht.”
Die drei jungen Abgeordneten Jimmy Schulz, Manuel Höferlin (beide FDP) und Dorothee Bär (CSU) veranstalteten am 23.02.2011 eine Politiker-LAN im Deutschen Bundestag. Ziel war es, vor allem denjenigen Abgeordneten das vernetzte, digitale Spielen näher zu bringen, die bislang wenig oder keine Erfahrung damit machen konnten.
Fotos zur Veranstaltung: http://www.flickr.com/photos/fdp-bundestagsfraktion/

Insgesamt war das eine gute Veranstaltung. Auch deshalb, weil Dorothee Bär zwei wichtige Dinge gesagt hat: Erstens ist sie der Meinung, dass Computerspiele und Filme in Deutschland nicht länger mit zweierlei Maß gemessen werden sollten, auch was die Förderung angeht (siehe O-Ton von ihr hier: http://spielkultur.ea.de/kategorien/politiker-lan). Das hat sie zweitens noch untermauert, in dem sie betont hat, dass bei dem Deutschen Computerspielpreis (dem offiziellen Preis der Bundesregierung) künftig auch Spiele mit einer Altersfreigabe “Ab 18 Jahren” augezeichnet werden sollten (siehe hier: http://spielkultur.ea.de/kategorien/deutscher-computerspielpreis-altersfreigabe-sollte-kein-kriterium-sein).
Grüße
Martin Lorber
(www.spielkultur.ea.de)