Angst der Verbraucher vor Betrügern beim Online-Banking sinkt
30. Juni 2009
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Presseinformation der Initiative D21 vom 30.06.2009.
Angst der Verbraucher vor Betrügern beim Online-Banking sinkt
Zuverlässige, einfache Sicherheitsverfahren und Aufklärung wichtig
Karlsruhe / Berlin / München, 30. Juni 2009 – Trotz Datenskandalen und Virenalarm fühlen sich Deutschlands Verbraucher bei ihren Online-Banking-Transaktionen deutlich sicherer als im Vorjahr. Zu diesem Ergebnis kommt die Sonderstudie der FIDUCIA IT AG „Online-Banking – Mit Sicherheit! Vertrauen und Sicherheitsbewusstsein bei Bankgeschäften im Internet“. Im Rahmen des (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest, wurden insgesamt 1.000 deutschsprachige Internetnutzer im Alter ab 18 Jahren online nach ihren Einstellungen zum Thema Sicherheit und Datenschutz beim Online-Banking befragt.
Online-Banking-Betrüger sind dreist, raffiniert und richten großen finanziellen Schaden an. Dagegen helfen stets auf dem neuesten Stand gehaltene Sicherheitsverfahren. Geht es um den Onlinezugang zu den Konten, sind Kunden von genossenschaftlichen Banken beispielsweise mit der mobileTAN-Technologie der FIDUCIA, die der TÜV Rheinland zertifiziert hat, auf der sicheren Seite. Hier erhält der Kunde vor der Autorisierung eine SMS auf sein Handy, in der Betrag, persönliche Daten sowie eine TAN stehen. Damit stellen die Banken im genossenschaftlichen FinanzVerbund ihren Kunden ein Verfahren zur Verfügung, das unabhängig vom eventuell mit Viren befallenen PC funktioniert. Die Sicherheitsverfahren zeigen inzwischen Wirkung – und die Verbraucher fühlen sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser vor Online-Kriminalität geschützt, wie die aktuelle Sonderstudie der FIDUCIA im Rahmen des (N)ONLINER Atlas 2009 zeigt: Während 2008 noch 16 Prozent der Befragten aus Angst vor Betrügern auf Online-Banking Transaktionen verzichteten, sank dieser Prozentsatz in 2009 auf vier Prozent. „Dennoch ist es enorm wichtig, dass die technischen Entwicklungen immer in Bewegung bleiben, denn die Angriffe werden professioneller und der Kunden-PC ist nach wie vor das schwächste Glied in der Sicherheitskette. Dabei ist es eine große Herausforderung, Systeme zu finden, die so einfach sind, dass sie vom Verbraucher akzeptiert und genutzt werden“, betont Michael Krings, Vorsitzender des Vorstands der FIDUCIA IT AG. Um den Banken eine Wahlmöglichkeit für die Ausstattung ihrer Kunden mit sicheren Verfahren zu bieten, hat die FIDUCIA neben mobileTAN das Verfahren Sm@rt-TAN plus entwickelt. Bei den aktuellen Markttests wird vor allem darauf geachtet, dass das Verfahren intuitiv vom Kunden bedienbar ist. Anschließend wird das neue Verfahren allen Banken und deren Kunden zur Verfügung gestellt.
Trotz sinkender Ängste vor Betrug stehen Sicherheit und Datenschutz im Bewusstsein der Verbraucher nach wie vor an erster Stelle. Auch das beweist die aktuelle Studie. So verwundert es nicht, dass die Bereitschaft, aktiv etwas für die Sicherheit zu tun, tendenziell zugenommen hat. 85 Prozent der Befragten akzeptieren Sicherheitsvorkehrungen wie Virenschutzprogramme und Anti-Spy-Ware. Diese Verfahren stehen damit an erster Stelle. 81 Prozent der Befragten kontrollieren regelmäßig die Umsätze ihrer Konten, und 75 Prozent rufen Online-Banking nur über die Startseite ihrer Bank auf. Danach folgt mit 67 Prozent als Sicherheitsmaßnahme die regelmäßige Installation von Updates für Betriebssystem und Virenscanner. Hier besteht weiterhin Aufklärungsbedarf. Es erweist sich als unzureichend, Sicherheitshinweise auf die Online-Banking-Seite zu stellen. Gefragt sind Sicherheitsmechanismen, die auch dem durchschnittlichen Kunden ohne besondere Kenntnisse und Fähigkeiten wenige Möglichkeiten für falsches Verhalten lassen.
Die mobileTAN als zur Zeit sicherstes Verfahren beim Online-Banking konnte den Bekanntheitsgrad nochmals um sechs Prozent auf jetzt 58 Prozent steigern, und auch die Nutzung stieg von 24 auf 34 Prozent. Das iTAN Verfahren wird jedoch mit 39 Prozent immer noch am häufigsten eingesetzt. Auch hier sind weiterhin Aufklärungsarbeit und innovative Marketingideen gefragt. Dass gutes Marketing Früchte tragen kann, zeigen die Erfahrungen einiger von der FIDUCIA betreuten Banken. Sie haben es geschafft, bereits bis zu 70 Prozent ihrer Kunden auf das einfach zu bedienende mobileTAN-Verfahren umzustellen.
Die aktuelle Studie bekräftigt den Trend, dass Verbraucher trotz hohem Sicherheitsbewusstsein Sicherheit möglichst zum Nulltarif wünschen. Insbesondere vor dem Hintergrund wirtschaftlich schwierigerer Zeiten ist es verständlich, dass inzwischen 67 Prozent der Befragten nicht bereit sind, für die Sicherheit ihrer Online-Transaktionen etwas zu bezahlen (2008 lag die Zahl noch bei 61 Prozent). Auch die Zahl derer, die bereit sind, einmalig – beispielsweise in einen Kartenleser – zu investieren, sank von 15 auf 13 Prozent.
Bei der großen Zahl der sicherheitsbewussten, aber sehr preissensiblen Kunden können jene Banken punkten, die mit einem Sicherheitspaket wie VR-Banking Plus ihren Bankkunden nicht nur kostenlose Sicherheit für ihre Online-Transaktionen durch mobileTAN anbieten, sondern außerdem eine hervorragende Firewall- und Virenschutzsoftware, die das Surfen im Web generell sicherer macht.
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Über die Initiative D21
Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.
