Staatsminister Neumann legt Medien- und Kommunikationsbericht vor
22. Dezember 2008
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Im Mittelpunkt des umfassenden Medien- und Kommunikationsberichts steht die Digitalisierung der Medien, die Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat. Weil Medien zugleich Wirtschafts- und Kulturgut sind, berücksichtigt der Bericht über die Medienpolitik der Bundesregierung neben wirtschafts- und technologiepolitischen Gesichtspunkten auch bildungs-, kultur- und gesellschaftspolitische Aspekte.
Im Vordergrund stehen die neuen Möglichkeiten der Kommunikation im privaten und unternehmerischen Bereich. Nicht nur die Endgeräte und Übertragungswege für Rundfunk, Telekommunikation und Internet wachsen immer weiter zusammen. Diese Konvergenz genannte Entwicklung lässt auch Medieninhalte entstehen, die in zahlreichen neuen Kombinationen aus Video-, Audio- und Textelementen präsentiert und verarbeitet werden. "Die Digitalisierung eröffnet enorme Chancen für Mediennutzer und -anbieter", erklärte Staatsminister Bernd Neumann. "Wir wollen Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Möglichkeiten auch allen zugute kommen. Meinungs- und Medienvielfalt sowie Vertrauen in die Verlässlichkeit der Angebote waren bisher ein ganz klarer Ausweis unserer Medienlandschaft. Das muss auch in der digitalen Welt so bleiben."
Der Bericht stellt die Ergebnisse und Pläne der Bundesregierung einschließlich der Handlungsfelder, auf denen Bund und Länder inzwischen erfolgreich kooperieren dar, Staatsminister Bernd Neumann betonte: "Eine zentrale Rolle kommt der Gestaltung des Mediensektors in den Bereichen Urheberrecht und Jugendschutz zu. Hier liegen Schlüsselaufgaben für eine gesellschaftsverträgliche und zugleich erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung der Medien. Wir wollen allen Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zum Internet und zu qualitativ anspruchsvollen Medienangeboten ermöglichen. Deshalb setzt sich die Bundesregierung beispielsweise für die flächendeckende Bereitstellung von Breitband-Anschlüssen ein."
Eine bedeutende Aufgabe sieht die Bundesregierung darin, die Kompetenz im Umgang mit den Medien zu fördern. Sie sieht darin ein Mittel, eine ´digitale Spaltung´ der Gesellschaft zu vermeiden. In diesem Zusammenhang hat die Bundesregierung gemeinsam mit gesellschaftlichen Gruppen und zahlreichen Unternehmen mehrere Initiativen auf den Weg gebracht. Ein Beispiel ist das Projekt "FragFINN", das Kindern auf der einen Seite beim Erkunden des Internets hilft und sie auf der anderen Seite vor Angeboten schützt, die für sie nicht geeignet sind. Ein weiterer Baustein ist die Auslobung des Deutschen Computerspiele-Preises für pädagogisch wertvolle PC- und Videospiele, der im Frühjahr 2009 erstmals vergeben wird. Angesichts der wachsenden Bedeutung von elektronischen Medien weist der Bericht darauf hin, dass gedruckte Medien auch künftig für die Bildung und Meinungsvielfalt unverzichtbar bleiben werden. Dazu beitragen soll die "Nationale Initiative Printmedien" unter der Schirmherrschaft des Staatsministers für Kultur und Medien: Ihr Ziel ist es, Jugendlichen die regelmäßige Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften nahe zu bringen.
Der aktuelle Bericht greift auf eine umfangreiche wissenschaftliche Expertise zurück. Dies erhöht die Verlässlichkeit der politischen Prognosen und die Effektivität der staatlichen Handlungsinstrumente. Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg (HBI) wurde von der Bundesregierung beauftragt, die wesentlichen Linien der Medienentwicklung zwischen 1998 und 2007 in einem ausführlichen Gutachten wissenschaftlich aufzubereiten. Der Medienbericht der Bundesregierung nimmt auf die Tatsachenerkenntnisse und Analysen in diesem Gutachten Bezug.
