Initiative D21 unterstützt Umsetzung der „Internetrepublik Deutschland“

28. September 2009  
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Pressseinformation der Initiative D21 vom 28. September 2009.

Initiative D21 unterstützt Umsetzung der „Internetrepublik Deutschland“

Regierungsparteien müssen sich an ihren Wahlprogrammen messen lassen

Berlin, 28. September 2009 – Die Bundestagswahl ist entschieden und die Wähler haben einer neuen Regierungskonstellation eine Mehrheit gegeben. Dieser politische Neubeginn ist eine ideale Ausgangsbasis, um dem Thema Digitale Gesellschaft künftig noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Der Zuspruch und die Präsenz, die die Thematik am Rande des Wahlkampfs hatte, zeigt, welche Bedeutung die Bürgerinnen und Bürger den aktuellen Entwicklungen im Informationszeitalter geben. Themen wie Verbraucherschutz im Internet, Internetsperren oder auch Jugendschutz berühren täglich die persönlichen Interessen der Bürgerinnen und Bürger und dürfen in Zukunft nicht nur Randnotiz sein.

Die Parteien müssen diesem Themenkomplex mehr Beachtung schenken und sich ihrer Wahlprogramme hinsichtlich des Themas Internet auch weiterhin bewusst sein. Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 und Geschäftsführer der Intel GmbH, dazu: „Seit 1999 setzt sich die Initiative D21 für die Informationsgesellschaft ein und wir unterstützen die künftige Bundesregierung sehr gerne bei der Förderung der Digitalen Gesellschaft in Deutschland. Denn nur durch schnelles und abgestimmtes Handeln können wir Deutschland in der Entwicklung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien weiter nach vorne bringen.“

Eine internationale Spitzenposition in Sachen Internetkompetenz ist aber nur absehbar, wenn auch das Bildungssystem entsprechend gerüstet ist. Deutschland hat hier noch einen weiten Weg vor sich, den die Initiative D21 mit ihrem Projekt „Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!“ deutlich abzukürzen hilft. Dies ist jedoch nur eine Hürde, die es in Richtung einer digitalen Gesellschaft zu überwinden gilt. Auch auf den Kompetenzfeldern Breitandentwicklung in Deutschland, Daten- und Verbraucherschutz im Internet und E-Government wird die Initiative D21 als neutrale Plattform auch künftig den idealen Vermittler zwischen Politik und Wirtschaft darstellen, um gemeinsam Deutschland in die digitale Welt des 21. Jahrhunderts zu führen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.initiatived21.de

Informationen zum Projekt „Die besten Lehrkräfte für Deutschlands Schulen der Zukunft!“: www.blog.initiatived21.de

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Pressekontakt:

Daniel Ott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Initiative D21 e.V.
Reinhardtstr. 65 | 10117 Berlin
Telefon: 030 – 526 87 22 55
Telefax: 030 – 526 87 22 60

E-Mail: daniel.ott@initiatived21.de

Über die Initiative D21

Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.

Internetauftritt des Bundestages liefert in der Wahlnacht Wahlergebnisse mit Biografien und Fotos

24. September 2009  
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Ein besonderer Service erwartet die Nutzer der Internet-Seiten des Deutschen Bundestages in der Wahlnacht. Sonntagabend ab etwa 20 Uhr, wenn die ersten Zwischenergebnisse aus den 299 Wahlkreisen vorliegen, werden unter www.bundestag.de die frisch gewählten Kandidatinnen und Kandidaten mit biografischen Angaben und Fotos veröffentlicht.

Nutzerinnen und Nutzer der Bundestagsseite können die jeweilige Postleitzahl eingeben, um zu erfahren, ob "ihre" Kandidatinnen oder Kandidaten ein Direktmandat im Wahlkreis gewonnen haben. Bis etwa Mitternacht sollen die Ergebnisse aus allen Wahlkreisen vorliegen.

Sobald die Landeswahlergebnisse bekannt gegeben werden, sind auch die Kandidaten aufgeführt, die über die Landeslisten in den Bundestag einziehen. Wer direkt nach dem Namen eines Kandidaten oder einer Kandidatin sucht, findet die neu gewählten Abgeordneten alphabetisch sortiert unter "Der Bundestag", "Abgeordnete der 17. Wahlperiode".

Das vorläufige amtliche Ergebnis der Wahl zum 17. Deutschen Bundestag gibt Bundeswahlleiter Roderich Egeler in den frühen Morgenstunden des 28. September bekannt.

Deutscher Bundestag
Presse und Kommunikation, PuK 1
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel.: +49 30 227-37171, Fax +49 30 227-36192
www.bundestag.de , pressereferat@bundestag.de

nextbusiness-IT: Leitthema „Process Integration“

24. September 2009  
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Prozesse optimieren: nextbusiness-IT unterstützt Sie bei der Auswahl geeigneter Technologien

Automatisierung von Routinetätigkeiten, schnelleres Finden von Daten und Informationen, Reduktion von Doppelarbeiten – eine durchgängige IT-Struktur kann dazu beitragen, Prozesse vom Vertrieb über die Buchhaltung bis hin zur Produktion und Logistik entscheidend zu verschlanken. Warum es auch für kleine und mittlere Unternehmen wichtig ist, die Geschäftsprozesse im eigenen Unternehmen genau unter die Lupe zu nehmen, bevor sie sich für eine IT-Lösung entscheiden, zeigt der aktuelle nextbusiness-IT Unternehmerbrief „Process Integration – Wie Sie mit durchgängigen IT-Abläufen die Effizienz steigern!“