FIDUCIA Gruppe
Die FIDUCIA Gruppe mit Hauptsitz in Karlsruhe ist einer der führenden IT-Dienstleister in Deutschland sowie IT-Competence Center und größter IT-Dienstleister im genossenschaftlichen FinanzVerbund. Bestehend aus der FIDUCIA IT AG sowie deren Tochter- und Beteiligungsunternehmen bietet das Unternehmen ein umfassendes Dienstleistungsspektrum auf dem Gebiet der Informationstechnologie an. Das Kerngeschäft der FIDUCIA Gruppe ist die Erbringung von IT-Leistungen für rund 750 Genossenschaftsbanken, für die Zentralinstitute und Unternehmen im genossenschaftlichen FinanzVerbund sowie für Privatbanken. Auch Öffentliche Verwaltungen und Industrieunternehmen zählen zu den Kunden der FIDUCIA Gruppe. Die Kernkompetenzen der FIDUCIA liegen im Rechenzentrumsbetrieb auf höchstem Sicherheitsniveau unter Einsatz moderner Großrechner-Technologie, Open-System- und Unix-Technologie sowie in der Entwicklung und Implementierung integrierter IT-Lösungen. Mit dem Banksystem agree bietet die FIDUCIA ein hochmodernes, integriertes Kernbanksystem, das von rund 800 Banken eingesetzt wird. Im Geschäftsjahr 2008 erwirtschaftete die FIDUCIA Gruppe mit knapp 2.800 Mitarbeitern einen Umsatz von 682 Millionen Euro. Weitere Informationen unter: www.fiducia.de
Bildung und Internetnutzung: Die Richtung stimmt
30. Juni 2009
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Bildung und Internetnutzung: Die Richtung stimmt
(N)ONLINER Atlas 2009 zeigt Annäherung der Onliner-Anteile aller Bildungsschichten / Digitaler Graben noch nicht überwunden
Berlin, 30. Juni 2009 – Der Abstand zwischen den Bildungsschichten bei der Internetnutzung hat sich auch in diesem Jahr verringert. Besonders erfreulich ist dabei das überdurchschnittliche Wachstum von 5,3 Prozent bei der Gruppe mit einfachem Bildungsabschluss (Volks-/Hauptschule). Damit ist zum ersten Mal überhaupt die Internetnutzung in allen Bildungsgruppen über die 50 Prozentmarke geklettert.
Die Zahlen des (N)ONLINER Atlas 2009 zeigen, dass insbesondere bei den Befragten zwischen 14 und 49 Jahren der Einfluss der Bildung auf die Internetnutzung weiter abnimmt. Die Erklärung dafür ist ebenso schlicht wie positiv: Die Gruppe derjenigen mit hoher formaler Bildung nutzt beinahe vollständig das Internet, Wachstum findet in anderen Gruppen statt. 97,6 Prozent der Hochschulabsolventen und 96,3 Prozent der Personen mit Abitur haben in dieser Altersgruppe bereits den Weg in die digitale Welt gefunden. Dementsprechend fallen auch die Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr (Studium: 0,4 Prozentpunkte, Abitur: 1,1 Prozentpunkte) gering aus. Überdurchschnittliche Zuwachsraten verzeichnen bei den 14 bis 49 Jährigen die Befragten mit einfachem Bildungsabschluss. Nutzten bei Volksschülern ohne Lehre im letzten Jahr mit 68,2 Prozent noch zwei von drei Befragten das Internet, so sind es aktuell mit 75,7 Prozent immerhin schon drei Viertel, die zu den Onlinern zählen. Alle anderen Bildungsgruppen bis 49 Jahre nutzen zu über 80 Prozent das Internet. Die Gruppe der Schüler/innen hebt sich mit 97 Prozent besonders hervor. Sie sind Teil der ersten Generation, die ein Leben ohne das Internet kaum noch kennt.
Dr. Rainer Esser, Vizepräsident der Initiative D21 und Geschäftsführer des ZEIT Verlags, kommentiert die Entwicklung so: „Das Internet ist die Bibliothek, die ich mir bereits während meines Studiums gewünscht hätte: Unendlich groß und unschlagbar schnell in der Informationsbeschaffung. Ein fantastisches Bildungsinstrument, das von vielen aber erst noch als solches entdeckt und genutzt werden muss. Qualität im Netz muss gefördert werden, aber auch der Zugang dazu."
Gerade die Analyse der Best Ager (über 50 Jahre) in Kombination mit dem Bildungsabschluss zeigt, dass die grundsätzlich positive Entwicklung bei der Internetnutzung noch nicht alle Menschen erreicht hat. Während der Einfluss in der Altersgruppe der 14 bis 49-Jährigen auf die Internetnutzung tendenziell sinkt, verbuchen die Best Ager mit hoher formaler Bildung immer noch hohe Zuwachsraten (4,2 Prozentpunkte). Von den über 50-Jährigen mit Hochschulabschluss sind 74,6 Prozent online, während bei befragten Personen mit Volksschulabschluss ohne Lehre trotz Zuwachs von 3,1 Prozentpunkten nur 13,6 Prozent das Internet nutzen. Die enorme Differenz von 61,0 Prozentpunkten verdeutlicht, dass sich gerade bei der älteren Generation noch ein tiefer digitaler Graben entlang der Bildungsgrenze zieht.
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Internetnutzung: Alle Bundesländer überspringen 60 Prozent Marke
30. Juni 2009
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Presseinformation der Initiative D21 vom 30. Juni 2009.
Internetnutzung: Alle Bundesländer überspringen 60 Prozent Marke
(N)ONLINER Atlas 2009: Bremen führt Länderranking aktuell an / Stadtstaaten liegen vorn / Saarland mit zweithöchster Zuwachsrate
Berlin, 30. Juni 2009 – Bremen setzt sich als Bundesland mit dem höchsten Onliner-Anteil von 74,2 Prozent in diesem Jahr knapp vor Berlin (73,3 Prozent) an den ersten Platz im Bundesländerranking. Mit einem Zuwachs von 8,1 Prozentpunkten hat sich Bremen am deutlichsten von allen Bundesländern gesteigert. Neben Berlin (Platz zwei) ist auch der dritte Stadtstaat Hamburg mit 72,3 Prozent (Platz vier) unter den Top 5 vertreten. An dritter Stelle liegt Baden-Württemberg (72,6 Prozent) und Hessen übernimmt Rang fünf (71,0 Prozent). Mit jeweils über 70 Prozent liegen die Top 5 deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 69,1 Prozent bei der Internetnutzung. Insgesamt hat sich in allen Bundesländern der Onliner-Anteil erhöht und kein Bundesland liegt mehr unter der 60 Prozent Marke. Das sind zentrale Ergebnisse der Internetnutzung nach Bundesländern im (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest.