Der Deutsche Bundestag hat die Bundesregierung 1976 durch Beschluss aufgefordert, fortlaufend einen Medienbericht zu erstellen. Angesichts der seit Mitte der 90er Jahre rasant zunehmenden Digitalisierung im Medienbereich wurde dieser zu einem Medien- und Kommunikationsbericht erweitert. Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien ist bei der Erstellung des Berichtes federführend. Der bisher letzte umfassende Medienbericht wurde 1998 vorgelegt.
Der Medien- und Kommunikationsbericht der Bundesregierung 2008 und das wissenschaftliche Gutachten des Hans-Bredow-Instituts sind im Internet unter www.kulturstaatsminister.de abrufbar.
Mit Sicherheit Geschenke unterm Baum
12. Dezember 2008
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Initiative D21 gibt Empfehlungen für sicheren Einkauf im Internet / Gütesiegel schützen vor Gefahren beim Internetkauf.
Berlin, 12. Dezember 2008 – Der Trend zum bequemen und schnellen Geschenkeeinkauf im Internet hält weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr hat der Online Handel nach einer Untersuchung des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh) im Jahr 2008 um 15 Prozent zugelegt. Allerdings haben die aktuellen Ereignisse zu einer Unsicherheit im Bereich des Datenschutzes und Onlineshoppings geführt. Die Initiative D21 will dem entgegentreten und mit der Aktion „Mehr Sicherheit und Verbraucherschutz im Internet“ die Verbraucher/innen über die Rechte und Risiken beim vorweihnachtlichen Einkauf im Internet aufklären.
Durch die Verbindung zwischen einem Gütesiegel und der heute veröffentlichten Checkliste kann man sich beim bequemen Einkauf von zu Hause sicher sein, dass alles reibungslos verläuft und nicht in einem unangenehmen Rechtsstreit endet.
„Im Dschungel der Gesetze und Verordnungen ist es für die Verbraucher/innen oft nur schwer auszumachen, welche Ansprüche sie bei einem Internetkauf tatsächlich haben“, so Roland Appel, Vorsitzender des D21-Gütesiegelboards. „Anhand eines Gütesiegels erkennt die potenzielle Käuferin oder der potenzielle Käufer sofort die vertrauenswürdigen Online-Shops, die sich freiwillig weit über dem gesetzlichen Rahmen hinaus zu mehr Verbraucherschutz, Transparenz und Verlässlichkeit verpflichtet haben“ so Appel weiter.
Die Checkliste für „Mehr Sicherheit und Verbraucherschutz im Internet“ finden Sie unter:
081212_initiatived21_mehr_sicherheit_und_verbraucherschutz
Weitere Informationen finden Sie unter www.internet-guetesiegel.de
Ansprechpartner bei Rückfragen:
Roland Appel, Vorsitzender Gütesiegelboard
Telefon: 02222 - 931219
E-Mail: roland.appel@roaconsult.com
Pressekontakt:
Daniel Ott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Initiative D21 e.V.
Telefon: 030 – 526 87 22 55
Telefax: 030 – 526 87 22 60
E-Mail: daniel.ott@initiatived21.de
Die Initiative D21 ist Europas größte Partnerschaft von Politik und Wirtschaft für die Informationsgesellschaft. Sie umfasst ein parteien- und branchenübergreifendes Netzwerk von 200 Mitgliedsunternehmen und -institutionen sowie politischen Partnern aus Bund, Ländern und Kommunen. Ihr Ziel ist es, die Digitale Gesellschaft mit gemeinnützigen, wegweisenden Projekten zu gestalten und Deutschland in der digitalen Welt des 21. Jahrhunderts gesellschaftlich und wirtschaftlich erfolgreich zu machen.
E-Petitionen gewinnen Politik-Award
5. Dezember 2008
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Der diesjährige Politik-Award in der Kategorie Innovation ging an das Internetportal E-Petitionen des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages. Die Bundestags-vizepräsidentin, Gerda Hasselfeldt, und die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Kerstin Naumann, nahmen den Preis, der von der Zeitschrift "Politik und Kommunikation" verliehen wird, gestern in Berlin entgegen.
Das Portal https://epetitionen.bundestag.de bietet den Nutzern eine einmalige Möglichkeit an Bürgerbeteiligung und Transparenz. Dank E-Petitionen gibt es eine schnellere und transparentere Verbindung zwischen Bevölkerung und Parlament.