Kommt es bei Ihnen vor, dass Ihre Mitarbeiter, ohne es zu wissen, gleichzeitig an derselben Aufgabe sitzen? Tauchen in Ihrem Unternehmen Probleme beim Datenaustausch auf, wenn verschiedene IT-Anwendungen miteinander kommunizieren sollen? Oder müssen Sie regelmäßig umfassende Ressourcenplanungen für komplexe Projekte erstellen? Dann könnten Technologiebereiche wie Workflow-Management, Service Oriented Architecture oder Enterprise Resource Planning für Sie interessant sein. Bevor Sie jedoch eine Wahl treffen, ist es sinnvoll zu definieren, welche Prozesse Sie haben, wo Sie Optimierungsbedarf sehen und wie diese Prozesse zukünftig ablaufen sollen. Denn die IT sollte sich nach Ihren Anforderungen richten – und nicht umgekehrt!

Den nextbusiness-IT Unternehmerbrief können Sie hier kostenlos downloaden:

www.nextbusiness-it.de/downloads/unternehmerbrief

nextbusiness-IT kompakt

Die Initiatoren von nextbusiness-IT sind der Meinung, dass ständig neu entstehende IT-Trends, IT-Hypes, IT-Themen und IT-Begrifflichkeiten selbst arrivierte IT-Spezialisten vor das Problem stellen, den Überblick zu wahren – geschweige denn inhaltlich zu folgen. Entsprechend haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, hier ein „Gegenmodell“ anzubieten, das für mehr Transparenz sorgt – mit anderen Worten: das mitunter komplexe Thema „IT-Anwendungen im Unternehmen“ lesbar und verständlich zu machen. Dazu ordnet nextbusiness-IT unter anderem konkreten Unternehmensabläufen relevante Technologiebereiche zu, die dabei unterstützen können, zum Beispiel den Absatz kontinuierlich zu steigern, Kunden zufriedener zu stellen oder Sicherheitsrisiken intelligent vorzubeugen.

In enger Zusammenarbeit mit IT- und Mittelstandsexperten werden Ihnen in den nächsten Monaten zehn kompakte und verständlich aufbereitete Kompendien für die IT-Anwendung in Ihrem Unternehmen an die Hand gegeben. Ergänzt durch Leitfäden, Checklisten, Whitepapers sowie Audio- und Videobeiträge entsteht so eine kostenlose „Bibliothek des modernen IT-Wissens“ für den Mittelstand.

Alle Leitthemen im Überblick sowie weitere Informationen zu nextbusiness-IT finden Sie unter www.nextbusiness-it.de

Weitere Informationen:

Initiator von nextbusiness-IT

G+F Verlags- und Beratungs- GmbH
Lichtentaler Str.25
D-76530 Baden-Baden
Telefon (07220)-213
Telefax (07220)-215

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Tel.: 07221-99644-25
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E-Mail: k.schlosser@gf-vb.de

Digitales Klassenzimmer soll Lernen aus der Kreidezeit führen

21. September 2009  
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Auch kreativen Lehrern fällt es in der heutigen Zeit nicht gerade leicht, lediglich mit Tafel und Kreide einen attraktiven Unterricht zu gestalten, der dabei auch noch den unterschiedlichen Lerngewohnheiten der Schüler gerecht wird. Dies ist seit langem hinlänglich bekannt, geändert hat sich aber an deutschen Schulen so gut wie nichts. Zwar erobern die digitalen Medien immer mehr unseren Alltag, der Zugang zum Klassenzimmer bleibt ihnen aber weitestgehend verschlossen. Dies soll sich ändern, wenn es nach den Vorstellungen von FDP-Vize Cornelia Pieper geht. So forderte sie bei einem Besuch der Beucke Realschule in Berlin Zehlendorf, eine der wenigen "Laptop-Schulen" in Deutschland, konsequent die Chancen digitaler Medien für den Unterricht zu nutzen: „Bildungsverantwortliche in Deutschland müssen dafür Sorge tragen, dass jedes Kind und jeder Jugendlicher entsprechend seinen individuellen Gewohnheiten optimal und effizient lernen kann“, so Pieper.

Mit dieser Überzeugung steht sie dabei nicht alleine. Auch die anwesenden Schüler der Beucke Realschule bestätigen, dass durch den Einsatz von interaktiven elektronischen Tafeln im Klassenzimmer und der Nutzung von Laptops der Unterricht für sie spannender und anschaulicher geworden sei. Ob Pythagoras oder faradayscher Käfig, dank der neuen Medien verstehen auch weniger theoretisch begabte Schüler die Gesetze der Mathematik oder Physik besser.
Der Umstieg von der alten Schiefertafel ist allerdings bisher in den wenigsten Klassenzimmern gelungen. Cornelia Pieper sieht in der fehlenden Weiterbildung der Lehrkräfte eine wesentliche Ursache hierfür: „Wenn die Bundesbildungsministerin aktuell einen Laptop für jedes Schulkind fordert, dann hört sich das zunächst einmal fortschrittlich an, bringt uns aber keinen Schritt weiter. In der Wirtschaft gilt: Jede Technik ist nur so gut wie der Mensch, der sie bedient. Und das ist auch im Unterricht nicht anders. Für guten Unterricht brauchen wir zuallererst gut qualifizierte und hoch motivierte Lehrer. Erst dann kommen moderne digitale Medien.“ Nach ihren Vorstellungen ergibt aus dieser Einsicht auch eine klare Reihenfolge für das politische Handeln. So muss zunächst einmal klar sein, wie in Deutschland die Lehrer auf den Einsatz von modernen digitalen Medien vorbereitet werden können und dann erst Überlegungen angestellt werden, wie die Klassenzimmer optimal auszustatten sind.