Das Saarland ist auch in diesem Jahr erneut unter den Ländern mit den größten Zuwachsraten vertreten. Durch das zweithöchste Anteils-Wachstum unter allen Bundesländern (6,2 Prozentpunkte) steigen die Saarländer vom letzten Platz des Vorjahres auf Rang 13. Mit 63 Prozent saarländischen Internetnutzern hat es Thüringen (62,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (61,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (60,7 Prozent) überholt. Die geringste Zuwachsrate im Vergleich zum letzten Jahr weist Rheinland-Pfalz mit vergleichsweise geringen 0,8 Prozentpunkten auf. Danach folgen Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt mit einer Steigerung um 2,3 Prozentpunkte. Ebenfalls weniger als 3 Prozentpunkte Zuwachs gibt es in den Bundesländern Bayern und Thüringen.
Im Unterschied zu den Vorjahren hat sich der Abstand des Onliner-Anteils zwischen dem ersten und dem letzten Bundesland im Ranking nicht weiter verringert – er verharrt bei 13,5 Prozentpunkten.
„Für Politik und Wirtschaft können die aktuellen Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2009 als wichtige Gestaltungsgrundlage dienen, mit dem Ziel, bislang wenig erschlossene Bevölkerungsschichten an das Internet heranzuführen. Denn unbestritten dürfte sein, dass das Internet DIE Basistechnologie einer modernen, zukunftsfähigen Gesellschaft ist und eine entsprechend hohe Aufmerksamkeit der Entscheidungsträger verdient“, sagt Robert A. Wieland, Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH.
Auf Regierungsbezirksebene treten regionale Unterschiede und damit verbundene Strukturunterschiede noch deutlicher hervor. So liegt beispielsweise das Bundesland Bayern mit einem Onliner-Anteil von 69,2 Prozent fast exakt im Bundesdurchschnitt. Die Analyse nach Regierungsbezirken zeigt jedoch, dass dieses Ergebnis ein Mix aus überdurchschnittlichen Onliner-Anteilen in Bezirken wie Oberbayern mit dem Ballungsraum München und unterdurchschnittlichen Onliner-Anteilen in strukturschwächeren Bezirken wie der Oberpfalz darstellt.
Auf diese geografisch-strukturellen Unterschiede deutet auch das nach wie vor festzustellende Stadt-Land-Gefälle hin: So sind in Ballungsräumen mit 500.000 Einwohnern und mehr bereits 72,4 Prozent der Bevölkerung Internetnutzer während in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern erst lediglich 63,9 Prozent online sind.
Kein Ost-West-Gefälle mehr bei Breitbandnutzung
Durch die weiterhin dynamische Entwicklung der Breitbandnutzung im Bundesländervergleich ist in diesem Jahr kein klares Ost-West-Gefälle mehr erkennbar. Die Ergebnisse zeigen vielmehr ein bunteres Bild. Einzelne Länder im Osten wie im Westen liegen sowohl über als auch unter dem Durchschnitt. In 2009 kann das Bundesland Thüringen den höchsten Breitband-Anteil in der gesamten Bundesrepublik verzeichnen. Im Gegensatz zur Spannweite des Onliner-Anteils insgesamt, nimmt der Abstand bei der Breitbandnutzung zwischen den Bundesländern weiter ab. Vor zwei Jahren lag dieser noch bei 21,2 Prozentpunkten und hat sich über 11,3 Prozentpunkte im Vorjahr auf aktuell 9,7 Prozentpunkte verringert.
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Internetnutzung: Große Unterschiede in der Generation 50plus
30. Juni 2009
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Presseinformation der Initiative D21 vom 30.06.2009.
Internetnutzung: Große Unterschiede in der Generation 50plus
(N)ONLINER Atlas 2009: 60- bis 69-Jährige haben höchste Zuwachsraten bei der Internetnutzung / Nur 19 Prozent der über 70-Jährigen sind online
Berlin, 30. Juni 2009 – Der Abstand zwischen den über 50-Jährigen und den jüngeren Internetnutzern ist auch 2009 leicht zurückgegangen. Mit einem Onliner-Anteil von 44,9 Prozent erreicht die Generation 50plus jedoch nicht annähernd den bundesweiten Durchschnitt von 69,1 Prozent. Genauer aufgeschlüsselt zeigt sich ein differenziertes Bild: Liegt die Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen mit 67,1 Prozent nur knapp unter dem Durchschnitt, haben die 60- bis 69-Jährigen mit 6,9 Prozentpunkten zwar den stärksten Zuwachs, erreichen selbst damit aber noch nicht die 50-Prozent Marke (48,5 Prozent). Dramatisch sieht es bei den über 70-Jährigen aus: Bei vergleichsweise geringer Steigerung um 2,7 Prozentpunkte sind in dieser Altersgruppe erst 19 Prozent, also nicht einmal jeder Fünfte, online.
Während bei allen Altersgruppen bis 49 Jahren die Internetnutzung inzwischen über 80 Prozent liegt, muss die Mehrheit der Bürger über 60 Jahre noch gezielt angesprochen und gefördert werden, damit auch sie die Möglichkeiten und den Nutzen des Internets für sich entdecken. Das sind zentrale Erkenntnisse aus der Analyse der Internetnutzung nach Altersgruppen aus dem (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest.
Männer-Frauen über 50 Jahren im Internet: Abstand vergrößert sich erneut
Die Differenz zwischen den Geschlechtern bei der Internetnutzung über 50 Jahren ist 2009 um 1,4 Prozent auf inzwischen 21,1 Prozentpunkte gestiegen. Damit sind 56,3 Prozent der Männer, aber nur 35,2 Prozent der Frauen der Altersgruppe 50plus online.