Die Bürger können bei E-Petitionen wählen, ob sie eine Petition einreichen, die nur sie persönlich betrifft, oder ob sie für eine Petition von allgemeinem Interesse um Unterstützung werben wollen. Für öffentliche Petitionen und für Einzelpetitionen steht ein einfaches Online-Formular zur Verfügung. Über jede öffentliche Petition kann in einem eigenen Forum diskutiert werden. Dem Petitionsausschuss verhelfen die Diskussionsforen zu einem besseren Verständis der Eingabe, weil dort häufig weitere Aspekte durch die Diskutanten angesprochen werden, die in der ursprünglichen Eingabe noch nicht enthalten waren.
Nach dem Modellversuch, der 2005 noch mit einer vom schottischen Parlament übernommenen Software startete, wurde am 14. Oktober 2008 das neue, dauerhafte System freigeschaltet. Seitdem haben sich ca. 13.000 Nutzer registriert und täglich werden es mehr. In den sieben Wochen des neuen Systems wurde die neue Seite insgesamt 1,3 Mio. Mal aufgerufen. Die Nutzer haben über 2.600 Forenbeiträge geschrieben. Derzeit befinden sich 100 öffentliche Petitionen in der Mitzeichnung und Diskussion.
Ansprechpartner
Deutscher Bundestag
Presse und Kommunikation (PuK 1)
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030/ 227-37171
Fax: 030/ 227-36192
E-Mail: pressereferat@bundestag.de
Studie zur Zukunft der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) vorgestellt
5. Dezember 2008
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IKT ist Schlüsselindustrie für die Deutsche Wirtschaft - Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft.
Berlin/München, 5. Dezember 2008: Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft haben heute die Studie "Zukunft und Zukunftsfähigkeit der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie" an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) übergeben. Sie nimmt im Rahmen des Nationalen IT-Gipfelprozesses eine Standortbestimmung der deutschen Informations- und Kommunikationstechnologie vor und formuliert acht Botschaften für ein zukunftsfähiges Deutschland und konkrete Handlungsempfehlungen an Politik und Wirtschaft. Informations- und Kommunikations-technologien beeinflussen zunehmend unser privates und berufliches Leben. "Ich danke allen Teilnehmern an dieser Studie und bin mir sicher, dass die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen Eingang in die Gestaltung der künftigen IKT- Politik der Bundesregierung finden werden", sagte Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, bei der Übergabe der Studie in Berlin.
Für die Analyse des heutigen Zustandes und der mittelfristigen Entwicklung der Informations- und Telekommunikationstechnologien wurden teilweise unveröffentlichte Studien ausgewertet, eine Expertenbefragung von 540 Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft durchgeführt und zahlreiche Expertengespräche geführt. Das rund 100-seitige Werk zeigt zentrale Handlungsfelder für die Entwicklung und den Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien auf. "Diese Handlungsfelder sind zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und der gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands von größter Bedeutung", unterstrich Prof. Dr. Arnold Picot, Vorsitzender des Vorstands Münchner Kreis, die Bedeutung der Studie.
"Um unsere Chancen in der Informationsgesellschaft zu nutzen, brauchen wir modernste und leistungsfähige Infrastrukturen für Telekommunikation und Informationstechnologie. Es muss auf dieser Grundlage gelingen, die "digitale Spaltung" der Gesellschaft zu überwinden. Die Informationsgesellschaft darf nicht ausgrenzen, sondern muss Menschen teilhaben lassen an Chancen und Entwicklung, Wachstum und Beschäftigung. Dies erfordert vor allem auch neue Kompetenzen, Wissen und damit neue Wege in der Bildung", sagte Christopher Schläffer, Group Product & Innovation Officer, Deutsche Telekom AG.