Diese Vorstellungen werden von namhaften Vertretern der IT-Branche durchweg unterstützt. „Ohne die Qualifizierung der Lehrer ist das Schüler-Notebook nur die Hälfte wert. Das ist bedauerlich, da in dem "kleinen Helfer" erhebliche pädagogische Potenziale stecken, die der Unterricht in Deutschland durchaus benötigt, um weltweit eine Spitzenposition zu erlangen“, so Bernd Bielmeier von Intel.

Der Q-Verband sieht im Digitalen Klassenzimmer den ersten wichtigen Baustein für ein lebenslanges Lernen und unterstützt daher vehement diese Investition in die Zukunft Deutschlands.

Ansprechpartner:
Wolfgang Reuter
Bundesverband Berufliche Qualifizierung e.V.
German Qualification Federation
Enfieldstr. 112
D-45966 Gladbeck

fon: +49 2043 489626
fax: +49 2043 489627

Schavan: “Brücken bauen für die Fachkräfte der Zukunft”

18. September 2009  
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Ministerin berät mit Sozialpartnern, Ländern und Forschungsvertretern über Beschäftigungssicherung nach Studium und Berufsausbildung

Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat mit Spitzenvertretern von Arbeitgebern, Gewerkschaften, der Länder sowie der Forschungsorganisationen über Initiativen beraten, die die Beschäftigung junger Menschen nach einem Studium und nach einer Berufsausbildung sichern sollen. Einig waren sich alle Beteiligten bei einer Telefonkonferenz am Freitag darüber, dass mittelfristig der Bedarf an Fachkräften enorm sei - dies betrifft vor allem Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften, die so genannten MINT-Fächer. "Das Gespräch hat gezeigt, dass unsere Unternehmen - Arbeitgeber und Gewerkschaften - in dieser Krise sehr verantwortungsbewusst handeln", sagte Schavan. Auch die Initiativen der Bundesregierung laufen nach den Worten der Ministerin gut an, darunter das Kurzarbeitergeld. "Wir dürfen nicht davon ausgehen, dass die Wirtschaftskrise schon zu Ende ist", sagte Schavan. "Deshalb bauen wir jetzt Brücken, um Studienabsolventen und jungen Fachkräften nach einem Berufsabschluss auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen."

Die Teilnehmer der Telefonkonferenz nannten Initiativen aus einzelnen Ländern vorbildlich, die genau dies zum Ziel haben. So haben zum Beispiel die bayerischen Arbeitgeber mit Unterstützung der IG Metall eine "Beschäftigungsbrücke Bayern GmbH" gegründet, deren Ziel die befristete Beschäftigung von 500 Jung-Ingenieuren ist. Baden-Württemberg will ein Sofortprogramm für MINT-Absolventen auflegen. Damit sollen neue Perspektiven für junge Ingenieure und Naturwissenschaftler geschaffen werden. Auch die Forschungsorganisationen wollen ihrerseits Brücken bauen, indem sie die Zusammenarbeit mit Unternehmen zur Beschäftigungssicherung verstärken.

"Wir müssen den jungen Leuten deutlich machen, dass sie weiter gebraucht werden", sagte Schavan. Ein Studium in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern ist nach den Worten der Ministerin weiterhin ein sehr guter Weg in den Beruf, der hervorragende Entwicklungs- und Karrierechancen bietet. "Wir werden die Entwicklung weiter aufmerksam beobachten", sagte die Ministerin. Das besondere Augenmerk liege dabei auf Unternehmen, die derzeit Kurzarbeit angemeldet haben.

Die Teilnehmer des Spitzengesprächs vereinbarten, Ende November erneut zusammenzutreffen, um sich über die Entwicklungen auszutauschen. Dann soll auch darüber gesprochen werden, ob weitere Brücken notwendig und sinnvoll sind - im Blick auf die Einstellungssituation im kommenden Jahr bei Forschung, Unternehmen und im öffentlichen Dienst.

BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

Pressereferat
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Xinnovations 2009: Trendbarometer für technologische und soziale Innovationen

18. September 2009  
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E-Justice 3.0, Collaboration 2.0 und ubiquitäre Demokratie im Fokus

Berlin, 18.09.2009 - In einem dreitägigen Veranstaltungsmarathon bewiesen die Xinnovations 2009, Trendbarometer für netzbasierte Informationstechnologien zu sein. Auf der Konferenz diskutierten rund 600 Tagesbesucher aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung Lösungskonzepte und Visionen für die Informationsgesellschaft der Zukunft.