Birgit Kampmann, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit, dazu: „Gerade ältere Frauen profitieren momentan noch zu wenig von dem positiven Trend bei der Internetnutzung. Es müssen für sie neue Ansätze gefunden werden, um ihnen den kompetenten Umgang mit dem Internet nahe zu bringen und den persönlichen Nutzen zu vermitteln. Dafür suchen wir Internet-Patinnen und -Paten, die ihr Wissen gerne teilen und sich engagieren wollen.“
Bildung und Beruf haben großen Einfluss auf Internetnutzung
Die Analyse der Best Ager (über 50 Jahre) in Kombination mit ihrer Bildung zeigt große Unterschiede zu den Befragten zwischen 14 und 49 Jahren. Während bei den Jüngeren der Einfluss der Bildung auf die Internetnutzung tendenziell sinkt, verbuchen die Best Ager mit hoher formaler Bildung immer noch hohe Zuwachsraten (4,2 Prozentpunkte). Von den über 50-Jährigen mit Studium sind 74,6 Prozent Onliner, während unter den Best Agern mit Volksschulabschluss ohne Lehre nur 13,6 Onliner sind (Zuwachs 3,1 Prozentpunkte). Daraus ergibt sich eine Differenz der Onliner von 61,0 Prozentpunkten zwischen Best Agern mit hohen und einfachen formalen Bildungsabschlüssen.
Die Untersuchung der Berufstätigkeit der Onliner lässt auch in diesem Jahr wieder einen positiven Zusammenhang erkennen. Unter den berufstätigen Best Agern sind 70,4 Prozent Onliner, was einer Steigerung von 4,2 Prozentpunkten entspricht. Bei den nicht berufstätigen Best Agern, ist hingegen nur knapp jeder Dritte online (32,8 Prozent), was einer Steigerung im Jahresvergleich von 3,9 Prozent entspricht.
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(N)ONLINER Atlas 2009: Internetnutzung entwickelt sich weiter dynamisch – fast 70 Prozent sind online
30. Juni 2009
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Presseinformation der Initiative D21 vom 30. Juni 2009.
(N)ONLINER Atlas 2009: Internetnutzung entwickelt sich weiter dynamisch – fast 70 Prozent sind online
Onliner-Anteil wächst im Jahresvergleich um 4 Prozentpunkte / Stärkerer Zuwachs bei bislang unterrepräsentierten Gruppen / Mehr über 60-Jährige gehen online
Berlin, 30. Juni 2009 – Laut (N)ONLINER Atlas 2009 ist der Onliner-Anteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozentpunkte auf 69,1 Prozent deutlich gestiegen und weist damit die zweithöchste Steigerungsrate der letzten sechs Jahre auf. Gleichzeitig ist der Offliner-Anteil um 3,3 Prozentpunkte auf 26,6 Prozent gesunken. Mit 4,3 Prozent wollen 0,6 Prozent weniger Nutzungsplaner als im Vorjahr in den nächsten zwölf Monaten das Internet neu für sich entdecken.
Das sind zentrale Ergebnisse des (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, die bereits zum neunten Mal von TNS Infratest durchgeführt wurde. Jedes Jahr werden in Deutschlands größter Studie zur Internetnutzung die Veränderungen in diesem Bereich detailliert beleuchtet. Mit über 30.000 Interviews dokumentiert der diesjährige (N)ONLINER Atlas Strukturen der Nutzung und Nichtnutzung nach Kriterien wie Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildungsstand oder Beschäftigung und veröffentlicht regionale Vergleiche nach Bundesländern, Regierungsbezirken und Ortsgrößenklassen.
"Ich begrüße die deutliche Steigerung der Internetnutzung. Internetkenntnisse sind wichtig für den Standort Deutschland und für die Menschen. Der kompetente Umgang mit dem Internet wird immer mehr zur Voraussetzung für Chancengleichheit im Beruf und im Leben. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unternimmt daher einiges, um die Zahl der Onliner zu erhöhen. Dies betrifft den Ausbau der notwendigen Infrastruktur ebenso wie spezielle Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Online-Nutzung. So haben wir kürzlich die Initiative "Internet erfahren" gestartet. Die Ergebnisse des diesjährigen (N)ONLINER Atlas bieten wichtige Hinweise darauf, in welchen Bereichen wir unsere Anstrengungen fortsetzen müssen", so Dr. Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Internetnutzung in allen Bundesländern gestiegen – Bremen aktuell an der Spitze
Im Bundesländerranking haben die Stadtstaaten die Nase vorn und sind diesmal vollständig unter den TOP 5 vertreten. Mit 74,2 Prozent Internetnutzern liegt Bremen in diesem Jahr noch vor Berlin (73,3 Prozent) auf Platz eins und hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 8,1 Prozentpunkten am deutlichsten von allen Bundesländern gesteigert. Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit 72,6 Prozent und der Stadtstaat Hamburg erreicht Platz vier mit 72,3 Prozent. Im Vorjahr noch letzter im Ranking, weist das Saarland mit 6,2 Prozentpunkten die zweithöchste Steigerung aller Bundesländer auf. Mit 63 Prozent Internetnutzern hat damit das Saarland in diesem Jahr Thüringen (62,6 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (61,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt (60,7 Prozent) knapp überholt. Im Unterschied zu den Ergebnissen der Vorjahre hat sich der Abstand des Onliner-Anteils zwischen dem ersten und dem letzten Bundesland im Ranking in diesem Jahr nicht weiter verringert. Auch ein Stadt-Land-Gefälle ist nach wie vor zu konstatieren: In Ballungsräumen mit 500.000 Einwohnern und mehr sind bereits 72,4 Prozent der Bevölkerung online, in Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sind es lediglich 63,9 Prozent.
Bevölkerungsgruppen mit Nachholbedarf mit überdurchschnittlichem Onliner-Wachstum
Die Zahlen der Onliner in den verschiedenen Altersgruppen zeigen – wie in den Vorjahren – auch 2009 einen allgemeinen Aufwärtstrend. Bei den unter 50-Jährigen liegt der Anteil der Internetnutzer inzwischen durchweg über 80 Prozent. Den größten Zuwachs kann in diesem Jahr die Gruppe der 60- bis 69-Jährigen verbuchen. Dort stieg der Anteil der Internetnutzer besonders kräftig um 6,9 Prozentpunkte von 41,6 auf 48,5 Prozent an. Die Generation 70plus wird jedoch nach wie vor nicht erreicht. Hier ist nicht einmal jeder Fünfte online – bei weiter nur geringem Wachstum.