Prof. Dr. Jörg Eberspächer von der TU München bekräftigte: "Neue Technologien eröffnen völlig neue Möglichkeiten, den demographischen Wandel in unserer Gesellschaft zu begleiten, Stichwort "Ambient Assistant Living". Damit können dank moderner ITK-Lösungen ältere Menschen länger in ihrer gewohnten Umgebung betreut werden. Wir brauchen aber auch mehr Unternehmensgründungen. Sie sind der Motor für neue Ideen und Lösungen. Wir müssen Unternehmertum fördern und Risikokapital bereitstellen. Auch und gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs. Außerdem sollten wir uns unserer Stärken bewusst sein und diese ausbauen. Ein Beispiel ist der Bereich von Embedded Systems, also von Computern für die Steuerung und Regelung von Geräten des täglichen Gebrauchs, wie Handys, Automobile und Maschinen. In diesem Innovationsfeld ist Deutschland bereits heute führend und wir haben hier beste Aussichten auf langfristiges Wachstum".
Die Studie soll nach Aussagen der Initiatoren und Unterstützer im nächsten Jahr weiter entwickelt werden. In einer international ausgelegten wissenschaftlichen Delphi-Studie sollen die längerfristigen Perspektiven der Informations-, Kommunikations- und Medienwelten detailliert untersucht werden. Die Studie steht zum kostenlosen Download bereit unter: www.muenchner-kreis.de oder www.tns-infratest.com oder www.bmwi.de
Ansprechpartner
Till Breitung
Sky Communications
Presse-Kontakt Münchner Kreis
Tel.: 030/ 8613-605
E-Mail: t.breitung@sky-communications.de
Hans-Martin Lichtenthäler
Pressesprecher
Deutsche Telekom AG
Tel.: 0228/ 181-94323
Hans-Martin.Lichtenthaeler@telekom.de
Michael Knippelmeyer
Director Public Relations
TNS Infratest Holding GmbH & Co. KG
Tel.: 0521/ 9257-687
Michael.Knippelmeyer@tns-infratest.com
Gemeinsames Engagement zur Vermittlung von Medienkompetenz im Unterricht
4. Dezember 2008
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Berliner Senat und Internauten statten Grundschulen mit Medienkoffern aus.
02. 12. 2008. Berliner Grundschulen werden zukünftig den Internauten-Medienkoffer im Unterricht einsetzen können. Die medienpädagogischen Materialien wurden gestern von Achim Berg, Geschäftsführer der Microsoft Deutschland GmbH, Sabine Frank, Geschäftsführerin der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) und Dr. Heide-Rose Brückner, Bundesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderhilfswerkes symbolisch an Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, übergeben.
Der Berliner Senat stattet die Grundschulen mit dem Medienkoffer aus, bietet darüber hinaus aber über die regionalen IT-Betreuer der einzelnen Bezirke auch Schulungen an, die in den gezielten und effektive Einsatz der Unterrichtsmaterialien einweisen. Auf diese Weise soll es Lehrerinnen und Lehrern ermöglicht werden, Schülerinnen und Schüler für einzelne Sicherheitsaspekte rund um die Nutzung des Internet zu sensibili-sieren, auch wenn ihnen dafür nur wenig Zeit zur Verfügung steht. So könnte der Medienkoffer beispielsweise in einer Vertretungsstunde genutzt werden.
„Die Vermittlung von Medienkompetenz muss bei Kindern im Grundschulalter bereits eine Selbstverständ-lichkeit sein. Lehrerinnen und Lehrer sollten daher unter anderem verstärkt das Thema Sicherheit im Internet im Unterricht aufgreifen. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, unseren Grundschulen mit dem Internauten-Medienkoffer für die medienpädagogische Arbeit hervorragend geeignete Materialien zur Verfügung zu stellen, um so unseren „eEducation Berlin Masterplan“ weiterhin konsequent umsetzen zu können“, erklärte Senator Zöllner im Rahmen der offiziellen Übergabe der Medienkoffer.
Der Internauten-Medienkoffer ist ein medienpädagogisches Aufklärungsmaterial für Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter, der begleitend zur Website www.internauten.de von der Freiwilligen Selbst-kontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM), dem Deutschen Kinderhilfswerk e.V. und Microsoft Deutschland entwickelt wurde. Der Medienkoffer enthält vier Unterrichtseinheiten in Form von Faltpostern, Comics der einzelnen Missionen, ein Aktionskartenspiel rund um das Thema Sicherheit im Internet, ein Begleitheft für Lehrkräfte mit didaktischen Vorschlägen zur Gestaltung des Unterrichts und CD-ROMs, auf denen u.a. eine Offline-Version der Internauten zur Verfügung gestellt wird.