E-Justice 3.0
Prof. Robert Tolksdorf, Leiter der Arbeitsgruppe Netzbasierte Informationssysteme (NBI) am Institut für Informatik an der Freien Universität Berlin, stellte dar, welchen Einfluss Web 2.0- und Web 3.0-Technologien auf das Justizwesen haben könnten und sollten. Insbesondere erläuterte er, wie semantische, sprich Web-3.0-Technologien, in Zukunft die rschließung juristischer Informationen im Web erleichtern können. Demnach werden die Intermediäre zwischen Bürger und Recht durch semantisch bereitgestellte Daten (Gesetze, Urteile) geschwächt. Tolksdorfs provokative Frage lautete daher, ob diese Art der Transparenz von den Juristen überhaupt erwünscht ist bzw. inwiefern die Justiz und ihre Verfahrensbeteiligten auf diese Entwicklung vorbereitet sind.

Collaboration 2.0
Wie der faktischen Macht des Internets zu begegnen ist und welche Antworten es für eine moderne Gesellschaft geben muss, wurde auch im Forum E-Government thematisiert. Prof. Dr. Jörn von Lucke von der Zeppelin University unterbreitete unter dem Titel Collaboration 2.0 Vorschläge für einen neuen Innovationsschub in der öffentlichen Verwaltung durch Crowd Sourcing. Seine These: "Web-2.0-Technologien eröffnen mittlerweile vielfältige Möglichkeiten zur Einbindung innovativer und kreativer Menschen. Gerade die Jedermann-Jederzeit-Änderungsmöglichkeiten, das gemeinsame Lösen von Aufgaben und das verteilte Bearbeiten von Projekten geben der Zusammenarbeit einen ganzen neuen Schub im Sinne von Collaboration 2.0." Mit dieser neuen Form der Zusammenarbeit, im Englischen als "Crowd Sourcing" bezeichnet, könnte eine neuartige Ideenfabrik für den öffentlichen Sektor eingerichtet werden. Verwaltungsmitarbeiter wären so mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen in einen offenen Innovationsprozess eingebunden. Collaboration 2.0 zeigt, dass es sich nicht bloß um eine theoretische Diskussion handelt, sondern es um eine "strategische Neuaufstellung von Staat und Verwaltung im globalen Wettbewerb um kluge Köpfe, Innovationskraft, wettbewerbsfähige Produkte und zukunftssichere Arbeitsplätze geht".

Ubiquitäre Demokratie
Pavel Mayer, Geschäftsführer ART+COM Technologies, präsentierte internetgestützte Ansätze für eine ubiquitäre Demokratie. Seine Hauptthese lautete: "Vor dem Hintergrund eines multisektorialen Wandels zur Informationsgesellschaft mangelt es den zentralen Akteuren an Antizipations- und Adaptionsfähigkeit". So seien die Schwierigkeiten der parlamentarischen Demokratie, die Partizipationsmöglichkeiten durch das Internet in den politischen Entscheidungsprozess zu integrieren, die Symptome eines krisenhaften Wandels. Für Mayer werden neue demokratische Beteiligungs- und Entscheidungsformen benötigt, die in der Piratenpartei derzeit unter dem Begriff "Liquid Democracy"
diskutiert werden. Für die Teilnehmer einer solchen Demokratie hieße das zu jedem Zeitpunkt für sich selbst entscheiden zu können, wo auf dem Kontinuum zwischen repräsentativer und direkter Demokratie er sich aufhalten möchte. Jederzeit. Das bedeutet, dass ich als Teilnehmer beispielsweise sagen kann:

"Für Steuerrecht möchte ich gerne durch die Partei SPD, für Umweltpolitik durch die Partei die Grünen und für die Schulpolitik durch die Privatperson Herrn Müller vertreten werden. Für die Entscheidung über das neue Hochschul-Zulassungsgesetz an den Universitäten möchte ich aber selbst abstimmen."

Entscheidend für dieses Mix-Prinzip sei, dass man sich nicht mehr für ein Bündel von Prinzipien entscheiden muss, wie es beispielsweise eine Partei bietet, sondern man sucht sich je nach Thema die Experten aus, denen man vertraut, oder entscheidet selbst.

Die Veranstalter Prof. Johann-Christoph Freytag, Ph.D., von der Humboldt-Universität zu Berlin, Prof. Dr.-Ing. Robert Tolksdorf von der Freien Universität Berlin und Rainer Thiem, Vorstandsvorsitzender des Xinnovations e. V. sehen in der hohen Teilnehmerzahl eine Bestätigung des Veranstaltungskonzeptes. Ziel ist es nun, die Impulse aus den einzelnen Foren und Workshops aufzugreifen, um sie anschließend im Sinne des permanenten Innovationsforums in realen und virtuellen Foren zu diskutieren und in neue innovative Projekte zu überführen. Aus Sicht von Rainer Thiem sind die Xinnovations hervorragend geeignet, die Innovationskultur in Berlin im Bereich der netzbasierten Informationstechnologien zu befördern.