Neben den „Best Agern“ gibt es weitere, im Internet bislang unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen wie Menschen mit formal einfachem Bildungshintergrund oder Personen in Haushalten mit geringem Einkommen. In beiden demographischen Gruppen wächst der Onliner-Anteil im Jahresvergleich erfreulicherweise überdurchschnittlich. So steigt der Onliner-Anteil von Personen in Haushalten mit einem Haushaltsnettoeinkommen unter 1.000 EUR um 6,1 Prozentpunkte auf nunmehr 47 Prozent an, damit ist jedoch dort noch nicht einmal jeder Zweite online. Dagegen sind Personen in Haushalten mit Monatseinkommen von 3.000 EUR und mehr zu 89,4 Prozent Internetnutzer.
„Fast 70 Prozent der Menschen in Deutschland sind inzwischen online. Aber 21 Millionen sind es eben noch nicht. Wir müssen bei der digitalen Integration weiterhin am Ball bleiben und mit gezielten Aktivitäten die Offliner fördern. Mit Projekten wie "Online-Kompetenz für die Generation 50plus" hat die Initiative D21 bereits früh diese Herausforderung erkannt und aufgegriffen. Nur so können wir auch das Bewusstsein für die Vermittlung der digitalen Kompetenz wecken und Deutschland erfolgreich in die Zukunft führen“, fordert Hannes Schwaderer, Präsident der Initiative D21 und Geschäftsführer der Intel GmbH.
Breitbandnutzung – DSL dominiert, Kabel- und Mobilzugänge steigen
Der Zugang über DSL ist auch in diesem Jahr wieder der mit Abstand am meisten genutzte Weg ins Internet. Nach DSL mit einem Anteil von 61,5 Prozent, folgen mit großem Abstand ISDN mit 13,9 Prozent und Modem (analog) mit 9,6 Prozent. Die Zugangsart Kabel hat mit 4,7 Prozent ein deutliches Wachstum von 1,5 Prozentpunkten erlebt. Auch der mobile Internetzugang als Hauptzugangsart zu Hause ist, wenn auch nur leicht, in diesem Jahr von 1,4 Prozent auf 1,7 Prozent gestiegen. Insgesamt nutzen inzwischen 66,9 Prozent der Onliner einen breitbandigen Internetzugang. Der Breitbandanschluss ist der entscheidende Faktor für das absolute Wachstum bei der Internetnutzung, das zu 90 Prozent durch diesen getragen wird. Nur noch 2,2 Prozent (im Vorjahr 3,7 Prozent) der Onliner geben an, keinen Internetzugang zu Hause zu haben.
„Neben den DSL-Anbietern haben nun auch die Kabel- und Mobilfunkanbieter ihre Möglichkeiten in der Breitbandnutzung erkannt und die Angebote hierfür weiter ausgebaut. An den steigenden Zahlen lässt sich ablesen, dass dies gut von den Verbrauchern angenommen wird“, sagt Robert A. Wieland, Mitglied des Gesamtvorstandes der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH.
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(N)ONLINER Atlas 2009: Breitband treibt Internetwachstum
30. Juni 2009
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(N)ONLINER Atlas 2009: Breitband treibt Internetwachstum
Erstmals über zwei Drittel der Onliner breitbandig unterwegs / Kein Ost-West-Gefälle mehr bei Breitbandnutzung
Berlin, 30. Juni 2009 – Immer mehr Deutsche sind mit Highspeed im Internet unterwegs. Erstmals nutzen mehr als zwei Drittel (66,9 Prozent) aller Onliner in Deutschland zu Hause einen Breitbandzugang. Gemessen an der Gesamtbevölkerung sind dies 46,2 Prozent und somit 3,6 Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Die Breitbandnutzung in Deutschland entwickelt sich damit weiterhin dynamisch und ist bei einer Steigerung des Onliner-Anteils um 4,0 Prozentpunkte der entscheidende Treiber des Internetwachstums in diesem Jahr. Das sind zentrale Ergebnisse zur Breitbanduntersuchung im (N)ONLINER Atlas 2009, einer Studie der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest.
Robert A. Wieland, Mitglied des Gesamtvorstandes der Initiative D21 und Geschäftsführer der TNS Infratest GmbH, dazu: „Die positive Entwicklung bei der Breitbandnutzung wird sich zweifellos fortsetzen. Die Gewohnheiten der Onliner haben sich in den letzten Jahren ebenso rasant geändert wie die Angebotsstrukturen im Netz und verlangen nach immer mehr Geschwindigkeit. Dies erhöht die Nachfrage und steigert die Wettbewerbsintensität unter den Telekommunikationsanbietern und Kabelnetzbetreibern.“
DSL ist in Deutschland mit einem Anteil von 61,5 Prozent weiterhin die meistgenutzte Zugangsform beim Internetanschluss zu Hause. Erneut wächst der Anteil des Zugangskanals Breitbandkabel dynamisch. Mit einem Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten hat sich der Zugang über das Kabelmodem inzwischen mit einem Anteil von 4,7 Prozent als feste Größe bei den Internetzugangsformen etabliert. Der mobile Internetzugang zu Hause legt ebenfalls zu, spielt aber mit 1,7 Prozent nach wie vor nur eine geringe Rolle als Hauptanschluss. Die schmalbandigen Zugangsformen ISDN und Analogmodem verlieren dagegen insgesamt weiter an Attraktivität und an Marktanteilen, liegen im Ranking aber mit 13,9 Prozent (ISDN) und 9,6 Prozent (Analogmodem) noch immer an den Positionen zwei und drei.
Breitbandnutzung aktuell in Thüringen am höchsten – Stadt-Land-Gefälle nimmt weiter ab
Im Bundesländerranking gab es innerhalb des letzten Jahres erhebliche Veränderungen bei der Breitbandnutzung. Lagen die Flächenländer in Ostdeutschland 2008 noch unter dem Bundesdurchschnitt, ergibt sich durch die unterschiedliche Dynamik ein heterogeneres Bild: Sowohl im Westen als auch im Osten gibt es 2009 Bundesländer, die über bzw. unter dem Durchschnitt von 66,9 Prozent liegen. Thüringen setzt sich dabei in diesem Jahr noch vor Berlin an die Spitze des Länderrankings.