Das Projekt Internauten wurde im Jahr 2005 im Rahmen von „Deutschland sicher im Netz" ins Leben gerufen.
Ansprechpartner:
Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) e.V.
Isabell Rausch-Jarolimek
Spreeufer 5
10178 Berlin
Tel.: 030 240484-30
Fax: 030 240484-59
Mail: rausch-jarolimek@fsm.de
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (DKHW)
Michael Kruse
Leipziger Straße 116-118
10117 Berlin
Tel.: 030 308693-11
Fax: 030 2795634
Mail: presse@dkhw.de
Microsoft Deutschland GmbH
Thomas Baumgärtner
Konrad Zuse Str. 1
85716 Unterschleißheim
Tel.: 089 3176 – 5000
IT-Rat der Bundesregierung eröffnet den Einsatz offener Dokumentenformate (ODF)
Der IT-Rat der Bundesregierung hat beschlossen, das offene Dokumentenformat ODF (ISO 26300) in der Bundesverwaltung schrittweise einzusetzen.
Staatssekretär Dr. Hans Bernhard Beus, Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik und Vorsitzender des IT-Rats, bezeichnete die Entscheidung als "wichtigen Schritt, um den Wettbewerb zwischen den Software-Herstellern zu fördern, die IT-Sicherheit zu stärken und die Interoperabilität zu verbessern, denn offene Dokumentenformate werden vollständig und regelmäßig veröffentlicht."
Bürgern, Unternehmen und anderen Verwaltungen wird damit künftig der Dokumentenaustausch mit der Bundesverwaltung auch im ODF-Format eröffnet. Die Behörden des Bundes werden spätestens ab Anfang 2010 in der Lage sein, diese Dokumente zu empfangen und zu versenden, zu lesen und auch zu bearbeiten.
Der IT-Rat setzt mit seiner Entscheidung den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 5. Juli 2007 über den Antrag "Den Wettbewerb stärken, den Einsatz offener Dokumentenstandards und offener Dokumentenaustauschformate fördern" um.
Neben der Einführung von ODF in den Behörden hat sich der IT-Rat das Ziel gesetzt, die Entwicklung weiterer offener Dokumentenformate zu beobachten und deren Einsatzmöglichkeiten zu prüfen. Insbesondere das XML-basierte Format der Firma Microsoft, Office Open XML (OOXML), welches von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) kürzlich als Standard veröffentlicht wurde, ist hier von Interesse.
Was ist ODF? Das "Oasis Open Document Format for Office Applications? (Kurzform: OpenDocument, ODF - engl. "Offenes Dokumentformat für Büroanwendungen") ist ein offener Standard für Dateiformate von Bürodokumenten wie Texten, Tabellendokumenten, Präsentationen, Zeichnungen, Bildern und Diagrammen. ODF deckt damit die Funktionen einer üblichen Bürokommunikationssoftware (vulgo: Office-Software) ab.
ODF ist seit 2006 ein international anerkannter ISO-Standard.
Ansprechpartner:
Bundesministerium des Innern
Telefon: 030 / 18681- 0
E-mail: poststelle@bmi.bund.de
Breitbandpilotprojekt geht online
2. Dezember 2008
Abgelegt unter News
Nutzung der digitalen Dividende zur Überwindung der Digitalen Spaltung.
Mit dem Start des Pilotprojektes in Wittstock wird zum ersten Mal in Europa eine Rundfunkfrequenz für breitbandiges Internet zur Verfügung gestellt. „Das Pilotprojekt ist eine ausgezeichnete Gelegenheit die Vorteile des Einsatzes von Frequenzen aus der Digitalen Dividende für die Versorgung des ländlichen Raumes zu studieren und erste Erfahrungen zu sammeln. Diese Frequenzen sind ideal geeignet, um in einem ersten Schritt die Breitbandlücken in Deutschland zu schließen“, sagt Günther Ottendorfer, Geschäftsführer Technik bei T-Mobile Deutschland GmbH.