Mehr zum permanenten Innovationsforum unter: http://www.xinnovations.de

Für die finanzielle und ideelle Unterstützung der Konferenz 2009 bedanken sich die Veranstalter bei
folgenden Unternehmen und Institutionen:

Die Investitionsbank Berlin (IBB), IBM Deutschland GmbH, 3 point concepts GmbH, AdjuMedics GmbH, AM-SoFT IT-Systeme, Amt24 - Das E-Government-Kompetenznetzwerk, ART+COM AG, ART+COM Technologies GmbH, BGS Systemplanung, Condat AG, Corporate Semantic Web, DAV IT-RECHT  -  Arbeitsgemeinschaft  Informationstechnologie,  EsPresto  AG,  eTracker  AG,  Fallsoft GmbH, FIZ CHEMIE Berlin, Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK,   GEYER-GRUPPE,   gom   Gesellschaft   für   optische   Messtechnik,   HealthCapital   Berlin-Brandenburg,  hiwave.net,  Hochschule  für  Technik  und  Wirtschaft  Berlin,  HORATIO  GmbH, IfG.CC  -  The  Potsdam  eGovernment  Competence  Center,  IHK  Berlin,  index  GmbH,  Initiative D21,  ixellence,  M+E  Netzwerk  der  Metall-  und  Elektroindustrie  in  der  Hauptstadtregion, M.ITCONCEPT  GmbH   Berlin,  MPDV  Mikrolab  GmbH,  optivo  GmbH,  PAUX  Technologies, projektron  GmbH,  PROZEUS  GmbH,  PSI  Production  GSI  mbH,  QMETHODS,  secrypt  GmbH, SIEMENS  IT-Solutions,  thdata  GmbH,  TSB  Innovationsagentur  Berlin  GmbH,  ubigrate  GmbH, Kompetenznetzwerk  Vikora,  Kompetenzzentrum  eCOMM  Berlin,  Witte  Bürotechnik,  xpuls Business Solutions

Kontakt
Rainer Thiem
Xinnovations e. V.
Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Tel.: +49 30 21001 470
Email: rainer.thiem@xinnovations.org

Xinnovations 2009 präsentiert IT-Trends für Justiz und Anwaltschaft

18. September 2009  
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Berlin 14.09.2009: Digitaler Aktenzugriff, intelligente Unterstützung der juristischen Arbeit und Reflexion der wesentlichen IT-Entwicklungen sind die zentralen Themen, um die es beim E-Justice-Forum der Xinnovations 2009 geht.

Berlin und Europa

Hasso Lieber, Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, wird zum Auftakt des Forums über die aktuellen Entwicklungen der Berliner Maßnahmen im Bereich des elektronischen Rechtsverkehrs informieren. Wie es um E-Justice in Europa bestellt ist und welche Beiträge Deutschland beim weiteren IT-Einsatz in der europäischen Justiz und dem Ausbau der grenzüberschreitenden Kommunikation mit der Justiz einbringen kann, wird Dr. Wilfried Bernhardt aus dem Bundesministerium der Justiz vortragen. Nach Bernhardt ist "Deutschland für Fragen des grenzüberschreitenden Einsatzes der Informationstechnologie im Justizbereich gut gerüstet". "Die föderale Verfassungsstruktur hat in Deutschland", so Bernhardt, "zu einer vielgestaltigen IT-Landschaft auch in der Justiz und in der Kommunikation mit der Justiz geführt. Seit Jahren geht es daher darum, Probleme zu lösen, die aus den unterschiedlichen Entwicklungen und diversen Systemen in Deutschland entstehen könnten und für entsprechende Schnittstellen und Standardisierungen zu sorgen. Solche Erfahrungen sind auf europäischer Ebene gefragt, denn auch hier wird man weniger durch neue zentrale Lösungen sondern mehr durch eine Vernetzung dezentraler Systeme Fortschritte erreichen."

Akte und Archiv

Nach dem regionalen und europäischen E-Justice-Überblick werden digitale Lösungen präsentiert, die für das Erfassen und Bewerten eines Sachverhalts sowie dem Erstellen eines Arbeitsergebnisses – also den juristischen Kerntätigkeiten – neue Dimensionen eröffnen. So präsentiert Stefan Beierer, Bereichsleiter Justiz und Integrationslösungen bei der BGS AG, die digitale BGS-Papierakte, als elektronische Abbildung der Arbeitsweise im Aktenordner. Kern ist die seitenweise Abbildung der in der Akte enthaltenen Dokumente. Der Wechsel zwischen den Dokumenten erfolgt fließend beim Blättern in der Akte. Möglichkeiten der Papierakte wie das Erstellen von Lesezeichen, Markierungen und Anmerkungen sind vollständig und intuitiv abgebildet und erfolgen unabhängig vom Format des gerade angezeigten Dokuments. Konzepte und Erfahrungen mit der "E-Akte vor Gericht – papierloses Gerichtsverfahren bei Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr in Hessen" werden von Frank Richter, Richter am Oberlandesgericht, Hessisches Ministerium der Justiz für Integration und Europa, vorgestellt. Jörg Tegeder, Richter am Landgericht Berlin, zeigt das anbieterunabhängige juristische Werkzeug „Snippit“ zur Nutzung von Entscheidungsdatenbanken für das schnelle Erstellen von Lösungsskizzen.