Besonders erfreulich sind die Daten bei der Entwicklung des Stadt-Land-Gefälles: Der Abstand zwischen den Metropolen (500.000 Einwohner und mehr), die mit 67,7 Prozent nach wie vor die höchste Breitbanddichte aufweisen und der kleinsten Ortsgrößenklasse (weniger als 5.000 Einwohner) verringerte sich um 5,2 Prozentpunkte auf lediglich 1,6 Prozentpunkte. Damit ist trotz der noch vorhandenen „weißen Flecken“ summarisch betrachtet die Breitbandnutzung auf dem Land ähnlich weit verbreitet wie in der Stadt.
Über Stadt und Land hinweg bleibt aber der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtern bei der Breitbandnutzung hoch: Männer nutzen mit 75,1 Prozent weitaus häufiger einen Breitbandanschluss als Frauen (57,4 Prozent). Mit jeweils einem Anteilszuwachs von 1,5 Prozentpunkten hat sich im Vergleich zum Vorjahr der Abstand nicht verringert.
Die Ergebnisse zeigen auch: Je älter der Internetnutzer, desto geringer die Breitbandnutzung. Dennoch gibt es hier positive Entwicklungen: Erstmals surfen über 50 Prozent in allen Altersgruppen breitbandig. Das größte Wachstum (5,2 Prozentpunkte) verzeichnet dabei die Generation „70plus“, bei der jetzt 55 Prozent breitbandig angebunden sind. „Diese Entwicklungen zeigen ganz deutlich, dass Onliner inzwischen grundsätzlich schnell im Netz unterwegs sein wollen. Damit sich dieser Trend fortsetzt, engagiert sich die Initiative D21 seit Jahren federführend in der Deutschen Breitbandinitiative und wird die Entwicklung damit weiter unterstützen“, so Robert A. Wieland weiter.
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Die Initiative D21 ist Deutschlands größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.
BMWi-Studie: Mehr Wertschöpfung durch mobile Informations- und Kommunikationstechnik erreichbar
Mobile Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) bieten ein wichtiges Potenzial zur Erhöhung der Wertschöpfung in mittelständischen Unternehmen und Verwaltungen. Dies ist das Ergebnis der Studie „Mobilisierung von Wertschöpfungsprozessen durch innovative und sichere Informationstechnologie“, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Auftrag gegeben wurde. Die Untersuchung erfolgte im Rahmen der Begleitforschung zum BMWi-Förderprogramm „SimoBIT - Sichere mobile Informationstechnik in Mittelstand und Verwaltung“ (www.simobit.de) durch das Institut für Information, Organisation und Management (IOM) der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Die Studie zeigt, dass mobile IKT-Lösungen die Kosten und die Fehleranfälligkeit papierbasierter Prozesse reduzieren, mehr Markttransparenz schaffen, Prozesse beschleunigen und sowohl die Effizienz als auch die Effektivität der Wertschöpfung in Unternehmen und Verwaltungen steigern können. Dabei handelt es sich nach Einschätzung der Autoren um große Auswirkungen, vor allem in den vier Anwendungsfeldern Verwaltung, Maschinenbau, Gesundheitswirtschaft und Handwerk, die auch mit dem BMWi-Förderprogramm „SimoBIT“ adressiert werden. Durch Integration mobiler IKT-Lösungen werden Wertschöpfungsprozesse so umgestaltet, dass neue Geschäftsmodelle entstehen, die u.a. zu weit reichenden Kosten- und Zeitersparnissen sowie zu mehr Flexibilität und verbesserten Kundenbeziehungen führen. Beispiele sind neue mobilfunkgestützte Wartungsdienste, neue Formen der Online-Kooperation von KMU’s sowie verbesserte Assistenzsysteme für die Notfallmedizin, Pflegelogistik oder Feuerwehr. Andererseits stellen die mit mobiler IKT-Nutzung einhergehenden Veränderungen mit Blick auf die deutlich erweiterten Organisations- und Interaktionsmöglichkeiten ganz neue Anforderungen an Mitarbeiter und Management. Entsprechende Prozesse müssen daher aktiv durch ein „Change Management“ begleitet und neue Anreize für die Mitarbeiter zur Ausschöpfung der neuen mobilen IKT-Möglichkeiten geschaffen werden.
Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Bernd Pfaffenbach: „Ich bin davon überzeugt, dass die neuen betrieblichen mobilen IKT-Anwendungen vor allem auch kleinen und mittleren Unternehmen deutliche Produktivitätssteigerungen und neue Wettbewerbsvorteile bringen sowie zu neuen Wachstumsmärkten und Beschäftigungsfeldern führen werden. Deshalb ist es wichtig, dass die im Rahmen des BMWi-Technologieprogramms „SimoBIT“ geförderten Unternehmen ihre Ergebnisse und Erfahrungen beschleunigt und breitenwirksam bekannt machen und so im großen Umfang Nachahmungseffekte und Folgeinvestitionen auslösen.“
Gemäß den Ergebnissen der neuen BMWi-Studie werden im Jahr 2012 die mobilen Daten-Dienste 5,7 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit bereits ein Drittel der Mobilfunkumsätze insgesamt aufweisen. Derzeit bringen die zunehmend auch im Unternehmensbereich eingesetzten mobilen Daten-Anwendungen bereits 2,3 Mrd. Euro an Umsätzen ein. Gleichwohl sind noch große Anstrengungen nötig. Denn die breite Anwendung mobiler IKT in betrieblichen Prozessen bezieht sich im Wesentlichen immer noch auf Büroanwendungen, wie E-Mail, Terminplanung usw.
Die Studie hat systematisch alle Hemmnisse, Triebkräfte und Wachstumschancen analysiert und gibt an Hand der empirischen Untersuchung der im Rahmen des SimoBIT-Programms geförderten FuE-Projekte wichtige Hinweise zum praktischen Handeln. So werden als kritische Erfolgsfaktoren für eine schnelle Verbreitung und Erschließung der Effizienzpotenziale mobiler IKT-Lösungen u.a. flexible Produktmodelle empfohlen, die sich ohne großen Aufwand auf erweiterte Kundenwünsche und angrenzende Marktsegmente anpassen lassen. Außerdem ist es wichtig, modulare Lösungen zu schaffen, die eine möglichst einfache und intuitive Handhabung bieten und so das Vertrauen in die Systeme sowie die Akzeptanz auf Seiten der Nutzer stärken. Von großer Bedeutung sind hier insbesondere hohe Sicherheit bei der Datenübertragung und die Möglichkeit, die neuen IKT-Dienste nahtlos in bestehende Systeme integrieren zu können. Schließlich kommt es bei der Entwicklung der neuen mobilen IKT Dienste für Unternehmen und Verwaltungen auch darauf an, dass frühzeitig Kooperationspartner gewonnen und detaillierte Businesspläne erstellt werden.