Das Pilotprojekt dient dazu, die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Regelbetrieb im Rundfunkspektrum zu klären. Es geht um die Ermittlung der praktisch erzielbaren Reichweiten, die Bandbreite in der Funkzelle unter den lokalen Ausbreitungsbedingungen und um die Analyse wechselseitiger Interferenzen zwischen DVB-T und dem Funkbetrieb für Breitband-Internet sowie Lösungen für die Beseitigung oder Reduzierung möglicher Störungen. Das Projekt wird von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur durchgeführt.
Mit der Fokussierung auf den ländlichen Raum im nördlichen Brandenburg bei Wittstock/Dosse wird ein Gebiet für dieses Pilotprojekt ausgewählt, in dem i.d.R. das Internet nur schmalbandig und mit niedrigen Datenraten empfangen werden kann.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat die digitale terrestrische Versorgung gegenüber der analogen erheblich eingeschränkt, gerade in den Randregionen Brandenburgs. Damit bleibt ein erheblicher Teil des Frequenzspektrums ungenutzt, das von der Rundfunkfrequenzplanung für eine Flächendeckung vorgesehen war. Allerdings stehen im Rundfunkspektrum für den aktuellen Bedarf keine für neue Nutzungen reservierten Frequenzbänder zur Verfügung.
Ziel des Pilotprojektes in Brandenburg ist es daher, die technischen und wirtschaftlichen Bedingungen für die Nutzung von Rundfunkspektrum innerhalb des geltenden Rahmens der Rundfunkfrequenznutzung zu untersuchen. Ebenfalls soll untersucht werden, welche Anforderungen sich daraus an die künftige Frequenzplanung und die Wahrnehmung der jeweiligen Aufgaben einerseits im Bereich der Länder, andererseits im Bereich der Bundesnetzagentur ergeben.
Das Pilotprojekt beruht auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen der mabb und dem Mobilfunkunternehmen T-Mobile, die von der mabb als Betreiber ausgewählt wurde. Die Analyse der Interferenzen wird unter Federführung der Bundesnetzagentur durchgeführt. Parallel zum Pilotbetrieb wird die mabb mit dem Land Brandenburg und der Bundesnetzagentur die noch offenen Fragen für einen Regelbetrieb im gesamten Land Brandenburg bearbeiten.
Ansprechpartner:
Medienanstalt Berlin-Brandenburg
Uwe Haaß
Tel.: 030-264967-80
E-Mail: haass@mabb.de
E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa
1. Dezember 2008
Abgelegt unter Neues aus den Projekten, Presseinformationen
Presseinformation der Initiative D21 vom 01.12.2008.
"E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa" - unter diesem Motto diskutierten am
27. und 28. November rund 250 Expertinnen und Experten in Berlin. Thema des gemeinsamen Kongresses
von Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Projekt Deutschland Online Standardisierung, dem deutschen Städte- und Gemeindebund, dem Landkreistag, dem DIN e.V. und der
Initiative D21 waren Fragen der Interoperabilität von E-Government-Infrastrukturen zur Stärkung des
Standorts. Im Mittelpunkt der Tagung stand die weitere Modernisierung der Verwaltung und die
Optimierung von gemeinsamen Prozessketten von Verwaltung und Wirtschaft, durch die auch die
interntionale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft gesteigert wird.
Staatssekretär Jochen Homann, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, unterstrich in seinem Grußwort das Ziel der Bundesregierung, die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung und zwischen Bürgern und Verwaltung so einfach, sicher, eindeutig und effizient wie möglich zu gestalten: „Dazu brauchen wir Standards, standardisierte Prozesse und Verfahren auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Dabei geht es nicht nur um die bloße Elektronisierung der bestehenden Strukturen und Aufgaben. Wesentlichen Nutzen erreicht moderne IKT durch die Verknüpfung der Prozessketten zwischen Wirtschaft und Verwaltung sowie die Einrichtung medienbruchfreier, verwaltungsebenen-übergreifender interner Verwaltungsprozesse. Interoperabilität ist dabei der Schlüssel“.
„“E-Government-Standards sind aus Sicht der Initiative D21 Teil der Infrastruktur der Digitalen Gesellschaft und damit wesentlich für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland in einer globalen und Digitalen Wirtschaft. Die zur Herstellung der Interoperabilität im E-Government erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen, etwa eine beschleunigte und umfassende Bereitstellung der Datenstandards XÖV sollten im Aktionsplan der Bundesregierung für den Ausbau der Digitalen Infrastruktur eine hohe Priorität erhalten“, so der D21-Projektleiter Norman Heydenreich (Microsoft Deutschland).