Paradigmenwechsel: Von der Papier- zur digitalen Akte

Für Prof. Fridjof Haft, Gründer und Geschäftsführer der Normfall GmbH, der den Themenbereich Akte und Archiv mit einem Statement eröffnet, bietet sich durch Wandlung der Papier- zur digitalen Akte die Chance zu einem Paradigmenwechsel. "Auf dem Weg zur E-Justice ist die Papierakte nicht das Maß aller Dinge. Alle Verfahrensordnungen werden theoretisch durch den Mündlichkeitsgrundsatz beherrscht. Bezugnahmen auf Dokumente sind eigentlich Ausnahmen von der Regel. In der Praxis hat sich dieses Verhältnis aber umgekehrt, sodass durchweg der Schriftlichkeitsgrundsatz herrscht. Dabei ist eine Papierflut entstanden, die längst nicht mehr zu bändigen ist. E-Justice bietet die Chance, die Ursachen dieser Fehlentwicklung zu bekämpfen. Dabei zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Er wird dazu führen, dass künftig nicht mehr die „Akte“ mit dem „Dokument“ als kleinster Einheit Grundlage der Verfahren sein wird, sondern die „Information“, die über eine „Struktur“ zu erschließen ist. Das Erzeugen von PDF-Dokumenten durch Scannen von Papierakten wird mehr und mehr an Bedeutung verlieren. Statt dessen werden Informationen von vornherein digital erzeugt und verarbeitet werden. Juristische Methodenlehre und Rechtsinformatik sind für diesen Paradigmenwechsel nur unzureichend gerüstet. Die „Worthermeneutik“ und das „Informationsrecht“ sind weit von den Anforderungen des Informationszeitalters entfernt. Dringlich erscheint die Bewältigung folgender Aufgaben:

  • Klärung der juristischen Strukturierungsmethode (Informationseinheiten und Relationen)
  • Schaffung entsprechender IT-Tools, die von der Praxis unter Berücksichtigung der richterlichen
  • Unabhängigkeit angenommen werden
  • Zulassung aller Informationsträger und Nutzung von Netzwerken."

Mandantenservices und Arbeitsmittel für die Kanzleiorganisation

Merkmal der E-Justice-Foren der Xinnovations ist, dass sich das Programm an Justiz, Anwaltschaft und IT-Experten in den Gerichten wendet. Wie facetten- und umfangreich digitale Technologien die Arbeit auch im Anwaltsbereich erfasst haben und unterstützen, belegen stellvertretend die nachfolgenden Texte. Rechtsanwalt Andreas Weise, Senior Partner Manager bei secrypt, wird zum Thema "Archivierung elektronisch unterschriebener Dokumente" referieren. Sein Vortrag gibt einen Überblick über die Motivation, die gesetzlichen Rahmenbedingungen und das Konzept für eine Lösung zur Archivierung elektronisch signierter Dokumente. Assessor jur. Holger Bogs von der AM-SoFT GmbH IT-Systeme stellt die Online-Akte mit SMS-Benachrichtigung vor und zeigt auf, welche Entwicklungspotenziale diese integrierte Kommunikationslösung für den elektronischen Rechtsverkehr hat. Rechtsanwalt Schaudinn präsentiert mit NeBis® ein leistungsfähiges Programm, das den juristischen Arbeitsablauf abbildet und einen schnellen und flexiblen Zugriff auf alle benötigten Informationen eines Falls einschließlich seiner Fundstellen in den Akten ermöglicht. Hierdurch wird die juristische Sacharbeit effektiv unterstützt und es lassen sich zugleich schnellere und bessere Arbeitsergebnisse erzielen.

Rechtsanwälte, Blogger, Selbstdarsteller?!

In Deutschland sollen inzwischen 10 Prozent der Internetnutzer ein eigenes Blog betreiben. Seit einigen Jahren wird das Bloggen auch als Bestandteil von Marketing-Strategien eingesetzt. Immer mehr Rechtsanwälte suchen damit einen Weg in die Öffentlichkeit. Vor diesem Hintergrund analysiert Rechtsanwalt Michael Rudnicki die Bedeutung des Bloggens für die eigene Zukunft.


Web 2.0- und Web 3.0-Technologien

Prof. Robert Tolksdorf, Leiter der Arbeitsgruppe Netzbasierte Informationssysteme (NBI) am Institut für Informatik an der Freien Universität Berlin, stellt dar, welchen Einfluss Web 2.0- und Web 3.0-Technologien auf das Justizwesen haben könnten und sollten.

Vom Traum zum Albtraum?

Schließlich weitet Dr. Wolfram Viefhues, Richter am Amtsgericht, zum Abschluss der Veranstaltung den Blick auf die nächste Dekade aus. Da es seiner Auffassung nach "mehr und mehr auch um die Frage der inhaltlichen Erschließung einer elektronischen Akte geht, nähert man sich den sensiblen Bereichen des juristischen "Kerngeschäfts" bis hin zum Traum vom "Subsumtionsautomaten", der eigenständig aus einem elektronisch niedergelegten Sachverhalt die rechtlich richtigen Schlussfolgerungen ziehen kann. Oder ist das eher ein Albtraum, wenn Rechtsanwendung nur noch durch einen Automaten erfolgt?"