Die Ergebnisse können im Portal zum BMWi-Technologieprogramm „SimoBIT“ eingesehen sowie herunter geladen werden (www.simobit.de).
Kontakt:
Pressestelle BMWi
Telefon: 030 18 615-6121 oder -6131
E-Mail: buero-L2@bmwi.bund.de
“Online-Bewertungen ersetzen nicht das persönliche Gespräch zwischen Schülern und Lehrern”
Mit dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Zulässigkeit der anonymen Bewertung von Lehrern durch Schüler in Internetforen hat das Gericht das Recht auf freie Meinungsäußerung im Internet höher gewichtet als das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und das Persönlichkeitsrecht der betroffenen Lehrerin.
Unter Abwägung gewichtiger Rechtsgüter hat der BGH damit erstmals Kriterien für die Zulässigkeit der umstrittenen Online-Benotungen aufgestellt.
Die engagiert und kontrovers geführte Auseinandersetzung zwischen Gegnern und Befürwortern personenbezogener Bewertungsplattformen im Internet macht deutlich, dass das Internet inzwischen alle Lebenswelten erfasst hat. Das Internet ist nicht gut oder schlecht. Es kommt darauf an, was man damit macht. Es ist kein rechtsfreier Raum, die Grundregeln des Persönlichkeits- und des Datenschutzes müssen auch dort eingehalten werden. Auf der anderen Seite sind Bewertungen Teil unseres Lebens – und das gilt selbstverständlich auch für das Bildungswesen. Anonyme Bewertungen im Internet werden jedoch dem besonderen Vertrauensverhältnis zwischen Schülern und Lehrern und dem Erziehungsauftrag der Schulen nicht gerecht. Anstatt miteinander zu reden, wird übereinander geredet und geurteilt. Einem gedeihlichen Miteinander und der Entwicklung eines stabilen Gemeinschaftsgefühls ist dies nicht dienlich.
Bundesinnenminister Schäuble:
"Anstelle anonymer Kritik im Internet muss die Dialogfähigkeit vor Ort in den Schulen und Klassenräumen gestärkt werden. Wo Kritik angebracht ist, muss sie auch geäußert werden, am besten konkret und direkt. Dies führt am ehesten zu Verbesserungen."
Bundesbildungsministerin Schavan:
"Uns kommt es darauf an zu zeigen, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer Tag für Tag eine wichtige und anspruchsvolle Arbeit machen. Die allermeisten machen dies gut und engagiert."
Dies gelte es stärker als bisher auch öffentlich zu würdigen.
Kontakt:
Bundesministerium des Innern
Pressestelle
Alt-Moabit 101 D
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Telefax: +49 30 18681-1614
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BIENE-Endspurt für barrierefreie Webangebote
Berlin/Bonn, 25. Juni 2009 – Die Bewerbungsfrist für die BIENE 2009 läuft bald ab: Bis zum 15. Juli können sich Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Internet-Angebote sowie studierende und Auszubildende mit ihren Webseiten anmelden.
Bereits zum sechsten Mal suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten, um sie als Vorbild bekannt zu machen. Bewerbungen sind in den Kategorien Informations und Kommunikationsangebote, Recherche- und Serviceangebote, Einkaufs- und Transaktionsangebote, Gemeinschafts- und Interaktionsangebote möglich. Für Studierende und Auszubildende haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Bewerbungen und Vorschläge können auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de eingereicht werden.
Alle eingereichten Seiten durchlaufen ein mehrstufiges Testverfahren auf Basis eines umfangreichen Kriterienkatalogs, um sich für die Endrunde des Wettbewerbs zu qualifizieren. Dort entscheidet eine prominent besetzte Jury, wer im Dezember 2009 zu den Gewinnern der begehrten Auszeichnungen gehört.
Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren überarbeitet und die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Details zum Wettbewerb, zum Bewerbungsverfahren und zum Kriterienkatalog gibt es unter www.biene-wettbewerb.de.
Kontakt:
Sascha Stoltenow
Script - Corporate+Public Communication GmbH An der Herrenmühle 7-9 D-61440
Oberursel
Fon: 0049 6171 2847-280
Fax: 0049 6171 2847-1
www.script-com.de
Pressestelle der Aktion Mensch:
Iris Cornelssen und Christian Schmitz
Heinemannstraße 36
53175 Bonn
Telefon: (02 28) 20 92-3 77 oder 3 64
Telefax: (02 28) 20 92-3 33
iris.cornelssen@aktion-mensch.de
christian.schmitz@aktion-mensch.de
http://www.aktion-mensch.de
Stiftung Digitale Chancen:
Jutta Croll, M. A.
Büro Berlin:
Fasanenstraße 3
10623 Berlin
Telefon: (0 30) 43 72 77-30
Telefax: (0 30) 43 72 77-39
Mobil: (01 63) 5 49 37 73
Büro Bremen:
Am Fallturm 1
28359 Bremen
Telefon: (04 21) 2 18-40 46
Telefax: (04 21) 2 18-48 94
jcroll@digitale-chancen.de
http://www.digitale-chancen.de
Mehr als 500 Gäste feiern die Sieger der Intel®-Leibniz-Challenge 2009
24. Juni 2009
Abgelegt unter Presseinformationen
Team ‚no_name’ vom Georg-Büchner-Gymnasiums in Seelze-Letter belegt Rang eins; Stiftsgymnasium Sindelfingen als beste Schule und Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau als aktivste Schule ausgezeichnet
München/Hannover, den 24. Juni 2009 – Nach vier Monaten des Grübelns und Tüftelns stehen die besten Junior-Elektrotechniker fest: Während einer feierlichen Abschlusszeremonie in der Leibniz Universität Hannover wurden heute die zehn besten Teams und zwei Schulen für ihre Leistungen beim bundesweiten Schülerwettbewerb Intel®-Leibniz-Challenge ausgezeichnet. Vor mehr als 500 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Vertretern aus Politik und Wirtschaft übergab Projektschirmherr Henry Tesch, Präsident der Kultusministerkonferenz, die Preise und Urkunden im Beisein von Vertretern der Projektpartner von Leibniz Universität Hannover, Intel GmbH und Initiative D21 an die Gewinnergruppen.