In 16 Fachforen diskutierten die Expertinnen und Experten unter anderem den Stand der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und die dabei anzuwendenden Standards, den Stand der aktuellen XÖV-Projekte und die Ergebnisse des Deutschland-Online-Vorhabens "Standardisierung", die Möglichkeiten der „Semantic Web Technologie“ mit Anwendungsbeispielen im E-Government (W3C-Workshop), die Bedeutung von Barrierefreiheits-Standards im E-Government sowie Konzepte und Projekte zu „e-Identity und e-Card“. In weiteren Workshops wurden darüber hinaus Fragen behandelt, wie Interoperabilitätsprobleme in der Praxis gelöst, Informationen einfacher ausgetauscht und für neue Einsatzgebiete aufbereitet werden können.
Im Mittelpunkt der abschließenden Podiumsdiskussion stand die Frage: „Was muss geschehen, damit E-Government-Standards als Teil der Digitalen Infrastruktur den Standort Deutschland noch stärker voranbringen?“.
Norman Heydenreich zog abschließend eine positive Bilanz: „Wir haben in den letzen Jahren bei der Lösung der Interoperabilitätsprobleme im E-Government erhebliche Fortschritte gemacht. Das Projekt Deutschland Online Standardisierung war und ist hierzu ein wichtiger Motor. Aber auch die D21-Projektgruppe zu E-Government-Standards hat einen großen Beitrag geleistet. Die Projektgruppe hat durch ihre kontinuierliche Arbeit wesentliche Entwicklungen gefördert und Hindernisse in der Zusammenarbeit ausgeräumt. Entstanden ist ein hochkarätiges Kompetenznetzwerk in dem die Experten und Verantwortlichen der unterschiedlichen Organisationen sich über aktuelle Entwicklungen austauschen und gemeinsame Lösungsansätze entwickeln“.
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.initiatived21.de
Ansprechpartner für Rückfragen:
Norman Heydenreich
Director Government Relations and Standards Microsoft Deutschland GmbH
Projektleiter D21-Projektgruppe E-Government-Standards
Telefon: 030 – 39097-300
E-Mail: normanh@microsoft.com
Pressekontakt:
Daniel Ott
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Initiative D21 e.V.
Telefon: 030 – 526 87 22 55
Telefax: 030 – 526 87 22 60
E-Mail: daniel.ott@initiatived21.de
Über den Kongress
Im Mittelpunkt des Kongresses „E-Government-Standards für Wirtschaft und Verwaltung in Europa“ am 27. und 28. November in den Räumen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie in Berlin, stand der Erfahrungsaustausch über die Sicherung der Interoperabilität von E-Government Lösungen und Fragen der Standardisierung. Ziel war es, insbesondere Erfolgsfaktoren der Standardisierung und Interoperabilität für den weiteren Fortschritt der Verwaltungsmodernisierung zu identifizieren – wobei auch neue Möglichkeiten für die Standortstärkung, internationale Aspekte und die engere Zusammenarbeit mit Unternehmen Thema war. In 16 Fachforen diskutierten Expertinnen und Experten unter anderem über den Stand der Standardisierungsprojekte sowie neue Anforderungen und Lösungsansätze. Als Redner traten unter anderem auf: Staatssekretär Johann Homann, (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie), Martin Schallbruch, IT-Direktor im Bundesministerium des Inneren, Franz-Reinhard Habbel, Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V., Dr. Kay Ruge, Deutscher Landkreistag, Dr. Michael Neubauer, VITAKO e.V. sowie Dr. Mario Tobias, BITKOM e.V.
Mit dem Kongress wurde die erfolgreiche Veranstaltungsreihe des Jahres 2004 in Bremen, 2005 in Nürnberg und 2006 sowie 2007 in Berlin fortgesetzt, auf der jeweils etwa 200 Experten aus Verwaltung und Wirtschaft über den Sachstand und das Potenzial der Standardisierung von Daten und Prozessen der öffentlichen Verwaltung diskutierten.