Weitere Infos: www.xinnovations.de

Kontakt
Rainer Thiem
Xinnovations e. V.
Kleiststraße 23-26
10787 Berlin
Tel.: +49 30 21001 470
Email: rainer.thiem@xinnovations.org

Jugend-Politiker diskutieren live im Internet

17. September 2009  
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Berlin, 17.09.2009 – Genau eine Woche vor der Bundestagswahl diskutieren an diesem Sonntag, 20. September Vertreter der Jugendorganisationen der im Bundestag vertretenen Parteien über die Themen Wahlmüdigkeit, Nichtwähler und Politik-/Parteienfrust. Die Veranstaltung wird ausschließlich live im Internet übertragen. Die Online-Debatte kann ab 13 Uhr unter der Adresse www.gehnichthin.de verfolgt werden. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, mit Meinungen, Kommentaren und Fragen bei der Diskussion mitzumachen. Teilnehmer sind Franziska Drohsel, Bundesvorsitzende der Jusos, Conrad Clemens, Vorsitzender des Landesverbandes der Jungen Union Berlin, Kathrin Henneberger, Vorstandssprecherin der Grünen Jugend, David Issmer, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Berlin, Björn Buschberger, Mitglied des BundessprecherInnen-Rates der linksjugend sowie Julia Reda von der Piratenpartei. Komplettiert wird die Runde durch Monica Helveke vom Archiv der Jugendkulturen aus Berlin.

Die Veranstaltung wird moderiert von Stefan Gehrke, Geschäftsführer der Internet- und Kommunikationsplattform politik-digital.de. Die Debatte schließt die Kampagne "Geh nicht hin" ab, in der politik-digital.de gemeinsam mit der probono Fernsehproduktion mit einem Video auf Politik- und Wahlverdrossenheit aufmerksam gemacht hatte. Das Video, in dem u.a. der Tagesschausprecher Jan Hofer und andere Prominente vermeintlich zum Nichtwählen aufriefen, hatte im August große Aufmerksamkeit erzielt. Die Filme wurde im Internet bisher rund zwei Millionen mal angeschaut.

Weitere Informationen und Kontakt:
http://www.politik-digital.de

Preis für beste Mediendidaktik deutschsprachiger Hochschulen

17. September 2009  
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100.000 Euro für die zwei besten E-Learning Projekte / Universität Bremen und Universität Zürich ausgezeichnet

Die mit dem mediendidaktischen Hochschulpreis Medida-Prix ausgezeichneten E-Learning Projekte stehen fest. Geehrt wurden "eAssessment" der Universität Bremen und "DOIT - Dermatology Online with Interactive Technology" der Universität Zürich. Sie erhielten jeweils ein Preisgeld von 50.000 Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt den mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Preis. Die Auszeichnung überreichte die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Prof. Dr. Margret Wintermantel, am Mittwoch in Berlin. Die Gewinnerprojekte kommen in diesem Jahr aus Deutschland und der Schweiz.

Der Hauptpreis geht zu gleichen Teilen an die Universität Bremen für den E-Learning-Dienst "eAssessment" und die Universität Zürich für das Projekt "DOIT" (Dermatology Online with Interactive Technology). "eAssessment" ermöglicht es allen Lehrenden der Universität Bremen, computergestützte Einstufungstests, Übungen und Prüfungen durchzuführen. "'eAssessment' präsentiert auf überzeugende Weise, wie mit Hilfe des Einsatzes digitaler Bildungsmedien das Prüfungswesen an Hochschulen Studierenden freundlich gestaltet und optimiert werden kann", hob die Jury hervor. "DOIT" ist ein mehrsprachiges, interaktives, fallbasiertes, global zugängliches E-Learning-Programm für Studierende der Medizin. "Die Besonderheiten dabei sind die vollständige Abdeckung des klinischen Faches Dermatologie durch E-Learning, die offene Zugänglichkeit und die internationale Vernetzung und Nutzung."

Den Publikumspreis, der von der Firma Webducation dotiert wurde, erhielt das Projekt "Von der kreativen Idee zur alltagstauglichen Lehr- und Lerninnovation: mediendidaktische Entwicklungsforschung am Augsburger Institut für Medien und Bildungstechnologie" der Universität Augsburg.

In diesem Jahr wurde der Medida-Prix bereits zum zehnten Mal verliehen. Die Jury unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Baumgartner, Leiter des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Donau-Universität Krems, wählte die Gewinnerprojekte aus zehn Finalisten. Sie hatten sich gegen 72 weitere Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgesetzt. Die Initiatoren des Medida-Prix verstehen diesen als Impulsgeber für eine innovative und nachhaltige Implementierung digitaler Medien in der Hochschullehre. Der Preis wird jährlich von der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft (GMW) ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Projekte, die den Einsatz von digitalen Medien mit fortschrittlichen Lehrmethoden verbinden.

Weitere Informationen im Internet zum Medida-Prix 2009:
www.medidaprix.org
www.e-learning2009.de/medida-prix

Kontakt:
Franziska Wulschke
Freie Universität Berlin
Center für Digitale Systeme (CeDiS)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: + 49 (0)30 / 838-53 419
Mobil: +49 (0)170 / 7 818 424
Fax: +49 (0)30 / 838-52 843
E-Mail: fwulschke@cedis.fu-berlin.de

Zu Guttenberg: “Positive Zwischenbilanz der Breitbandstrategie”

16. September 2009  
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Zufrieden mit der bisherigen Umsetzung der Breitbandstrategie zeigte sich der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, anlässlich einer Veranstaltung der Deutschen Breitbandinitiative. "Es gibt sicher noch keinen Grund zur Euphorie, aber es ist sehr erfreulich, wie viele Akteure an der Umsetzung der Breitbandstrategie konstruktiv mitwirken", so der Minister.

Mittlerweile können fast 40 Millionen deutsche Haushalte einfache Breitbanddienste (mit mindestens 6facher ISDN-Geschwindigkeit) nutzen, das sind annähernd 2,5 Millionen mehr als noch zu Beginn der Legislaturperiode. Rund 38 Millionen Haushalte haben bereits Zugang zu Breitbandanschlüssen mit einer Übertragungsleistung von mindestens 1 MBit/s.