„Der Intel-Leibniz-Challenge gelingt es in besonderer Weise, Schülerinnen und Schülern das Berufsbild des Ingenieurs praxisnah zu vermitteln und das Interesse an der Elektrotechnik zu wecken. Mit Blick auf den Fachkräftemangel im deutschen Ingenieurwesen ist dies ein wichtiger Beitrag“, erklärte Henry Tesch. „Die Kultusministerkonferenz unterstützt daher die Intel-Leibniz-Challenge und ihre Ziele, zumal sie Lehrkräften eine echte Hilfestellung bei der Gestaltung von technischem Unterricht bietet.“
Topleistungen
Den Gesamtsieg konnten Jörn Rath, Heiko Beck, Florian Kluger und Tobias Bothe vom Team ‚no_name’ mit einer Gesamtwertung von 118,3 Punkten erringen. Alle Teammitglieder besuchen die zehnte Klasse des Georg-Büchner-Gymnasiums in Seelze-Letter in Niedersachsen und meisterten die vier Aufgaben ohne die Betreuung durch einen Lehrer. Dies gilt auch für das mit 117,6 Punkten zweitplatzierte ‚Team Prometheus’ vom Stiftsgymnasium Sindelfingen in Baden-Württemberg, bestehend aus fünf Schülern der zwölften Klasse. Rang Drei ging mit 117,5 Punkten an die drei Elftklässler vom ‚Team bermuda labs’, die zusammen das Gymnasium Wertingen in Bayern besuchen. Neben diesen drei Teams wurden noch neun weitere Schülergruppen, darunter die besten Teams der neunten und zehnten Klasse, mit Preisen bedacht.
Zusätzlich wurden die Schule mit den besten Teamplatzierungen im Gesamtergebnis als ‚Beste Schule’ und die Schule mit der höchsten Punktsumme der Teams, die jeweils mindestens 50 Punkte erreicht haben, als ‚Aktivste Schule’ ausgezeichnet: Die Preise gingen an das Stiftsgymnasium Sindelfingen (Beste Schule) und an das Leibniz-Gymnasium Bad Schwartau (Aktivste Schule).
Auffällig war das hohe Niveau der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Alle zehn Spitzenteams sind nur durch 2,5 Punkte von einander getrennt. Betrachtet man, wie anspruchsvoll die einzelnen Aufgaben waren, muss man allen Preisträgerinnen und Preisträgern eine herausragende Leistung attestieren. Ich würde mich freuen, wenn sie die gewonnenen Stipendien nutzen und ich sie schon bald als Studierende der Leibniz Universität wieder sehe“, so Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Präsident der Leibniz Universität Hannover.
„Unsere Ingenieure entwickelten auch in diesem Jahr die Aufgaben der Intel-Leibniz-Challenge und fieberten daher den Ergebnissen des Wettbewerbs fast genauso entgegen, wie die Schülerinnen und Schüler selbst“, bemerkte Nikolaus Lange, Entwicklungsleiter von Intel Deutschland. „Ich freue mich auf den Besuch der besten drei Teams, die ein Praktikum im Intel Entwicklungszentrum in Braunschweig absolvieren werden, bei dem Sie noch mehr über den modernen Ingenieurberuf erfahren können.“
Informationsmesse für die wichtigsten Gäste des Tages
Insgesamt hatten 2.251 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 13 aus allen 16 Bundesländern in 630 Teams an dem Wettbewerb teilgenommen. Zur Preisverleihung waren mehr als 400 Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland und sogar je ein Teilnehmerteam aus Polen und der Schweiz angereist.
Während der Preisverleihung wurden den Jugendlichen zahlreiche Informationsveranstaltungen rund um die Themen Beruf und Technologie angeboten. Unter anderem wurde auch das ‚Buch der Bildungsrepublik’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgestellt, in das die Bildungsgeschichte von Nikolaus Lange offiziell aufgenommen wurde. Die Geschichte kann auch auf der Projekthomepage des BMBF http://aufstieg-durch-bildung.info/de/512.php nachgelesen werden.
Eine ausführliche Liste aller Preisträgerinnen und -träger sowie zusätzliche Informationen zu Modus, Preisen und Wettbewerbs-Integration in den Schulalltag finden Sie auf der Projekthomepage www.intel-leibniz-challenge.de.
Download der Presseinformation als PDF-Datei.
Pressekontakt:
Initiative D21 e.V.
Daniel Ott
Telefon: 030 – 526 87 22 55
Telefax: 030 – 526 87 22 60
E-Mail: daniel.ott@initiatived21.de
Intel GmbH
Martin Strobel
Tel: 089.99143-631
E-Mail: martin.strobel@intel.de
Über Initiative D21
Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.
Über Intel
Intel (NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, entwickelt Technologien, Produkte und Initiativen, um Leben und Arbeit der Menschen laufend zu verbessern. Weitere Informationen über Intel finden Sie unter www.intel.de/pressroom und http://blogs.intel.com.
Über die Leibniz Universität Hannover
An der Leibniz Universität Hannover sind zurzeit rund 21.000 Studierende eingeschrieben. Das Studienangebot ist breit gefächert: Mehr als 160 grundständige Studien- und Teilstudiengänge werden angeboten. Etwa 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in mehr als 160 Instituten. Rund 320 Professorinnen und Professoren sowie zahlreiche Lehrbeauftragte bereiten die Studierenden auf ihre beruflichen Qualifikationen vor – hauptsächlich in Bachelor- und Masterstudiengängen.
Die Leibniz Universität verfügt über ein sehr hohes wissenschaftliches Potenzial und ist insbesondere in den Ingenieur- und Naturwissenschaften international ausgewiesen. Die Erfolge der Exzellenzcluster QUEST (Quantum Engineering und Space-Time-Research) und REBIRTH (From Regenerative Biology to Reconstrive Therapy) bei der Exzellenzinitiative zeigen, dass in Hannover Spitzenforschung betrieben wird. Darüber hinaus strebt die Leibniz Universität Hannover eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie mit Unternehmen der Wirtschaft an.