Die Deutsche Telekom habe in diesem Jahr schon ebenso viele Gemeinden zusätzlich ans Netz gebracht wie im gesamten Vorjahr und die zumeist mittelständischen Wettbewerber der Telekom seien in der Lage, auch kleine Flecken mit Hilfe unterschiedlichster Techniken rasch anzuschließen. "Ich habe die Erwartung, dass die Unternehmen ihre Anstrengungen weiter erhöhen und mit Kreativität und innovativen Ansätzen die Lücken im ländlichen Raum rasch schließen", so Guttenberg.

"Dort, wo der Markt nicht hinreichend funktioniert, wird er durch die Breitbandstrategie sinnvoll unterstützt und ergänzt. Die Förderprogramme wurden optimiert und die Höhe der Fördermittel wurde aufgestockt. Rund 300 Mio. Euro stehen insgesamt über die verschiedenen Programme (Konjunkturprogramm II, Gemeinschaftsaufgaben etc.) zur Abdeckung von Finanzierungslücken zur Verfügung. Diese Mittel müssen jetzt weiter zügig zum Einsatz kommen", so der Minister.

Einen weiteren wichtigen Beitrag zur kurzfristigen Schließung von weißen Flecken kann nach Auffassung des Bundeswirtschaftsministers ab dem kommenden Jahr die Nutzung der sog. Digitalen Dividende erbringen, wenn bisher für Rundfunk genutzte Frequenzen für die breitbandige Funkversorgung ländlicher Räume bereitgestellt werden. "Die Bundesnetzagentur arbeitet derzeit mit Hochdruck an den Bedingungen für die Anfang 2010 anstehende Frequenzvergabe. Die Behörde wird die Frequenznutzer dabei durch konkrete Auflagen verpflichten, zunächst die Breitbandlücken abzudecken", so der Bundeswirtschaftsminister.

Neben der kurzfristigen Schließung von Versorgungslücken zielt die Breitbandstrategie darauf ab, mittel- bis langfristig den möglichst flächendeckenden Aufbau der nächsten Generation von Hochleistungsnetzen (mindestens 50 Mbit/s) zu befördern und die Kluft zwischen Ballungsräumen und ländlichen Gebieten spürbar zu verringern. Hierfür ist eine stärker innovations- und wachstumsorientierte Regulierung ebenso notwendig wie die intelligente Nutzung von Synergieeffekten im Infrastrukturbereich.

"In den Ballungsräumen wird der Wettbewerb maßgeblich die weitere Entwicklung treiben und den raschen Aufbau von Hochleistungsnetzen forcieren. In ländlichen Gebieten sind solche Hochleistungsnetze nur dann vorstellbar, wenn am entscheidenden Kostenfaktor, den Tiefbaukosten, angesetzt wird", so Guttenberg.  Alle vorhandenen Infrastrukturen und Infrastrukturmaßnahmen müssten beim Ausbau berücksichtigt werden, d.h. auch etwa solche der Verkehrs-, der Energie- und der Wasserwirtschaft.

Die Länder haben bereits Mitwirkung beim Breitbandausbau durch Öffnung öffentlicher Infrastrukturen oder die Bereitstellung von Informationen über einschlägige Baumaßnahmen zugesagt und die  Bundesnetzagentur wurde beauftragt, unter Einbindung der Wirtschaft einen sog. Infrastrukturatlas zu erstellen.

"Ich bin ausgesprochen dankbar, dass die Bundesnetzagentur bei diesem Projekt von der Industrie mit großem Engagement unterstützt wird. Die erforderlichen Grundlagen sind geschaffen, die Rahmenbedingungen zwischen allen Beteiligten abgestimmt. Jetzt können die Daten an die Bundesnetzagentur übertragen werden. Noch dieses Jahr werden wir dann mit einer ersten Version starten, die es vor allem den nicht erschlossenen Gemeinden ermöglicht, rasch die Anbieter von Infrastrukturen in ihrem Bereich zu finden und anzusprechen", so Guttenberg.
"Wenn von den vorhandenen Möglichkeiten im Markt und den von Bund und Ländern angebotenen Maßnahmen Gebrauch gemacht wird, werden wir unsere Ziele erreichen und unsere international gute Position weiter ausbauen", so der Minister.

Deutschland ist weltweit der viertgrößte (nach China, USA, Japan) und europaweit der größte Breitbandmarkt. Die Nutzungsrate (Anschlüsse pro Einwohner) liegt derzeit  in Deutschland  mit rd. 29,4 % über der vergleichbarer Länder (Vereinigtes Königreich 28,8 %, Frankreich 28,2 %, USA 27,4 %, Japan 24 %, Italien 20,9%, Spanien 20 %).

Gleiches gilt für die Wachstumsrate (Veränderung 1. Quartal 2009 gegenüber 4. Quartal 2008) des deutschen Marktes, die zuletzt wie die des US-amerikanischen Marktes bei gut 4 % lag, wogegen vergleichbare Länder  wie Japan (1%), Spanien (1,3%), das Vereinigte Königreich  (1,5%), Italien (2,3%) oder Frankreich (3%) teils deutlich niedrigere Zuwachsraten aufweisen.

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